Monatsarchiv: Februar 2012

Wenn der Atem versagt

Mit Gesetzmäßigkeiten ist es immer so eine Sache. In der Naturwissenschaft mag das alles recht einfach sein: Mische ich X und Y kommt Z bei raus. Oder so ähnlich. Im Sport, zumal im Fußball, vor allem im Zweitligafußball, sind solche Kausalketten absurd.

Dennoch gibt es einen Verlauf, der sich immer und immer wieder beobachten lässt: Startet ein „Kleiner“ bis zur Winterpause furios, normalisieren sich dessen Leistungen in der Rückrunde bzw. gehen auf ein erwartbares Niveau zurück. Der FSV (HiRu 28, RüRu 10 Punkte),  Rot-Weiß Ahlen (HiRu 24, RüRu:17 Punkte), Erzgebirge Aue (HiRu 29 , RüRu 16 Punkte), Kickers Offenbach (HiRu 22, RüRu 14 Punkte). Und aktuell Eintracht Braunschweig (HiRu 28 , RüRu (bisher) 3 Punkte).

Aber wie entwickelt sich das beim SC Paderborn? Dass sie abreißen lassen werden, scheint nur eine Frage der Zeit. Nur wann? Und auf welchem Niveau. Mal ein Remis hier, ein Sieg, eine Niederlage dort – und gegen wen? Tendenziell wird es den Ostwestfalen so gehen, wie Aue oder einigen anderen Vorgängern: Sie fahren ein sehr starkes Endergebnis ein, landen irgendwo zwischen Rang fünf und sieben und verabschieden sich im Folgejahr ins untere Mittelfeld der Liga. Der personelle Aderlass lässt grüßen.

Was hat das alles eigentlich mit unserer Eintracht zutun, fragt sich der Blog-Leser. Nunja, sie sind zum einen unser nächster Gegner, zum anderen ist meine Hoffnung einfach die, dass sie gegen uns abreißen lassen. Dass nun die sportliche Normalisierung des SCP beginnt. Aber es ist mehr als eine Hoffnung: Im (vor)letzten Saisonspiel – ich zähle 1860 München perspektivisch zum Kreis der Aufstiegsaspiranten – gegen eines der Top-Teams muss und wird die Eintracht dreifach punkten. Auch das als Zeichen an die Konkurrenz. Denn bislang – dank des Skandalpfiff svon Düsseldorf – gab es in den Duellen mit der direkten Gegnerschaft nur den Kampf-und-Dusel-Dreier am ersten Spieltag gegen Fürth. Ansonsten hielt man sich -mit Ausnahme des  St. Pauli-Rückspiels – mit Unentschieden schadlos; ergo: Man verlor keinen Boden.

Jetzt muss es aber darum gehen, Boden, Distanz zwischen sich und die anderen zu schaffen. Paderborn kann die Eintracht an diesem Wochenende aus der Bahn werfen. Woraus sie ohnehin geworfen werden – am liebsten aber doch durch uns, oder?

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Von Tulpen und Toren

Bruce Willis spielte eine seiner besten Rollen als Auftragskiller Jimmy Teduski; in „Keine halben Sachen“. Sein Spitzname lautete auf The Tulip, die Tulpe. Nicht auf diese Blumen-Gattung, sehr wohl jedoch auf den Vornamen Jimmy hört auch ein gewisser Eintracht-Profi. Ein Österreicher und passionierter Angler (am Main!) mit bürgerlichem Namen Erwin Hoffer.

„Ein zweiter Gekas!“ schwadronierten einige in der Internetöffentlichkeit. Ein Dauerparker und Standfußballer, so, wie der eiskalte (Stimmungs)Killer aus Griechenland. Es stimmt schon: Tulpe Hoffer wächst manches Mal fest, dort, wo er sich gerade aufhält. Doch in aller Regel läuft er, ackert und – Obacht – lässt als einzige Spitze Bälle prallen. Nicht abprallen, sondern er legt sie zu den Mitspielern ab, damit die wiederum etwas Gescheites mit der Pille anfangen können. Genau das ist die primäre Aufgabe eines Einzelkämpfers im Sturm: Mit dem Rücken zum Tor geschickt spielen, Bälle annehmen, behaupten – gegebenenfalls Freistöße herausarbeiten – und ablegen. Und wenn sich dann im Zuge eines Angriffs die Gelegenheit ergibt selbst zum Abschluss zu kommen, dann zählt das Tore schießen natürlich ebenfalls zu den Kernaufgaben. Letzteren Aspekt ausgeklammert, macht Erwin Hoffer also genau das, was Theofanis Gekas nicht tat (außer in zwei Spielen). Ein Lob und viele Fleißbienchen für den Österreicher.

Und doch wirkt Hoffer dieser Tage schwermütig. Vielleicht weil er ahnt, dass Mo Idrissou mit den Hufen schart und im System nur Platz für einen Stürmer ist – vor allem, weil Alex Meier davon zu profitieren scheint. Der Lange trifft am häufigsten, wenn er hinter einem und nicht als verkappter 10er hinter zwei Spitzen spielen kann. Schlechte Karten für Hoffer? Nicht zwingend. Denn Idrissou ist noch ein gutes Stück weit weg von der Anfangsformation. Nach seinen beiden Einwechselungen war er bemüht, ging weite Wege, versuchte seinen Körper einzusetzen. So, wie er sich und seine Spielweise von Beginn an in Frankfurt zeigte. Doch fehlt ihm noch die Robustheit, die in der Hinrunde so manches Mal den Unterschied machte – und die wird ihm noch die eine oder andere Woche abgehen. Hoffer hingegen steht voll im Saft, erfüllt seine Aufgabe gut. Er wird, sofern die Ergebnisse und die Spielweise passen, sicher ein gehöriges Wort im Kampf um diese eine Position in vorderster Eintracht-Front mitreden können. Egal, wie fit Idrissou ist.

Doch damit das so ist, oder besser: dass es so bleibt, darf Hoffer in seinen Auftritten nicht derart schwanken, wie er das zu pflegen tut. Denn manches Mal fragt man sich, ob er überhaupt mitspielt. Und das sind dann die wahrhaft Gekas´schen Auswüchse – von denen hat man in Frankfurt wahrlich genug erleiden müssen.

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Wellen und Dellen

Es ist keine zwei Monate her, da ergoß sich eine breite Internet-Öffentlichkeit in Spott, Häme und die üblichen Angst-Reflexe. Gerade ermogelte sich die Eintracht einen Punkt gegen Fürth, es setzte folgend die Niederlage gegen St. Pauli. Nahtlos weiter mit der Trauerflor-Haltung ging es während des Wintertrainingslagers in den Emiraten, den arabischen und vereinigten.

Jetzt galoppiert der Februar vom Kalender und die Eintracht durch die Liga. Plötzlich möchte man sogar Gutes in der Jugendarbeit erkennen. Weil Sonny Kittel spielt und trifft. Das ist übrigens genauso kurz gegriffen wie zu behaupten, dass bspw. die Niederlage gegen St. Pauli ein Fingerzeig gewesen sei. Nein, die zu große Brille ist derzeit nicht angebracht. Weder ist es nötig, die Nachwuchsabteilung und Durchlässigkeit jener in Richtung der Profis zu glorifizieren – denn faktisch tummeln sich viele Junge im Dunstkreis, die wenigsten jedoch im Kader – noch macht es Sinn, nach den zuletzt dominanten Auftritten die Zukunft in güldene Gewänder zu hüllen.

Genau dieses Pendel ins Extreme, das reflexartige Hochjatzen und Runterjatzen, führte noch nie zu etwas Gutem. Wo bleibt das Augenmaß? Gegen Braunschweig gab es bedenkliche Wackler, gegen Düsseldorf war auch nicht alles Gold was glänzt und gegen den FSV gab es mehrere Situationen, in denen ein 6:1 so weit entfernt gewesen wäre wie die Erde von Uranus. Auf der anderen Seite gab es auch vieles, dass sehr gut war. Nicht nur optisch gut aussah, sondern auch effektiv und dominant war.

Ja, ich bin heilfroh, dass so etwas wie Euphorie aufkeimt. Dass selbst Teile der immerpräsenten Big-Brother-Internet-Öffentlichkeit mal aus dem Knick kommen und die Betonköpfe unter ihnen zwangsläufig (temporär) Sendepause haben. Selbst die Giftpfeile in Richtung Alex Meier, Benjamin Köhler und Oka Nikolov fliegen derzeit nicht durch die virtuelle Luft.

Dennoch: Die Nagelprobe dieses bescheidenen Stimmungswandels wird kommen. Und zwar dann, wenn die Eintracht Punkte lässt. Unentschieden, Niederlage – das wird passieren, irgendwann. Vielleicht bald, vielleicht fern. So oder so, es wird es an jenen sein, die dieser Tage die guten Auftritte loben und meinen, jetzt gehe es aufwärts. Fallen diese dann doch wieder reflexartig um, stimmen ein in einen Ätz-Tenor, kommen wir nie aus dieser emotionalen Schiffsschaukel heraus. Es gibt auch etwas zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.

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Der wichtigste Spieler

Zugegeben, die Verletzung und der damit verbundene Ausfall von Pirmin Schwegler schien zunächst ein Schlag in die Magengrube des Teams und der Eintracht-Fans zu sein. Technisch beschlagener, ruhiger Spieler. Mannschaftskapitän (oder so etwas Ähnliches). In der kollektiven Wahrnehmung führen solche Attribute dann zu Kennzeichen wie: Wichtigster Spieler, unersetzlich, Schlag ins Kontor.

Und jetzt, einige Wochen und Ligaspiele später? Matthias Lehmann ist im Team angekommen und spielt sehr stark, setzt sogar Impulse nach vorne. Alexander Meier hat den Vorwärtsgang eingelegt und rennt – mit der Binde um den Arm – überall als Antreiber auf dem Platz herum. Die Offensive entwickelt Zug zum Tor, die Defensive wackelt nur durch Gordon Schildenfelds individuelle Aussetzer.Sicht- oder gar spürbar ist Primin Schweglers Ausfall jedenfalls nicht. War er 2012 in noch keinem Spiel.

Das wirft Fragen auf. Zum Einen, ob das gleichbedeutend ist mit genereller Verzichtbarkeit auf den Schweizer. Dazu ein klares Nein. Denn unabhängig davon, dass er aktuell nicht vermisst wird, ist Schwegler ein guter Fußballer, der diese 10 Prozent Unterschied auf dem Rasen ausmachen kann. Nicht unbedingt durch spektakuläre Aktionen, aber er flößt durch seine spielerische Stärke dem Gegner Respekt ein, zieht Aufmerksamkeit auf sich. Alleine deshalb kann es dem Team nur helfen, ihn an Bord zu wissen. In welcher Rolle auch immer. Das leitet zur zweiten Frage über. Nämlich der, ob der Kapitän so ohne Weiteres in die Startformation zurückkehren wird, sobald er wieder gesund und konditionell wie spielerisch auf der Höhe ist. Die Zeiten der Stammplatzgarantie scheinen unter Veh vorbei, weil endlich – zumal mit Sonny Kittel – 14,15 Leute dasselbe Niveau halten können. Und nicht, wie in den Vorjahren, nur elf davon im Kader stehen; fällt einer aus, wackelt das ganze Gebilde. Für Schwegler bedeutet das – vorausgesetzt Lehmann und Rode halten ihre Form – mehr Kampf als er selbst geglaubt haben dürfte. Das befördert den Verein in eine etwas günstigere Position was die Vertragsverhandlungen mit der Nummer 27 anbelangt. Denn der Klub sieht (zurzeit): Es geht auch ohne ihn ganz gut.  Nicht, dass das so bleiben muss. Aber als Argument bzw. Handlungsanweisung, nicht völlig hysterisch zu werden wenn Schwegler sich ziert, es in den Gesprächen hakt oder er sogar überhaupt nicht bleiben will, ist das so schlecht nicht.

Die jetzige Situation hat jedenfalls nur Vorteile. Schwegler kann die Verletzung in Ruhe auskurieren und muss nicht, wie in der Eintracht-Vergangenheit immer wieder üblich, halbfitt auf dem Platz herumturnen. Eben weil die Kollegen, allen voran sein Stellverteter, ihne ohne Leistungsaball ersetzen (können). Kommt er wieder ins Team, wird er gleich voll einsatzfähig und belastbar sein, das Herantasten wird kürzer ausfallen. Der Verein kann sich anschauen, wie Schwegler nach der Pause drauf ist. Und dann analysieren, wo die vertragliche Schmerzgrenze für einen – nach eigenen Aussagen – ambitionieren Kicker wie Schwegler liegt.

Dass man ihn nach Möglichkeit halten sollte, ist klar. Doch die Leistungen seiner Mitspieler / Konkurrenten im Teams dienen neben allem Sportlichen auch einer Einordnung: Schweglers Stellenwert ist hoch, aber keinesfalls ist er unersetzbar. Aber welcher Mannschaftssportler ist das schon?

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Kleine Sünden

Als in der leeren Münchner Allianzarena die 80. Minute angebrochen war und Necat Aygün den 2:1 Siegtreffer für 1860 München im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf erzielte, trat die alte Weisheit ein: Kleine Sünden straft der liebe Herrgott gleich.

Der Schauspierlzug aus dem Rheinischen erhielt die verspätete Quittung für seine miese Vorstellung von vor einer Woche.  Ich jedenfalls empfinde Genugtuung ob dieses Geschichts-Verlaufs. Sicher, der Eintracht „fehlen“ die zwei Punkte aus jenem Witz-Spiel unwiederbringlich. Stünden diese Zähler auf der Haben-Seite, wäre zum ersten Mal so etwas wie ein Abstand zu den Verfolgern hergestellt, Spitz auf Knopf hätte zumindest vorübergehend Pause. Dennoch: Die Eintracht hat eine wütende Reaktion gezeigt und ein Zeichen gesetzt. Sechs Dinger schießt du gegen eine mittlerweile viel gefestigtere Bornheimer Mannschaft auch nicht mal nebenbei. Und da war ja noch Platz für ein, zwei Tore mehr.

Defensiv war das in der ersten Halbzeit 30 Minuten lang – vor allem wegen einer unteririschen Leistung Gordon Schildenfelds – alles andere als gut. Da hätte ein, zwei Mal Böses passieren können und das Spiel eine andere Wendung nehmen können. Aber das ist Konjunktiv. Und der interessiert nicht. Fakt ist, dass die Eintracht drei Punkte holte, Düsseldorf null und Greuther Fürth einen in Ingolstadt. Und St. Pauli mühte sich auch sichtbar mehr als die Eintracht.

Ein Fingerzeig in Richtung dessen, was in den kommenden Wochen bis Saisonende passieren wird? Ich gehe soweit zu sagen: Ja. Klar, die Eintracht wird nicht als Dampfwalze durch die Liga rollen und jedem Gegner drei bis fünf Tore einschenken. Nein, sie wird nicht jedes Spiel gewinnen, sie wird Punkte lassen. Aber diese Truppe ist gefestigt, sie lässt sich durch Rückschläge – seien es Gegentreffer, seien es Skandale wie im Spitzenspiel – nicht aus der Bahn werfen. Das hat Armin Vehs Mannschaft jenen Eintracht-Teams der Vergangenheit voraus, die durch einige Windböen schonmal sichtbar ins Wanken kam.

Zu verdanken haben wir diese Reaktion der Theatralik Fortuna Düsseldorfs. Die Wut, der Zorn und der damit verbundene Wille sorgte hier für ein jetzt-erst-recht-Gefühl und das dementsprechende Ergebnis. Sollte das am Ende den Ausschlag gegeben haben, nehme ich den Verlust vieler Nerven, den Puls von 240 und die zweieinhalbe Tage andauernde Verärgerung – um es gelinde zu sagen – gerne in Kauf. Alles für den höheren Zweck: Damit unsere Eintracht aufsteigt. Und das, als Sahnehäubchen, Fortuna Düsseldorf auf der Strecke bleibt.

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Einzelkritik vs. FSV Frankfurt

Oka Nikolov: Sehr stark beim direkten Duell gegen Micanski, zwei weitere Paraden. Musste öfter eingreifen als nötig, weil die Verteidigung im ersten Abschnitt weit mehr Druck zuließ als gedacht.

Bamba Anderson: Ruhig, abgeklärt, souverän. So muss ein Innenverteidiger auftreten. In der Spieleröffnung fehlt ihm die Ruhe und Präzision, die ihn in der Hinrunde lange auszeichnete.

Gordon Schildenfeld: Schwer zu sagen, ob es sein miesester Auftritt der Saison war. Die Messlatte liegt ja schon recht niedrig, aber für die erste Halbzeit fehlt eigentlich das passende Adjektiv. Nach seinen drei schlimmsten Fehlern hätten viele andere Gegner vermutlich ein Tor erzielt. In der zweiten Halbzeit sowohl fehlerfrei als auch nicht mehr unter Druck.

Sebastian Jung: In der ersten Halbzeit oft so uninspiriert wie in der Hinrunde. Im zweiten Abschnitt aber völlig anders: Mutig, bissig, mit Drang nach vorne. Defensiv brannte dann auch nichts mehr an.

Heiko Butscher: Erneut nicht so auffällig wie bei seinem Debüt, allerdings hält er seine Seite recht problemlos dicht – beim 4:1 konnte er nur im Raum stehen, trifft ihn keine Schuld. Wenn er mit nach vorne geht, bringt er die Pässe und Flanken in der Regel zum Mitspieler. Spielte das seriös runter ohne zu glänzen, aber das muss ein Defensiver auch nicht tun.

Matthias Lehmann: Pirmin wer? Ein super Spiel, er ist angekommen. Tolle Vorarbeit zum 3:0, auch schon zuvor (und danach weiterhin) mit ganz starken Szenen.

Sebastian Rode: Immer da, immer nah. Erkämpfte Bälle, verlor sie diesmal nicht so zügig wieder wie sonst. Ein klasse Distanzschuss an die Latte, eine Großchance, die man nicht reinmachen muss, aber reinmachen kann. Ließ nicht nach, blieb bissig. Super!

Benjamin Köhler: Starke Pässe in die Spitze, maßgeblich sein Pass vor Hoffers Schuss zum 2:0. Ballsicher, gutes Auge – er hat sich wieder gefangen. Die Standards bleiben sehr dürftig.

Karim Matmour: Mit dem Tor zum 1:0 war er voll im Spiel, war hellwach; vor allem bei den Abstaubern. Davor leistete er sich die gewohnten wilden Unkonzentrietheiten und ein reichlich dummes Foul an Klandt. Hattrick eines Außenmittelfeldspielers – mehr kann man nicht verlangen.

Alexander Meier: Hält seine sehr gute Form. Trieb den Ball oft nach vorne, spulte viele Kilometer ab. Versuchte oft den riskanten Pass, da war aber fast immer ein Fuß dazwischen. Dass er sein Tor macht (3:0) war fast zu erwarten. Seit er die Binde trägt, spielt er so stark wie zu seinen besten Zeiten.

Erwin Hoffer: Seinen Treffer erarbeitete und verdiente er sich durch nimmermüden Einsatz. Spielt die einzige Spitze mittlerweile richtig gut.

Sonny Kittel: Eingewechselt, Tor geschossen und alles Leid nach dem Kreuzbandriss wie fortgeblasen. Gut fürs Team, gut ihn, gut für uns alle. Allerdings feierte er nach seinem Tor im Kopf wohl noch zu lange – denn das 4:1 kann er sich auch ein Stück weit mit anheften, weil er nicht mit zurückging.

Mohammadou Idrissou: Wuchtete sich auch nochmal ins Spiel, schirmte Bälle ab und es wäre sicher nur eine Frage der Zeit gewesen, bis auch er einen netzt.

Rob Friend: Es waren zwar nur acht Minuten, aber sie werden ihm gutgetan haben. Bereitete eine Torchance nach Kombination mit Jung (auf Matmour) gut vor. Bekommt ein Geduldsbienchen.

Armin Veh: Nach dem Skandal von Düsseldorf hat er es offenbar geschafft, die Wut zu bündeln und in ein phänomenales Offensivspiel des Teams zu kanalisieren. Es kündigt sich an, dass Veh genau der Richtige für diese Mannschaft ist.

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Die Temperaturen steigen derzeit, die Formkurve der Eintracht ebenfalls. Es ist also angerichtet, um 13 Uhr geht`s los. Zum zweiten Mal Heimspiel gegen den FSV aus Bornheim. Diesmal mit weit weniger Kult- bzw. Historien-Hype. Knapp 40 000 Zuschauer werden es – klar, ist ja auch nicht mehr August, wo es wohlig warm ist und Papa Heinz auch mal nebenbei, spontan in den Langnese-Familienblock einkehrt. Nein, die Hartgesottenen werden es heute wieder richten müssen. Auf den Rängen, aber auch auf dem Platz.

Die Zweiklassengesellschaft in Liga 2 geht jedenfalls munter weiter, nach dem St. Pauli gestern gewann. In Duisburg. Da hat die Fanfreundschaft – gibt`s die eigentlich noch? – nix geholfen. Natürlich nicht, mag man denken. Und selbst Paderborn, die aber nun heimlich, still und leise Punkt um Punkt, Feder um Feder lassen (natürlich, mag man denken), knallt jetzt in den letzten Minute Ausgleichstreffer in des Gegners Netz.

Aber was kümmert uns das? Temperatur und Form steigen – also auf zu drei Punkten, Eintracht!

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