Monatsarchiv: Juli 2012

Abscheu

Bei allem Realismus, den ich mir zuschreibe: so ein bisschen Romantiker steckt wahrlich auch in mir. Und deshalb ist es für mich schon irgendwie enttäuschend, dass ein langjähriger – wenn auch in 80 Prozent aller Fälle verletzter – Ex-Spieler der Eintracht sicht jedem Ekel-Klub an den Hals wirft. Chris, der ja durchaus bekannt für seine Nähe zum Boulevard ist – unterschreibt in Hoffenheim. Pfui, bäh.

Klar, mir könnte das egal sein. Doch mir will es nicht egal sein, mich peitsch die Abscheu. Wolfsburg, Hoffenheim … das ist für mich der vereingewordene Todesstoß an den Fußballsport. Ich bin müde, die Gründe dafür aufzuzählen. Und ja, ich weiß auch, dass es Bayer Leverkusen – unseren ersten Saisongegner (wie hörte ich? Düsseldorf darf eventuell doch vor vollem Haus spielen, die Eintracht aber nicht? Aha, naja, wie einem die Verbands-Nase gewachsen ist, gelle?!) – schon vorher gab und dass das auch eine Konzern-Truppe ist.

Kurzum: Von Chris war ich nach seinem Abgang aus Frankfurt enttäuscht, von seiner Anbiederung gen Frankfurt als er in Wolfsburg scheiterte und nun von seinem Wechsel nach Hoffenheim. Ich gebe zu, dass ich seinen sportlichen Stellenwert stets geringer eingeschätzt habe als viele andere Beobachter der Eintracht – jetzt ist aber auch das letzte bisschen Respekt meinerseits dahin. Hoffenheim. Pfui, Bäh.

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Der große Zamp(b)rano

Zambrano. Zu ihm sagt ich vor gut zwei Wochen schon alles, was zu sagen war. Meckerkopf, immer am Rande des Platzverweises mit einer Aufmerksamkeitsspanne von 60 bis 32 Minuten. Herrje, bislang ging ich ja mit vielem konform – aber der Idrissou-Abgang stört mich ein wenig, eine mögliche Zambrano-Verpflichtung nervt mich hingegen sehr. Am besten langt man für den noch kräftig in die Geldbörse. Liest sich ja alles etwas  vertrakt, was die Vertragssituation angeht. Falls uns das Glück jetzt tatsächlich hold ist und St. Pauli genötigt sein sollte, ihn wegen Verletzungssorgen zu halten – dann steht die Saison unter einem wahrlich guten Stern 😉

Friend, Tzavellas und Djakpa sind immernoch da, richtig? Noch vier Wochen, dann müssen die hinfort sein. Einzig: wer wird die haben wollen? Kennt jemand noch einen Russen/Asiaten/Araber, der vielleicht …. ?!

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Die Pauke

Paukenschlag, das sind ja so Worte, wie wir Journalisten sie gerne benutzen um unsere Überraschung auszudrücken. Und im Falle des Wechsels von Mohammadou Idrissou nach Kaiserslautern, darf man schonmal überrascht sein. Immerhin trägt dieser einen sehr großen Anteil am Wiederaufstieg. Dessen Kantigkeit, dessen Physis fehlte diesem Team lange Zeit. Jetzt bleibt Mo in Liga 2 – für ihn sportlich eventuell der klügere Schritt, für die Eintracht bzgl. der internen Stimmung vermutlich auch. Mo Idrissou ist halt ein Typ, ein Charakter, einer, der eben auch mal nicht nur das graue Mäuschen gibt. Einen von dieser Sorte kannst, ja brauchst du vermutlich im Team.

Doch bevor man jetzt hergeht und diesen Aspekt des Klimas überbewertet, sollte man sich klarmachen, dass mit Idrissou jemand geht, der non chalant 20 Scorerpunkte abgeliefert hat. Das sportlich unter den Teppich zu kehren, wäre ebenso unfair wie falsch. Das Urteil „wäre eh in Liga 1 nicht zum Zuge gekommen“ fällen aber sicher wieder viele in den Reihen der Internet-Horden.

Ich persönlich bedauere seinen Abschied. Die Eintracht kann die Transfererlöse jedoch mehr als gut gebrauchen. Fraglich bleibt jedoch, wieso man Idrissou ziehen lässt und sich derart hinter Erwin Hoffer klemmt. Denn rein vom Sportlichen her, hatte Letzterer die schlechteren Karten, nicht nur statistisch.

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Schuhschrank

Zugegeben, viele Schuhpaare stehen nicht in meinem Schrank. Und doch würde ich alle darin – sogar mitsamt Schrank – alle gerne in Richtung Deutschem Fußball Bund, genauer gesagt in Richtung der Anzugträger des Verbands werfen.

Es war ja völlig klar, dass nach dem „Gipfel“ – der angeblich der Sicherheit dienen sollte – so ein Urteil gefällt wird.

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Björn freut sich

Es gibt für mich zwei,drei Nationalitäten, deren Defensivspieler ich unvoreingenommen schätze: Italiener und Russen, Osteuropäer generell. Vadim Demidov ist zwar Norweger, aber genetisch und phonetisch ganz offenkundig aus Osteuropa (Riga, Lettland). Das genügt mir vorerst um zufriedem mit dem Transfer zu sein.

Bis heute halte ich Alexander Vasoski für einen der besten Innenverteidiger, generell einen der besten Transfers der Eintracht-Vergangenheit. Demidov weckt in mir die Hoffnung, dass da jemand in dessen Fußstapfen treten könnte. Für die koloprtierten 1,4 Millionen Euro ist das so oder so ein maßvoller Transfer – so viel muss man schonmal ohne Gewissensbisse ausgeben können um die Bückware zu vermeiden.

Bamba Anderson dürfte, je nachdem welche Verträge man da aushandelt, in etwa dasselbe kosten. Und Innenverteidiger Nummer drei? Die Rede war stets von einem „Führungsspieler“, einem etwas erfahreneren Mann. Der Rumäne Dorin Goian, 1,94 Meter groß, 31 Jahre jung und mit vielen Spielen in internationeln Ligen, passt in dieses Profil – zumal er ablösefrei ist. Dann ploppte der Name Alexander Madlung, mittlerweile auch 30 Jahre, hoch. Der ist auch groß, sonst aber nicht so richtig viel. Für ihn als den dritten Neuen spricht, dass er als deutscher Muttersprachler sofort integriert wäre und in dem so sensiblen und auf (verbale) Abstimmung angewiesenen Mannschaftsteil Abwehr gleich problemlos drin wäre.

Solange Kelche wie Zambrano und Sorana an uns vorbeigehen, ist schonmal viel gewonnen. Und jetzt: Freude über Demidov!

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Schlafanzüge

Ich oute mich: Bislang fand ich das neue Heimtrikot gar nicht so schlecht. Sicher, es ist optisch nicht die höchste aller Schulen, aber ich fand es okay. Jetzt, wo ich speziell dieses rot-schwarze Streifentrikot erstmals mit dem Krombacher-Sponsorenschriftzug sah, krächze ich nur noch. Die Werbung sieht aus, wie aufgeklebt, das ganze Trikot wirkt wie ein in Ägypten gefälschtes Stück Stoff.

Nicht, dass es darauf ankommt. Also auf das Aussehen der Trikots. Aber ich Naivling dachte doch ernsthaft, dass nach dem Aufwärtstrend mit Tribaltrikot nochmal etwas passables kreiert wird. Stattdessen muss ich wieder mit einem Billig-Schlafanzug vorlieb nehmen. Schade. Hat Jako eigentlich mehr als Design-Praktikanten im Personalstock? Nein? Ok, ich lege mich wieder hin 🙂

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Bruder Leichtfuß

Sollte die Gerüchteküche tatsächlich das Menü Carlos Zambrano auf den Tisch hieven, bekomme ich schon vor dem Verzehr Magenkrämpfe. Man gehe kurz in sich. Was braucht man bei einem Innenverteidiger definitiv nicht? 1. dauerhafte Konzentrationsschwächen, 2. latente Gelb und Rot-Gefahr, 3. eine Leichtfuß-Mentalität. Schon gar nicht benötigt man einen Spieler, der all das mitbringt, wenn man schon ein bis zwei Spieler im Team hat, die das erfüllen (Djakpa, Lanig). Von der Krankenakte Zambranos möchte ich gar nicht erst sprechen.

Bevor man Geld für einen Spieler dieser Marke ausgibt … nein, ich schreibe den Satz nicht zuende. Müßig. Ich hoffe nur, dass der Name die nächste Nebelkerze ist und bis zum Wochenende zwei andere Namen fix (!) zur Mannschaft stoßen. Denn so ganz allmählich würde es dem Team guttun, mal mit einer Verteidigung trainieren zu können. Ist ja nicht ganz so unwichtig. Schon gar nicht als Aufsteiger, der richtig beißen wird müssen, um die Klasse zu halten.

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