Jammern vor dem Jubeln

Entwarnung! Rob Friend bleibt bei der Eintracht! In etwa so hätte wohl eine Schlagzeile ausgesehen, wenn der Kanadier jemals über die Statistenrolle hinausgekommen wäre. Über die Irrungen und Wirrungen dieses Transfers ist vieles, vermutlich alles schon gesagt und geschrieben worden. Neu ist, dass es offenbar ein Angebot aus der Türkei gab, das der Stürmer erst annehmen wollte, dann aber doch ablehnte. Optimisten vermuten vielleicht dahinter, dass es ein – vielleicht auch für den Verein – besseres Angebot gibt, es trotz allem nur eine Frage der Zeit ist, bis Friend bei der Ehre gepackt wird und nochmal seinen Beruf auszuüben gedenkt. Dabei liegt offenbar nichts ferner der Realität. Niemand kennt die Vertragsdetails, die Summen, die darin festgehalten sind. Und seien wir ehrlich: Wenn der Arbeitgeber jemandem ein fürstliches Gehalt anbietet, zumal in dessen Karriereherbst, diesen Jemand dann recht ungeniert abserviert, darf er keinen demütigen Gegenüber erwarten, der mal non chalant zu einem dahindümpelnden Zweitligisten in der Türkei (!) wechselt. Schon gar nicht zu finanziell schlechteren Bedingungen, wenn dem so gewesen sein sollte. Rein menschlich, diese Entscheidung des Rob Friend.

Leider, und damit will ich es bewenden lassen, hat es die Eintracht geschafft, sich binnen kürzester Zeit abermals einen finanziellen Klotz ans Bein zu binden, dessen man sich mit einer Abfindung entledigen will/muss. Was bei Ioannis Amanatidis seinerzeit schon äußert fragwürdig war, wiederholt sich auf der menschlichen Ebene erneut. Das ist zumindest kein Ruhmesblatt für den Verein. Und doch ist, wie immer im Leben, mit jedem Fehltritt die Hoffnung auf Läuterung und Besserung verbunden – wenn man denn lernen möchte.

Apropos lernen: Erwin Hoffer und Dorge Kouemaha werden ja offenbar auch auf die Planke geschickt, um sie im Ozean des Profizirkus zu versenken. So ganz unvorhersehbar war das ja nicht; bei dem einen aufgrund einer Licht-Schatten-Saison im rot-schwarzen Dress, bei dem anderen aufgrund einer Dauerverletzung plus vormaliger Schattensaison.  Doch ob ein (finanziell teurer, charakterlich schwieriger) Srdjan Lakic der Adel zuteil werden kann, die Erkenntnis eines Lernprozesses zu sein? Pheeeeew, er tut sich schwer, dieser schreibende Fan.

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