Der leidliche Instinkt

Vor einiger Zeit bemängelte ich die Defensive der Eintracht, sprach die auffallend vielen Gegentore an. Etwas später ruderte ich zurück, nachdem ich die Gegentorstatistik mit denen anderer Teams verglich. Da konnte man durchaus sagen, dass die Eintracht nicht viel mehr Tore kassiert als der Rest des oberen Mittelfelds der Liga – alles im Rahmen von statistischen Ausreißern, könnte man sagen. Und doch gibt es etwas, dass man nicht in Zahlen messen und ausdrücken kann. Es nennt sich Instinkt, Gefühl, ein Stück weit Erfahrung.

Denn nun, viele Spieltage und ein zusammengeschmolzenes Torverhältnis später, bestätigte sich die Befüchtung von damals: Die Verteidigung hält nicht stand, nur einmal gelang es, die Null zu halten (Hoffenheim, 4:0 am zweiten Spieltag). Sie wackelt bedenklich, kann keinen Druck kompensieren.

Ich wünschte, ich hätte mich damals wirklich verzettelt, meine Ahnung wäre unbegründet gewesen. Leider ist dem nicht so, der Skeptiker in mir behielt recht. Mal eine Illusion genießen, das würde ich gerne lernen. Und dann kommt die Eintracht eben doch wieder durch und vermasselt mir das Training. Verdammt.

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