In die Enge getrieben

Zwischen Champions-League-Qualifikationsplatz Vier und Mittelfeldrang Acht liegen sechs Punkte. Das gab es in den vergangenen Jahren nach dem 16. Spieltag so nicht. Zusammengepresst wie in einer Hochdruckkammer kleben die Teams aneinander fest, wer heute die Ambition internationales Geschäft hat, von Europa träumt, kann binnen eines Spieltags rausrotiert sein aus der Schar jener, die sich am Futtertrog nähren wollen. So leider auch die Eintracht. Der 4:1 Erfolg gegen Bremen, ein Spiel, das auch andersherum hätte ausgehen können, verschaffte kurioserweise kein Polster auf die Verfolger. Streng genommen gewann jeder nur denkbare Konkurrent der Frankfurter. Hamburg, Stuttgart, Freiburg, Hannover. Und im Spiel Mainz gegen Mönchengladbach gab es auch keine Punkteteilung, so dass die Rheinländer sich auch mitten rein schoben ins Getümmel.

Vielleicht, und das dürfte die doch irgendwie ernüchternde Erkenntnis der Sensations-Hinrunde sein, reicht am Ende die eigene Stärke nicht mal aus, um die Sensation perfekt zu machen. Eine Schwächephase, zwei, drei sieglose, verlorene Spiele, und man sähe bereits die Rücklichter so manches Teams wieder, das man gefühlt weit hinter sich wähnte. Das Ziel Klassenerhalt, das muss aber jedem klar sein, steht noch mindestens elf zu holenden Punkten voran. Ab Punkt 38 muss man sehen, wie viel Zeit noch ist wo hin zu gelangen. Aktuell profitiert das gesamte Tabellenmittelfeld von erschreckend schwachen Abstiegskandidaten – mal sehen, ob das nach dem Jahreswechsel so weitergeht. Oder wessen Stern peu a peu sinken wird.

Aber vorher gibt es erst noch eine Mission in der Satellitenstadt Hannovers und Braunschweigs aufzulaufen. Der VfL Wolfsburg müsste unserer Truppe eigentlich liegen, da sie trotz mäßiger Punktausbeute eher versuchen das Spiel zu machen als sich bretthart vor das eigene Tor zu stellen. Denn damit, so viel ist mittlerweile erwiesen, können wir gar nicht. Im Gegensatz zu mitspielenden Truppen.

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “In die Enge getrieben

  1. Brezelbäcker Obst

    Und mal ehrlich, an Schalke und Dortmund sollten wir uns jetzt nicht wirklich orientieren. Mir wäre auch ein Polster „nach unten“ lieber. Ich halte die EL nach wie vor nicht für realistisch, aber manchmal, in „schwachen“ Momenten, liebäugel selbst ich mit Europa…
    Davon abgesehen, ein „Überwintern“ auf nem CL-Platz hat noch niemandem was gebracht. Da kommt nämlich blöderweise noch so ne komische Rückrunde! Stehen wir an deren Ende tatsächlich auf Platz 6 (oder besser ^^), dann…bin ich jetzt lieber still, könnte sonst im Sommer übel werden 😀

  2. lykantroph

    Schalke hat verloren, insofern hat doch ein „Mitkonkurent“ Federn gelassen. Dortmund übrigens auch… . Vielleicht sollte man sich lieber freuen, dass der Abstand auf Platz 3 0 Punkte beträgt als darüber nachzudenken, dass wir auf Platz sieben nur 3 Punkte Vorsprung haben, kann zwar schnell gehen, aber wir können auch ganz schnell auf Platz drei überwintern.

    • Da sage ich natürlich nicht nein, wem von uns wäre das nicht das liebste? Aber ich kann nicht aus meiner Haut, ich will nicht auf etwas hoffen, das unerfüllt bleibt um am Ende eine Wahnsinnssaison nicht als solche anerkennen zu können :-/

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