Geld vs Valdez

Na, das sah doch mal gut aus! Ganz unabhängig vom Resultat hat man über weite Strecken ein gutes Spiel gezeigt. Dass es nicht läuft wie geschmiert, sei es drum, aber es wird besser. Im Kollektiv und Individuell. Das Manko bleibt die Offensive bzw die Bewegung dorthin. Nelson valdez etwa, der sich wohl verletzt hat, kann man (wie seit eh und je) das Bemühen nicht absprechen. Doch die Effektivität, allem möglichen Löcher reißen zum trotz, ist kaum gegeben. Und als er die eine große Tor-Chance bekommt … Das alte Lied vom chancentod – mit der persönlich bitteren Kreuzband-Verletzung, die keinen zu wünschen ist.

Was soll es, wir haben einen ganz guten SGE-Auftritt erlebt. Gegen ein millionenschweres Investoren-Team, das ganz andere, höhere sportliche Ansprüche hat, haben kann, haben muss als dieses Frankfurt. Leider schießt Geld dann eben doch all zu oft das eine Tor mehr als die Kirchenmaus – wieder mal in Gestalt dieses Herrn Arnold, Prädikat jung, Deutsch, talentiert, unbezahlbar und so. Letztlich hat sich die Eintracht – gegen alle Vorzeichen – noch einen Punkt (86. Minute!!!) geholt. Völlig verdient. Und somit, liebe Leute, kann in der Vorbereitung doch nicht so viel verkehrt gelaufen sein. Abbitte ist angesagt – die leiste ich gerne.

Jetzt, in der nervigen Länderspiel-Pause, soll der Fußballgott wieder gesund werden. Für die Qualität des Teams kann das nur gut sein. Also: weiter so! Man freut sich (während Armin Veh fleißig Hände von gegnerischen Trainern schütteln darf).

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Mischmasch

Da hat es draußen 45 Grad, eine Zahl die man am Saisonende gerne auf der SGE-Habenseite verbuchen würde, und liest über den Kauf des nächsten MR.Irgendwers. Mal wieder einer aus dem aufgeblähten Kader des Investoren-Idealisten VfL Wolfsburg, Slobodan Medosevic heißt der. Und wie so viele der vielen neuen Spieler, die in den vergangenen drei, vier Jahren in Frankfurt ihr Arbeitspapier unterschrieben, strahlt er so gar keinen Identifikationswert aus. Frankfurt? Ei jo, einer von 18 Erstligisten, wo man mal Geld verdienen kann. Jung, Deutsch, aus der Region – die Worthülsen, PR-gleich, Geschwätz von gestern. Alle angeblich nicht mehr bezahlbar, die Kicker aus dem weltmeisterland. Traurig. Dann arrangieren wir uns also auch mit diesem Trend – denn am Ende wollen wir alle die Klasse halten, mit trippelschritten zu (irgendeinem) Erfolg kommen. Und wenn Herr Medosevic eben der ist, der dabei hilft – bitteschön. Aus Gründen, die mit Fußball erstmal wenig zutun haben, muss das alles einen aber nicht in extase versetzen. Auch dann nicht, wenn manch selbsternannter edel-Fan das verlangt.

So dann, heute sowohl den Sieg als auch den Spieler mit nach Frankfurt nehmen!

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Fern-Prognose

Auf der anderen Seite des Erdballs, so viel sei vorweg genommen, leidet man nicht minder mit (und durch) Eintracht Frankfurt. Irgendwie gelang es dann nämlich doch, völlig gejetlagged das Auftakt-Spiel gegen Freiburg zu sehen, die 85 Minuten bis zum Schluss-Pfiff (erfolgreich) zu Ende zu zittern.

Was wir da gesehen haben, war das, was ebenso zu erwarten wie zu befürchten war. Mit einem Mü weniger Fortüne (und 5% weniger Trapp) netzt Freiburg 1,2 mal und das Ding geht in die Hose. Müssen uns nix vormachen: die SGE hat, wenn man es mit ihr und der Analyse gut meint, meist einen Ergebnis-Fußball alter schule gespielt. Meint man es schlecht mit Frankfurt, könnte man von glücklichen 3 Punkten sprechen. Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.

So oder so: gelingt es gegen Wolfsburg am Wochenende – mit welchen fußballerischen Mitteln und massgaben auch immer – nochmal derart erfolgreich zu bestehen, kann jener berühmte Selbstläufer-Nechanismus greifen, Dinge gelingen, die sonst nie gelingen. Wahrscheinlicher ist, dass man vom Investorenklub geerdet wird; wobei ja wahrlich keiner abhebt rundum Frankfurt.

Und weil ich das Drama nur aus 19 000 Kilometern Entfernung mitbekomme dieser Tage: Alex Meier, Fußballgott!

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Durchatmen

Eine Überschrift als Antwort auf den erhöhten Pulsschlag vor, an und nach diesem ersten Bundesligaspieltag. Vor allem aber ein ganz persönlicher Vorsatz für die nächste Zeit, für die nächsten Spieltage (ergebnisunabhängig kommt das nach diesem Kick gegen den SCF auch zum guten Zeitpunkt *g*)

Grund: Ich verabschiede mich in eine vorübergehende urlaubsbedingte Blog-Pause, freue mich auf neue (fussballfremde) Eindrücke, einen Siegeslauf der Eintracht und eine geduldig ausharrende und kommentarfreudige Leserschaft nach der Rückkehr. Ein paar (zeitverschobene) Zeilen werde ich aber dann und wann produzieren – neun Stunden Zeitverschiebung werden sicher nicht dazu beitragen, dass ich auch nur eine Sekunde Eintracht verpasse, wenngleich ich diesmal nur am TV zuschauen kann.

Bis bald, liebe Leser!

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Ergebnis-Fußball

Sieg. 70 Minuten lang erduselt, dann hinten raus – als zambrano und Meier spielten – so eine art Sieg-Rechtfertigung erarbeitet. 3 Punkt, das ist das Wichtigste.

Nur so viel: Die rechte Seite mit Ignovski und Valdez ist ungut, Takashi Inui machte vor allem in Halbzeit 1 dort weiter, wo er seit eineinhalb Jahren ist. Und Kevin trapp war wieder mal sehr stark.

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Unwägbarkeiten

Man ist nicht rausgeflogen – im Gegensatz zu anderen Bundesligisten. Das liest man dieser Tage häufig in Foren, Blogs und Meinungsportalen rundum Eintracht Frankfurt, wenn es um die Bewertung der Leistung gegen den Viertligisten Viktoria Berlin geht. Man kann das so sehen, Pragmatismus ist im Fußball angebracht. Problematisch wird es nur dann, wenn man diesen Pragmatismus immer nur dann anlegt, wenn es einem passt. Man kann nicht in einem Atemzug über Gerumpel (“Funkelfußball”) klagen, etwa defensive oder offensiv-träge Spielweisen verdammen, dann aber ein positives Spielresultat in den Vordergrund stellen, das feiern. Da gilt es, Haltung zu bewahren. Als Fan ist man ja opportunistisch genug was das Denken “Feind meines Feindes ist mein Freund” angeht. Ändert aber nichts am Endergebnis für die Eintracht: man ist in Runde zwei.

Am Samstag geht es dann zum 1. von 34 Bundesligaspielen, den SC Freiburg als direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt hat man vor der Brust. Die haben sich ihrerseits gegen Trier ähnlich mühsam über das Feld und in die nächste Runde geschleppt. Alles in allem wirkte das bei den Breisgauern – im Vergleich zu Frankfurt – zwar strukturierter und etwas mehr zügig in Richtung gegnerisches Tor, aber ängstlich musste einen das nicht stimmen. Umgekehrt wird sich das die Freiburger Beobachterschar auch (zurecht) denken. Es läuft also auf ein 1:1, ein 2:2 oder irgendsowas hinaus. Die Quoten für ein Remis dürften bei den halbseidenen Wettanbietern jedenfalls mau sein.

Unterdessen hat die Eintracht bei verletzten Spielern das gemacht, was sie seit zig Jahren macht: Wochenlang warten dass sich nichts bessert, um dann die Operation zu wählen, was wiederum mehrere Wochen der Einsetzbarkeit kostet. Ja, Stefan Aigner wird ein gehöriges Wörtchen mitzureden haben bei der Frage, ob / wann er seinen Körper aufgeschnitten haben will oder nicht. Aber trotzdem ringt einem Eintracht-Fan diese jährlich-grüßt-das-Murmeltier-Herangehensweise nur noch ein müdes Lächeln ab.

Auf dem Transfermarkt will man ja, so der Subtext, durchaus nochmal zulangen. Qualität holen und so. Das wird sicher dann akut, wenn das Spiel gegen Freiburg in die Binsen gehen sollte. Ich für meinen Teil bin weiterhin äußerst skeptisch was das defensive Mittelfeld und die Außernvereidigerposition(en) angeht. Das, was ehemals Prunkstück hätte sein sollen (<- Konjunktiv, weil es das so richtig nie war) hinterlässt mit dem Duo Hasebe/Lanig nicht den dynamischsten, spielerisch sichersten Eindruck. Johannes Flum wirkte da in der Vergangenheit, nach den langen Wochen der Eingewöhnung, solider, gab einem ein gutes Gefühl. Marco Russ als Aggressor brachte da auch ein gewisses Element rein. So oder so: Es mangelt an Tempo, so breit die Sechser-Position auch (zudem mit A. Ignovski) besetzt sein mag. Gerade Ignovski, der ja ins defensive Mittelfeld will und das ein maßgeblicher Grund seines Wechsels nach Frankfurt war, scheint als Rechtsverteidiger nicht wirklich eine Hilfe zu sein. Stellt sich wie immer die Frage: Wie dünn musst Timothy Chandler sein, dass ein Allrounder dem Spezialisten vorgezogen wird? Dass es auf der linken defensiven Außenbahn hakt, ist nicht neu. One-Halbserien-wonder Bastian Oczipka kabbelt sich mit Constant Djakpa, dem im positiven wie negativen Sinne als Irrwisch zu bezeichnenden, Ivorer. Dort herrscht das Prinzip Hoffnung, darauf, dass der eine oder der andere wenigstens keinen Fehler macht.

Das alles gilt es zu beobachten, ggf. zu ändern – und vor allem zu hoffen, dass sich alles gut ausgeht und die Eintracht Sieg um Sieg, Punkt um Punkt einfährt. Bis zur Marke von 36 Punkten, so früh wie möglich. Dann ist erstmal alles in Ordnung. Wir Eintracht-Fans sind ja, entgegen den Äußerungen von Sportdirektor und Vorstandsvorsitzendem, absolut anspruchslos geworden – uns reicht mausgrau, um das Stadion voll zu bekommen und kleinste Erfolge frenetisch zu feiern. Funktionärs-Herz, was willst du mehr?

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Mühen

Der SC Freiburg hat sich nicht minder, nein, mehr noch gemüht gegen seinen Gegner. Trier war vor allem in der ersten Halbzeit nah dran, sogar besser als der Bundesligist.

Fürchten muss man sich also nicht vor Freiburg. Das ist eine gute Nachricht.

Und, aus aktuellem Anlass, folgendes Statement: pro Alexander Meier, in jedweder Hinsicht.

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