Der Mini-Bendtner

Geworden ist es also Haris Seferovic. Nach den großen Namen, die gehandelt wurden, ist ein 22-jähriger Schweizer, dessen sportliche Vita sich bislang … solala liest, der physisch starke Zentraloffensive, der wesentlich mitschrauben soll am Ziel Klassenerhalt.

Was wissen wir bis jetzt über diesen Spieler? Dass seine Torquote auf vergleichbarem Liga-Niveau, bei einem ähnlichen Auf-und-ab-Verein schlecht ist. Dass er, trotz der Hoffnung darauf, bei keinem Klub richtig eingeschlagen ist. Dass er in der Nationalmannschaft die wichtigen Tore, die buzzer-beater, wie Amerikaner es im Basketball nennen, macht. Dass er private Eskapaden, Aussetzer hat.

Kommt es nur mir so vor, oder klingt das nicht irgendwie nach denselben Resentiments, die viele gegenüber Niklas Bendtner hatten und haben? Klar, der Däne ist in puncto Verdienst sicher mehr als doppelt so teuer. Seferovic soll dagegen gut drei Millionen Euro Ablöse kosten – auch da könnte man so weit gehen und sagen, dass die Rechnung sich die Waage halten könnte. Haris Seferovic, der Mini-Bendtner? Skandälchen statt Skandal? Der nächste Kompromisskauf, weil es für die Erstwahl nicht reicht?

So steil muss und sollte man die These nicht ansetzen. Seferovic verdient seine Chancen, wie jeder andere Kicker auch. Die Hoffnung ist, er macht es ordentlich – so irgendwas um die acht,neun Tore, wenn er Stammspieler sein sollte – dann wäre das in Ordnung. Sieht man die drei Millionen Ablöse, sollte man aber schon von zehn Toren plus sprechen dürfen. So oder so: Eine Euphoriewelle lostreten, das hätte so richtig eh kein Neuzugang (mehr) geschafft, nach den organisatorischen und strategischen Peinlichkeiten des Vereins in den vergangenen Monaten.

Dass der Kader nun so bleibt, wie er ist, halte ich für fast ausgeschlossen. Einen Monat hat das Transferfenster noch geöffnet, für Stefan Aigner wird bald nochmal eine sechsstellige Summe draufgeschippt, und weg ist der Mann. Einen guten Teil der Millionen, die man für ihn einstreicht, wird in einen Außenbahnspieler investiert. Marko Marin? Er dort oben bewahre. Und dann gibt es ja noch die bemerkenswert stille causa Carlos Zambrano. Dass da mal ein goßer Verein anruft und eine unverschämte Zahl aufruft, kann man keinesfalls ausschließen. Und so schließt sich der Kreis: Am 1. August 2014 hat bereits die Planung für den nächsten Umbruch ab Mai/Juni 2015 begonnen.

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Haarriss beim Holz

Das fröhliche name-dropping geht weiter: Haris Seferovic soll bei Eintracht di Francoforte, wie unser Verein des Herzens auf italienisch heißt, ganz oben auf der Stürmerwunschliste stehen. Nach diesem Gijoner Stefan Graupovic nun also ein anderer mit Endung vic – hat der Hölzenbein beim Caipirinha trinken etwa doch noch seinen WM-Stürmer gescoutet, oder geht jeder gelangweilte Online-Redakteur dieser Tage die Körpermaße von Mittelstürmern durch und gerüchtet alles und jeden in Richtung Furt, der an die 1,90-Meter misst (Seferovic: 1,85 Meter, also nun kein Rieseriese)?

Freitag soll er ja dabei sein, der neue Top-Mann, den Bruno Hübner überzeugt haben will. Dann gehts in den Süden, nach Italien, wo die Eintracht einige Testspiele aneinanderreiht. Man sehnt Meldungen herbei, dass Thomas Schaafs Truppe mittlerweile mehr drauf hat als Quergeschiebe und Ballbesitz. Der Mechanismus des prinzipiellen nach-vorne-Spielens müsste ja auch eigentlich ohne einen baumlangen Menschen vorne drin, der die Pille dran über die Linie drückt, einzustudieren sein.

Jedenfalls würde es – mehr als symbolisch – guttun, wenn der August nicht ähnlich düster und müde beginnt, wie die Monate April bis Juli verliefen und endeten. Wenn es dann dieser Seferovic wird, ja mei, dann ist`s halt so. Es gibt nämlich in der Tat Spieler, über die man erstmal so gar keine Meinung hat / haben kann. Und das ist so oft auch der Grund und der Fehler, wieso man sich über Altbekannte (Valdez, Almeida und Co.) aufregt: Weil man mit denen was verbindet – im Falle eines Immer-mal-wieder-Erstligisten, der halt nur in einem gewissen Finanzspektrum shoppen gehen kann, sind das oft die Kicker, denen nicht immer die besten Eindrücke anzuhaften scheinen. Deshalb ist man in der Fan-Schar der SGE so affin für das Caio-alles-macht-neu-und-besser-Phänomen; da helfen auch jahrelange Gegenbeweise nichts, es geht schließlich darum, das Gesicht zu wahren.

Mal gucken, wer am Donnerstag als Name aufploppt. Nicky Bendtner hatten wir verdächtig lange nicht mehr. Was macht eigentlich Oli Occean? Den bindet sich die Eintracht erst 2015 wieder ans Bein, richtig?

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Koan Hugo

Das hätte man sich als Autor gleich schenken können: Die Analyse der Sinnhaftigkeit ob eines Neuzugangs namens Hugo Almeida. Denn wie die “Frankfurter Rundschau” am Mittwoch berichtet, wird der Portugiese nicht verpflichtet. Gehaltsgefüge und so. Dann hätte ich tags zuvor auch gar nicht die Bundesliga-Kader nach Alternativen durcharbeiten müssen – Bas Dost, ha, der macht’s sicherlich für fünf Euro fuffzich! Wer im Kandidatenkreis bliebe, ist Hoffenheims Sven Schnipplock. Der ist dem Vernehmen nach wechselwillig, wird im zur Verfügung stehenden Transfervolumen von vier bis fünf Millionen Euro locker zu holen sein und gleichsam keine Unsummen verdienen. Und dann gibt es ja immernoch die Alternative eines Graupovics oder Graupelinho mit aserbaidschanisch-uruguayanisch-serbischen Pass. Und dem BH-Bendtner; BH für Büstenhalter, nicht für Bruno Hübner.

Freitag soll er da sein, der Stürmerstar. Gugge mer ma.

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Da keimt etwas

Bruno Hübner, der Fuchs aus Frankfurt, hat dann eben doch den ebenso logischen wie offensichtlichen Kniff gewählt: das Dementi. Mit dem Ziel, die Personalie Hugo Almeida erstmal in den Hintergrund zu drücken. Strategisch alles andere als dumm, erstmal den etwas ernüchternderen Transfer Nelson Valdez einzutüten, um den größeren Wurf zu kaschieren. Almeida, so viel ist klar, hat was drauf. Das ist kein Irgendwer, obwohl er bei der WM in Brasilien in seinem einen Spiel (gegen Deutschland) das mögliche 1:0 eher grotesk vergab. Der Portugiese hat jedenfalls eine gewisse Klasse, wäre sicher jemand, der die Qualität der Offensive heben könnte. Im Sturm wäre die Eintracht plötzlich nominell so gut besetzt, wie viele Jahre nicht. Almeida, wenn er denn käme, als Qualitätsspieler, flankiert von Vaclav Kadlec und Nelson Valdez – die letztgenannten als physisch quasi baugleiche Spieler, die als Nummer 2 neben/hinter der robusten Kante spielen. In der Theorie jedenfalls. Luca Waldschmidt, zumal verletzt, wird hingegen nur eine Nebenrolle spielen. Ja meine Güte, dann sind Valdez und Almeida eben 30+ – wo genau ist das ein Makel? Im Gegenteil, und da muss man nicht gleich mit Miroslav Klose kommen, um die Alters-These zu entkräften. Zwei Junge, zwei Ältere für vorne – klänge doch erstmal gut für die SGE.

Bitter bleibt, dass die Eintracht die Hälfte der Vorbereitung mit einem qualitativen Rumpfkader bestritten, quasi ohne Offensive gespielt hat. Das mag für die Entwicklung einiger Jugendspieler, allen voran Mittelfeldmann Joel Gerezgiher, ein Glücksfall gewesen sein. Für das professionelle Gesamt-Konstrukt gilt der Umkehrschluss. Es ist kein Zufall, und auch berichterstatterisch überliefert, das in den bisherigen Testspielen auch gegen noch so unterklassige Gegner ein Spiel nach vorne nicht stattfand. Es gab Quergeschiebe – manchmal den langen Schlag und dann eben Alex Meier, der auch im zehnten Jahr die Kohlen aus dem Feuer wird holen müssen. Es wäre an dieser Stelle mal eine Recherche wert, ob es irgendeinen Spieler in irgendeinem Bundesliga-Team gibt, der über eine derart lange Zeit DIE sportliche prägende Figur, DIE Lebensversicherung war, wie Alex Meier es für die Eintracht ist.

Zurück zum Gesamt-Gebilde: Wenn in dieser Woche der Kader soweit komplettiert würde, Almeida tatsächlich käme und man sich ab sofort drei Wochen einspielen könnte (hoffentlich mit den nötigen Zusatz-Einheiten), keimt wieder Hoffnung. Alles gerichtet auf den ersten Spieltag gegen Freiburg, die Hinrunde, in der man das Gros der (für den Klassenerhalt) zu gewinenden Heimspiele hat. Diesmal, das muss jedem SGE-Fan klar sein, muss die 20-Punkte-Marke bereits im Dezember geknackt werden. Das Zittern wird uns sowieso wieder begleiten, vom 1. bis 34. Spieltag, aber während vergangenen Saison das Auftaktprogramm – gepaart mit Europa League – sehr knackig war, muss nun halt im Spätsommer und Frühherbst richtig zugegriffen werden auf dem Punktetisch – umso entscheidender ist es, dass dieses Team ab dem 20. August voll funktioniert. Die Eingespieltheit, gerade unter Schaafs offenbar umgekrempelten Taktik und Marschroute, wird entscheidend sein. Und da ist man im Vergleich zur Konkurrenz leider eher hinten dran.

Unterdessen hat sich Marc Stendera bei der U19 in den Vordergrund gespielt. Gegen (dünne) Österreicher bereitete er zwei Tore vor, traf einmal selbst. Er wird nicht im Vollbesitz seiner Kräfe zurückkehren, sich alleine aufgrund der unterbrochenen Vorbereitung keinen Stammplatz in Frankfurt erspielen. Aber er kann die Nummer 12, 13,14 in diesem Team werden – der Spieler, der das Spiel nochmal ankurbelt, Impulse von Außen gibt – quasi hinter Kadlec oder Valdez als Stürmer, dürfte Stendera erste Wahl für die Einwechslungen sein; zumal, wenn Sechser- oder Offensivpositionen, wie auch immer sie von Schaaf taktisch angeordnet sein werden, gewechselt werden.

Das alles gesagt, fehlt nur noch eines: Hugo Almeida selbst.

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Stürmische Rechenspiele

Was wissen wir, die nichts wissen, bis jetzt? Dass Eintracht Frankfurt den Etat für die Spielergehälter anhebt, ergo mehr Geld in diesem Bereich ausgibt. Dass Eintracht Frankfurt sieben bis acht Millionen Euro für Neuzugänge auszugeben gedenkt – die Ablöse für Marc-Oliver Kempf (wohl rund eine Million) bereits eingerechnet. Dass M. Hasebe und A. Ignovski ablösefrei kamen. Dass bislang etwa eine Million für T. Chandler, ziemlich sicher auch ein Betrag in dieser Größenordnung für N. Valdez und eine vermutlich nicht all zu hohe Leihgebühr (schätzen wir 500 000 Euro) für L. Piazon bezahlt worden ist.

Mutmaßt man also, dass die Gehaltserhöhungen – siehe Etat-Erhöhung- das Transferbudget nicht schmälern, bleiben noch mehr als vier, vielleicht sogar rund fünf Millionen Euro für die Verpflichtung von mindestens einem, wohl eher zwei Spielern. Ein Kracher? Damit dürfte man den aus dem Schaafschen Adressbuch und der puren Not heraus geborenen Nelson Valdez gemeint haben – nachdem andere Namen, mitunter vielversprechendere Spieler nicht zu bekommen haben. Stefan Scepovic, der wohl mehr als zwei Millionen Euro gekostet hätte, scheint nach Informationen der Offenbach Post indes aus dem Rennen zu sein – weil die Position des Stürmers Nr. 2 / 3 nun durch Valdez/Kadlec belegt zu sein scheint, eine Rolle, die Scepovic wohl hätte einnehmen sollen.

Es deutet also vieles darauf hin, dass man für einen physisch starken Stürmer eine durchaus höhere Summe auszugeben gedenkt. Deutet man Heribert Bruchhagens Aussagen gegenüber der Bild in diese Richtung (“Die Rode-Position zu ersetzen, wird schwer”), schaut man eventuell auch im defensiven Mittelfeld noch nach einem weiteren Spieler. So oder so: Man darf davon ausgehen, dass Eintracht Frankufrt für den wen-auch-immer-Neuen drei, vier Millionen Euro zur Verfügung hat. Am 31. August, oder kurz davor, wird der Verein wohl noch ein Spieler aus dem Sonderangebot verpflichten, in der Hoffnung einen Treffer á la Alexander Madlung zu landen. Vorher wird der Löwenanteil des Transferbudgets überwiesen werden – wohin auch immer, wenn die Absagen an/von Hugo Almeida, Nicklas Bendtner und Co. der Wahrheit entsprechen. Für Sven Schipplock, den man ja auch als Möglichkeit von sich weist, würden jedenfalls sicher keine vier Millionen Euro fällig.

Wen kann man also auf dem Schirm haben? Für Wolfsburgs Bas Dost soll Feyernord Rotterdam fünf Millionen Euro geboten haben, der Klub ist aber bislang beim Investoren-Verein abgeblitzt.

Karim Bellarabi und Robbie Kruse von Leverkusen müssen sich harter Konkurrenz erwehren, sind aber vom Spielertyp aber Außen, keine Sturmkanten. Von daher spielen sie ziemlich sicher keine Rolle auf dem Eintracht-Zettel.

Für Chinedu Obasi von Schalke dürfte dasselbe gelten wie für das Bayer-Duo.

Mohammed Abdellaoue von Stuttgart (Ex Hannover) war wechselwillig, hat aber einen Knorpelschaden, ist also raus.

Sascha Mölders wird keine Millionenbeträge kosten, qualitativ ist er auch – bei aller Sympathie – keine vermittelbare Option.

Über den Mainzer Sebastian Polter (Ex Wolfsburg) kann man wohl ähnliches sagen wie zu Mölders.

Kurzum: In der Bundesliga ist niemand mehr zugegen, der die Anforderungen physische Stärke (Körpergröße) samt Bezahlbarkeit in einem überdurchschnittlichen Preissegment erfüllt. Am ehesten noch Bas Dost, wobei dieser einen Transfer zu Rotterdam selbst kürzlich als “Rückschritt” bezeichnete. Was wäre die Eintracht dann?

Die Suche im Ausland überlassen wir dann mal den Experten. Gibt dort sicher auch so etwas wie Kicker Sonderhefte. Ist Bernd Hölzenbein bereits auf die Reise geschickt worden?

So oder so: Je nach Verlauf des ersten Spieltags, kommt ja noch die Personalie Stefan Aigner auf Wiedervorlage. Jene vier, fünf Millionen Euro, die man einnehmen und re-investieren könnte – was meiner Auffassung nach eine miese Idee wäre. Uneingespielt genug ist das Team ohnehin schon und Aigner eine Stütze, einer der drei, vier höherqualitativen Spieler in diesem Gebilde. Aber wer weiß, welche Kader-Umwälzung bis Ende August noch in Frankfurt vorgenommen wird. Dass ein unverschämtes Angebot für Carlos Zambrano noch in die Geschäftsstelle flattert, ist jedenfalls nicht auszuschließen.

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Trippelschritte

Der Paraguayer (nennt man das so?) Nelson Valdez soll nach FR-Einschätzung in der Tat nur Stürmer Nummer 2 / 3 sein, besagter physisch starker Stürmer noch verpflichtet werden. Das ganze, weil Trainer Thomas Schaaf mit zwei Spitzen zu Spielen gedenkt. Wäre das alles so, und käme bald einer wie Stefan Scepovic (zwar “nur” 1,86 Meter) derjenige, könnte man wohl etwas beruhigter sein in Frankfurt – es bliebe aber die Tatsache, dass die Vorbereitung durch viele Fehleinschätzungen und zu spätes Handeln torpediert wurde. Denn beim Blick auf die anstehenden Transfers ist keiner dabei, der als so un-realisierbar, als WM-bedingt “überhitzt” einzustufen ist, als dass diese Verzögerung zwingend nötig war/ist. Die Saison beginnt in drei Wochen, Bange kann einem weiterhin sein, Valdez hin oder her. Aber wenn sie ja mal ordentlich trainieren, ein Team einspielen könnten bei der Eintracht, wäre das ja schon ein wichtiger Schritt. Es wird (allerhöchste) Zeit.

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Kein Mutmacher

Nelson Haedo Valdez. Der nächste Kicker meiner persönlichen untauglichkeits-Liste der Bundesliga. Nach Rob Friend, Tobias Weis und weiteren auf eben jener, zerrt Bruno Hübner den x-ten Überschätzten ans Mainufer.

Wie groß die Not ist und wie verzweifelt die Suche nach Neuzugängen läuft, kann man anhand der Personalie Valdez wunderbar erkennen. Nicht nur, dass man offenbar auf das Netzwerk von Trainer Thomas Schaaf – wie zuvor schon auf Vehs Adressbuch – zurückgreifen muss. Nein, man holt entgegen der Notwendigkeit und der eigenen Aussagen einen 1,78-Kicker anstatt dem 1,90 Meter Brecher (Joselu/Bendtner etc haben diese Größe). Um den will man nun also das Team aufbauen? Einen Mann, der vor 10 Jahren, neben Miroslav Klose spielend, seine mit 9 Toren für ein Spitzen-Team beste Saison hatte? Seltsam. Jedenfalls wirkt es planlos, würde nur Sinn machen, wenn noch ein physisch starker Stürmer käme – was für Václav kadlec, den 3,5mio-Knaller, den Flügel oder die Bank bedeuten dürfte. Zur Info: der angeblich umworbene Stefan scepovic misst 1,86 Meter; auch nicht so sehr Gardemaß, wie man mal wollte.

Valdez also. Viel aufwand, wenig ertrag, der Ruf haftete ihm in deinen Bundesliga-Jahren an. Chancentod, nannte man ihn auch nicht selten. Fakt ist, dass valdez nie ein Knipser war. 9 Tore sind seine maximal-ausbeute, wie angesprochen in einem Spitzen-Team neben einem top-Stürmer. Ansonsten steht seine Ausbeute pro Saison zwischen 1 und 7 Tore – immerhin kommen stets ein paar Vorlagen hinzu. In Valencia spielte er so weiter, traf 8 mal. Doch dann kam erst die Odyssee durch Spanien, England und Russland bis zum Gnadenbrot, das Altenteil (mit gerade mal 30) im Arabischen. Zeugt nicht gerade von höchster Motivation, vielleicht auch nicht dem geballten Können und Interesse im Fußball-Zirkus.

Auf der anderen Seite ist es so, dass Thomas Schaaf ihn formte, ihn kennt, das gute wie das schlechte einzuschätzen wird wissen. Wie so vieles, alles was dem Eintracht-Fan an (Rest)Hoffnung bleibt, hängt auch diese Aufgabe an Thomas Schaaf. Der Mann ist zu bemitleiden, valdez taugt jedenfalls nicht als mutmacher. Wobei man dieser Tage ja schon froh ist, wenn die Vorbereitung mal angegangen werden, das Training nicht mit der A-Jugend aufgefüllt werden muss.

In diesem Sinne: Komm, Nelson, strafe mich lügen, oute mich als dich-nicht-Kenner. Mach mir den Madlung und überrasche mich ähnlich eindringlich und dauerhaft.

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