Worte zur Liste

Was lesen meine Augen da bei den Kollegen der Frankfurter Rundschau? Rob Fried, Erwin Hoffer und Dorge Kouemaha stehen auf der Streichliste. Das ist interessant, wirft es doch ein anderes Licht auf die bislang sehr wolhwollend kommentierte Transferbilanz des Vereins.

Zum Thema Friend haben sich alle Betrachter schon rauf und runter geäußert – keiner, nicht mal die größten Skeptiker der Personalie verstanden und verstehen die ad hoc Demission des Kanadiers vor einem Jahr. Dasselbe Unverständnis ließ sich bezogen auf den Österreicher Erwin Hoffer feststellen. Bei ihm wechselten schon in der zweiten Bundesliga Licht und Schatten sehr häufig, man durfte zumindest ahnen, dass er im Fußballoberhaus nur schwerlich in die Spur finden würde. Seine (Weiter)Verpflichtung erschien schon im Sommer bestenfalls als ein Wagnis. Dass das Wundertütenformat bei Dorge Kouemaha mitgekauft wird, konnte der Eintracht nicht verborgen bleiben. Ein bei Verpflichtung schon angeschlagener, letztlich dauerverletzter Spieler taugt nicht als Konkurrenz. Einmal stand er einige Minuten auf dem Platz, da lassen sich für den Zuschauer jedenfalls keine Urteile fällen. Andererseits geht er im Training oft unter, man nimmt ihn nicht wahr. Er existiert vor sich hin – viel mehr ist da nicht.

Dass die Ersatzspieler nicht ohne Grund eher hinten dran sind, es eine Stammformation gibt, in die nicht gleich 3,4,5 Reservisten hineindrängen, ist nichts ungewöhnliches. Kaum ein Verein kann behaupten, dass er die Startformation ständig verändern kann, mit Rotation keine Lücken reisst. Das gilt so auch für die Eintracht. Das Bemerkenswerte an der Frankfurter Personalsituation ist, dass die spielerische Mühe bei so manchem absehbar war und der Klub trotzdem Mühe und Geld in die Verpflichtungen steckte. Die oben genannte Liste könnte man ziemlich sicher auch in gewisser Weise um Martin Lanig, mit Abstrichen Olivier Occean erweitern.

Es wirkt albern, angesichts von Rang vier in der Liga und der Art und Weise des Frankfurter Spiels, eine Grundsatzfrage zu stellen, wie ich das in diesem Beitrag ein Stück weit tue. Das Ergebnis rechtfertigt den Weg dorthin und so viel kann der Verein nicht falschgemacht haben, wenn er als Aufsteiger nach der Hälfte der Spielzeit dort steht, wo er steht – mit Aussicht auf Erreichen des Saisonziels Klassenerhalt. Dennoch soll das Geschriebene dazu beitragen, künftig die Sinne zu schärfen, die Wahrnehmung zu erden (auch meine eigene). Fakt ist nämlich, dass die Top-Transfers Kevin Trapp, Stefan Aigner und Takashi Inui einer Mehrzahl von Neuzugängen gegenüberstehen, die in dem Maße arge Probleme haben, Schritt zu halten, wie die Genannten zu überragen wissen.

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