Monatsarchiv: August 2012

34:0

Da freut man sich noch genüßlich über den durchaus unerwarteten Sieg gegen Leverkusen, schon muss man sich mental auf das nächste Spiel vorbereiten. Hoffenheim. Es fällt immernoch schwer, und so wird es bei mir auch stets bleiben, diesen Namen zu schreiben. Trotzdem muss man sich gegen die Truppe verdingen – und trotz des Namens sinds eben keine Dorffußballer mit Bierfäßchen auf den Hüften.

Wer mich kennt weiß, dass das mit der Euphorie für mich so eine Sache ist. Ich mag sie nicht. Eben weil die Geschichte lehrt, dass der Sturz bei diesem Verein sehr schnell kommt. Und aus der Höhe fällt sichs eben härter. Von daher erwarte ich genau das, was ich als Selbstschutz erwarten muss: keinen Sieg. Das ist nämlich jetzt genau die Situation, die dieser Klub gefühlt noch nie beherrschte. Einen angeschlagenen bis ausgeknockten Gegner besiegen und die Früchte halbwegs selbstverständlich einfahren. Gefühlt war die Eintracht stets ein mittelguter Sparingspartner für die Teams, die sich an ihr aufrichten konnten. Und bei Hoffenheim fürchte ich das auch schon wieder. Reißen nix, fallen über die eigenen Füße, aber gegen die Eintracht kommt der Befreiungsschlag.

Und nein, bevor jetzt wieder die Wurf-Äxte aus allen Richtungen fliegen: Ich wünsche es mir natürlich andersrum. Ein 34:0 hätte ich gerne, danach sehne ich mich wie jeder andere auch. Doch gehöre ich eben nicht zur Sorte Mensch, die mit stolz geschwellter Brust umherlaufen und im Brustton der Überzeugung von Erfolgen ausgehen, weil es offensiv ein Spiel lang gut lief.  Sieht das gegen Hoffenheim wieder so planvoll aus, steht die Defensive zumindest einen Zacken besser und pariert Kevin Trapp diesmal alle Bälle so gut wie nach dem 0:1 gegen Leverkusen, bin ich bereit mich etwas mehr zu freuen. Bis dahin bitte ich präventiv um Verzeihung, wenn ich nicht alles und jeden über den grünen Klee lobe. Ich kann halt nicht aus meiner Haut.

So, damit ab zur mentalen Spielvorbereitung.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

Einzelkritik Nr. 1 in Liga 1 vs. Leverkusen

Kevin Trapp: Fehler beim 0:1, den muss er problemlos festhalten. Gegen Aue ein unglücklicher Bock, hier ein  Patzer. Sonst mit guter Strafraumbeherrschen und guten Rettungsaktionen – auch mit der Stirn. Trotzdem: Lässt das Fährmann-Syndrom grüßen?

Carlos Zambrano: Agil, resolut, spielerisch in Ordnung. Ließ Kießling aber bei Kopfbällen in aller Regel alleine, das hätte eigentlich zu ein, zwei Gegentoren führen müssen. Ein, zwei Mal auch mit den gefürchteten verbalen Attacken; da muss man bei ihm leider immer mit einer Dummheit rechnen. Alles in allem aber ein gutes Debüt.

Bamba Anderson: Er wirkt einfach umsichtig, ruhig. Das tat und tut der Abwehr gut. Ihm fehlt noch die Zweikampfhärte. Bezüglich der Leverkusen-Chancen durch Kießling: siehe Zambrano.

Sebastian Jung: Zählte zu den Schwächeren in einem starken Team. Gegen Schürrle oftmals im Hintertreffen. Als Celozzi kam, wurde auch er besser.

Bastian Oczipka: Fahrige erste, starke zweite Halbzeit. Die Halbfeldflanken sollte er vermeiden, der Marsch an die Grundlinie gelang ihm zwei Mal sehr gut. Defensiv mit einigen weniger guten Szenen – trotz allem vielversprechend.

Pirmin Schwegler: Es fällt schwer, ihn ernsthaft zu bewerten. Verliert reihenweise Kopfballduelle im Mittelfeld – nicht verwunderlich, wenn 177cm auf 190cm prallen. Doch dadurch geht der Eintracht oft die Ballhoheit flöten. Auch sein Ballverlust vor dem 0:1 war übel (oder war das Aigner?). Auf der anderen Seite schmiss er sich stark in viele Zweikämpfe, hielt sowohl Bender als auch Rolfes sehr gut in Schach in der Zentrale.

Sebastian Rode: Keines der gewohnt guten Spiele. Verlor zahlreiche Bälle, verstolperte sie und sah beim 0:1 auch nicht ganz glücklich aus beim Hinfallen hinter Bellarabi.

Stefan Aigner: Manchmal scheint er nicht mitzuspielen, dabei rennt er stets die Linie auf und ab. Flog unter dem Radar, dabei war er sehr aktiv – weil er die Bälle schnell abspielte; und dann sein Tor zum 1:1 erzielte. Das war ein richtig gutes Spiel vom rechten Mittelfeldspieler, einer, der Fußball spielt auf dem Flügel und nicht nur sprintet oder abzieht.

Takashi Inui: Das ist einer, der zwischen Genie und Wahnsinn wandeln wird in der Saison. Leichtfertige Ballverluste reihen sich an feine Dribblings mit Zug zur Grundlinie. Er ist mutig, er ist flink – das ist sehr gut. Aber er muss giftiger werden, gerade in der Rückwärtsbewegung.

Alexander Meier: Bekam einen klaren Elfmeter nicht zugesprochen und war in Halbzeit eins derjenige, der seine Füße stets im Spiel hatte, sobald es gefährlich wurde. Im zweiten Abschnitt nicht mehr ganz so aktiv, schirmte vor dem 2:1 aber den Ball geschickt nach hinten ab.

Olivier Ocean: Muss von den zwei Riesen-Chancen eine nutzen. Ging oft in Zweikämpfe, hielt viele Bälle und legte sie nach hinten oder zur Seite ab. Doch sobald es ins Eins-gegen-Eins nach vorne ging, gelang ihm nichts. Da ist noch Luft nach oben.

——

Martin Lanig: Köpft den 2:1 Siegtreffer – er, von dem ich zugegebenermaßen eher wenig hielt. Damit ist schon vieles vergeben und vergessen.

Stefano Celozzi: Den vergesse ich immer, wenn ich an die Neuzugänge denke. Bisher zumindest. Als der Mann reinkam, wirkte das Team plötzlich noch eine Ecke williger – siehe Sebastian Jung. Und dass er sich freistiehlt, den Doppelpass spielt und das 2:1 vorbereitet: wunderbar.

Benjamin Köhler: Rund acht Minuten auf dem Feld, hatte seine Füße nicht mehr im Spiel. Aber mitjubeln durfte er noch, ist doch auch was Schönes!

——

Armin Veh: Wie er abging an der Seitenlinie, wie er den Schiedsrichter anfauchte, sich über die Tore und den Sieg freute – und was er in den Interviews sagte: Gott sei Dank haben wir in Frankfurt wieder einen Trainer, einen richtigen Trainer. Er hat Wort gehalten bezüglich der Spielweise, aggressiv, mutig und teilweise regelrecht wütend im positiven Sinne. Top!

11 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

Sieg gegen Kinhöfer

Torsten Kinhöfer war, ist und bleibt Torsten Kinhöfer – das nur mal vorweg. Und was ich damit meine, darf jeder selbst entscheiden. Wenn er sich etwa den Zweikampf in der 32. Minute anschaut. Oder die Nicht-Abseitsstellung von Aigner in der 10. Minute.  Oder in der 37 Minute die Notbremse an Meier. Ach, was solls. Das war erwartbar. Bei diesem Schiedsrichter bist du eben gezwungen, zwei, drei Dinger zu schießen, die er dir nicht abpfeift, um was zu holen.

Drehst du so ein Spiel, unter diesen Umständen und mit diesen Härten, gibt dir das mächtig Schwung für die ganze Hinrunde. Und genau das ist und wird passieren. Diese Leistung, diese couragierte, engagierte, positiv wütende Leistung des Teams – da kann man nur froh und stolz auf alle sein.

Am Ende sprechen wir zwar erneut von einem Torwartfehler, von einem schlimmen Ballverlust im Mittelfeld während der Vorwärtsbewegung und einem verhängnisvollen Hinfaller von Sebastian Rode – und von einem Oliver Ocean, der mindestens ein Tor schießen muss. Aber: er hat geackert, Bälle gehalten. Da ist zwar noch Luft nach oben, aber: wenn er die Dinger noch macht, wenn er etwas besser und konzentrierter ablegt, haben wir einen sehr guten Fang gemacht im Sturm. Gekas ist jedenfalls endgültig Vergangenheit.

Aber das alles kommt in der Einzelkritik. Jetzt ist erstmal feiern angesagt – weil diese Mannschaft Lust, Spaß macht. Nicht wegen offensiv, defensiv bla bla bla. Nein, wegen der riesen Portion Herz, die sie von Beginn an und bis zum Schluss zeigte.

Von mir gibt es zwei hochgestreckte Daumen. Danke, Eintracht !!!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge

Und nun: Prügel!

Ketzerisch sage ich einfach mal, dass mancher jetzt vielleicht dankbar für einen Martin Amedick – gelernter Innenverteidiger – wäre. Doch weil er ein Laufduell gegen einen der schnellsten Zweitligaspieler verlor, verlor er noch so manch anderes. Perspektive, zum Beispiel. Und dann steht da, wenige Monate später, plötzlich eine Defensive auf dem Platz, die gegen weitaus lahmere Gegenspieler als einen Dominic Kumbela keinen Stich macht.

Und nein, natürlich muss dieses Pokalspiel kein Fingerzeig auf die Leistung am Wochenende gegen Leverkusen, geschweige denn die Saison sein. Dass diese Niederlage aber mehr als nur ein Ausscheiden (mit sehr mauer Leistung hinten wie vorne) ist, zeigt schon ein Blick in die leere Vereinskasse. Da können die Verlautbarungen im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit und Positiv-PR noch so sehr anderes in die Welt setzen. Eine Vertragsverlängerung mit den Diamanten (obacht!) rückt damit ebenso in die Ferne wie Transfers, sichtbare sportliche Erfolge und andere Dinge, die etwa Reputation, Zuschaueransehen und Zuspruch steigern könnten.

Nunja. Jetzt erstmal Leverkusen. Und die Hoffnung auf einen Punkt. Das sollte dann aber doch drin sein bei den mutigen Marschrouten und kessen Kursen, von denen man so liest und hört 🙂

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge

Innere Seufzer

Das Ausscheiden gegen Aue ist wie ein permanenter innerer Seufzer. So tief drin spürte man schon, dass das übel enden würde. Nur so recht glauben wollte man es nicht. Schon gar nicht angesichts der Verlautbarungen im Vorfeld. „Kein normaler Aufsteiger“ sei man. Tja. Kaum gabs die Watschen, gibt man sich dann doch wieder – angemessen – kleinlaut.

Es ist ja nicht so, dass die Abwehr in dem Spiel den Blackout hatte. Na sicher, Heiko Butscher hat das erste Ding versemmelt, Kevin Trapp geht viel zu aggressiv in die eins-gegen-eins-Situation und viele andere Situationen wirkten wackelig. Erwartbar wackelig, muss man sagen. Daraus machte ja niemand einen Hehl. Aber was nach vorne passierte, das ist der eigentliche innerliche Seufzer. Alex Meier mit so etwas wie ansprechender Leistung, mit Drang – und das wars. Seit 2004 ist das im Grunde genommen die Konstante. Was die Flügelspieler anboten, die offensiven wie die defensiven, war bemerkenswert dünn. Dabei verkaufte der Klub genau diese Positionen als Trümpfe.  Gestochen haben sie nicht. Sie spielten streng genommen nicht mal mit.

Gegen Leverkusen rechnet man sich nichts aus, wer tat das im Vorfeld schon? Aber dann steht Hoffenheim auf dem Spielplan. Und schon dort könnte sich zeigen, ob die Unterzahl und Hitze Schuld waren an der Haue in Aue, oder ob die Gründe doch tieferliegen. Wer hofft nicht auf Ersteres?

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge

Einzelkritik vs. Erzgebirge Aue

Kevin Trapp: Wer in solch einer 1 gegen 1 Situation derart aggressiv rauskommt, muss sich über Elfmeterpfiff und Rot nicht wundern. Schwächte seine Mannschaft damit entscheidend. Nicht der Fehler-Verursacher, aber hätte zur Not das Gegentor akzeptieren und dafür sorgen müssen, mit elf Mann weiterspielen zu können.

Oka Nikolov: Konnte sich nicht auszeichnen, machte keine Fehler. Was das für die kommenden Wochen bedeutet, wird sich zeigen. Jedenfalls sollte man angesichts der riesigen unübersehbaren Verunsicherung in der Defensive vielleicht lieber auf einen erfahrenen, ruhigen Torwart setzen.

Vadim Demidov: Sicher ist etwas anderes. Lies sich vor dem 0:2 auch recht lasch austanzen, obwohl die Situation  Rodes Ballverlust in der Vorwärtsbewegung geschuldet war. Wird sich mächtig strecken müssen, um seinen Platz behalten zu können.

Heiko Butscher: Ein schlimmer Faux pas, der den Anfang vom Ende des Pokalspiels einleitete. Seine Auswechslung dürfte ein Fingerzeig sein, dass es für ihn eine kniffelige Saison werden dürfte. Einem Routinier wie ihm, hätte das so zu diesem Zeitpunkt in dieser Konstellation nicht passieren dürfen.

Sebastian Jung: Völlig unpräzise Hereingaben, hielt sonst seine Seite dicht. Gegen einen recht biederen Zweitligisten nicht unbedingt die Höchstnote.

Bastian Oczipka: Spielte er mit? Die Flanken fanden immer nur gegnerische Köpfe, die Ecken waren ganz schwach. Defensiv mit einigen Patzern, musste oft nach Abspielfehlern hinterher rennen – holte aber wenigstens die Gegner zumeist ein. Mager, wenn das schon Erwähnung finden muss.

Pirmin Schwegler: Von der offensiveren Rolle, die er zugedacht bekommen haben soll, war wenig zu sehen. Einmal im 16er mit einer guten Aktion, dann einen 11er reklamierend, der keiner war. Alles in allem: Prädikat unsichtbar, in einem Team, dass generell nicht auf dem Platz war.

Sebastian Rode: Dürfte eines seiner schwächsten Spiele gemacht haben, seit er im Team ist. Hatte zwar nach 5. Minuten die beste Chance für die Mannschaft und danach noch einen guten, abgefälschten Distanzschuss. Doch verlor er unglaublich viele Bälle, baute reihenweise Abspielfehler ein und war maßgeblich am 0:2 beteiligt.

Stefan Aigner: Wie Sebastian Jung, sorgte er dafür, dass vom rechten Flügel auch eher unkontrollierte, meist hohe Bälle ins Nichts, oder zu Ocean flogen, der dann nur nach hinten ablegen konnte. Das war sehr dürftig.

Takashi Inui: Ohne Wertung, weil er nicht lange genug mitmischen durfte. Sein Dribbling vom Flügel in die Mitte mit Schuss aus 18, 19 Metern war aber einer der wenigen Lichtblicke im Spiel.

Alexander Meier: In einem desolaten Team der einzige mit einer passablen Leistung. Spielte kluge Pässe, versuchte sich mal im Abschluss, leitete die drei besten Frankfurter Möglichkeiten unmittelbar ein. Alleine kann die 14 es aber eben auch nicht stemmen.

Olivier Ocean: Wurde von irgendwem immer angespielt. Hoch, halbhoch, flach in den Fuß – aber was soll er mit der Kugel machen? Mit dem Rücken zum Tor hielt er gefühlt jeden Ball. Doch konnte er ihn zumeist nur zurück legen oder quer schieben. So ist das System mit einer Spitze untauglich, weil kein Zug ins Spiel kommt.

———–

Benjamin Köhler: War dann auch im Spiel, in Abschnitt zwei. Richtig bemerkt hat mans auch nicht, wenn erst nach dem 0:2, was ja schon der Zahnzieher war.

Stefano Celozzi: Es wäre unfair, ihn bewerten zu wollen. Schließlich kam er als letzter Abwehrauflöser in ein Team, dass nur noch nach vorne rennen sollte, und das trotzdem arg wenig hinbekam. Daran ist er nicht schuld.

Armin Veh: Reagierte, dazu war er früh genötigt. Aber die Bewegung auf den Flügeln reicht nicht im geringsten aus für ein 4-2-3-1. Hoffer anstatt Köhler zur Halbzeit wäre eventuell die bessere Wahl gewesen, um mit zwei Spitzen spielen zu können. Es wird abzuwarten bleiben, ob die Eintracht dieses System wird durchhalten können. Und was er sich im Tor einfallen lässt. Und in der Abwehr. Überall, eigentlich. Grundsätzlich ist die erschreckende Erkenntnis nach diesem Spiel nämlich, dass es dem Team zu keinem Zeitpunkt – außer den ersten rund 10 Minuten – dem Gegner Schwierigkeiten zu bereiten. Die Mühelosigkeit mit der Aue die Eintracht schlagen konnte, das ist das Bitte.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge

Alles wie immer

So. Wie lange ist es her, dass ich von den markigen Worten sprach, durch die und mit denen man nichts gewinnt? Und schon sind jedem wieder die Augen geöffnet, zumindest einen Schlitz weit, dass es um nichts anderes geht, als irgendwie Rang 15 zu erreichen in der Saison. In der ersten Bundesliga, wohlgemerkt. Konnte man ja im Laufe des Sonntag vergessen, dass man nicht mehr in einer Spielklasse wie Aue kickt.

Ich habe eigentlich schon gar keine Lust mehr, auf dieses Pokalspiel einzugehen. Böser Fehler von Butscher. Was Trapp dann bei 1000 Grad antreibt, statt das quasi unvermeidliche Gegentor hinzunehmen, um dann zu elft den Rückstand aufholen zu können, den Gegner lieber in sichtbarer Aggressvität umzusemmeln … tja. Vielleicht sind es eben Szenen wie diese, weshalb ich nie junge Torhüter im Kasten haben wollte und will. Hurra, Oka ist wieder da. Schwacher Trost. Nach vorne war das ganze auch pralle 10 Minuten angemessen, eine gute Chance von Rode kam rum. Und sonst? Ball von irgendwem irgendwie auf Ocean, der schirmt ihn ab, legt quer oder zurück – mehr passiert nicht. Ja, mit zehn Mann ist doof. Ja, bei 1000 Grad ists doof. Ja, Aue ist seit zwei Wochen im Spielbetrieb. Scheint ja zu reichen, um einen Erstligaaufsteiger (der man nicht sein will, nach eigenem Bekunden) mühelos rauszukegeln.

Hoffenheim und Nürnberg lassen diese Schmach erträglicher erscheinen, als sie de facto ist. Denn es vertue sie keiner: Das Geld, das die Eintracht nicht hat, wollte sie in Teilen im Pokal hereinholen. Zumindest bis Runde drei ein wenig was einspielen, dann ein gutes Los und volle Hütte zu Hause. Und jetzt? Nada. Vielleicht lässt Krombacher ja noch eine Runde springen …

Dass wir dann noch aus gefühlt 34 Ecken auch wieder nix zählbares rausbekommen … naja, all das schreibt und liest sich wie die neverending story. Und genau deshalb nervt dieses Gebabbel im Vorfeld eben so, wo dann von Gott weiß was für Stärken, Spielweisen und Zielen gefaselt wird. Anpfiff zum ersten Pflichtspiel, im einzigen Wettbewerb wo die Chance besteht, bisschen Geld einzuspielen – rumms, Bruchlandung.

Und ganz ehrlich, regt einen das noch auf? Eben weil das alles so vorhersehbar ist, doch eigentlich nicht. Enttäuscht bin ich, na klar, aber aufgewühlt? Nein. Ist einfach alles wie immer, sobald es um ein bisschen was geht und nicht der Trotz mit der Peitsche als Antreiber dahinter steht. Vielleicht liegt das am Mainwasser, an der Luft …

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge