Die Feinde des Vereins

Was einmal im Internet steht, verschwindet nie wieder. Und weil das so ist, schreibe ich all das nicht, was ich zum Thema Fans von Eintracht Frankfurt verfassen möchte. Jedenfalls schäme ich mich dafür, dass gewisse Elemente dieselben Farben tragen wie ich, wie die vielen zehntausend Frankfurt-Fans, die wie Vieh mit der Mannschaft leiden. Dass Selbstdarsteller und Pseudo-Revoluzer, dass Leute mit zu viel Zeit und zu wenig Bildung Leuchtspuren auf das Feld, auf die Spieler schießen. Dass sie den Schiedsrichter zwingen, das Spiel zu unterbrechen und damit den Spielfluss der eigenen Mannschaft komplett zerstören. Dass Geldstrafen, Punktabzüge, Geisterspiele in Aussicht stehen.

Wieder einmal haben es die Szenen bewiesen: Es sind nicht 5,6 dumpfe Außenseiter, die stören und den Sport mit ihrer pathologischen Pzromanie kaputtmachen. Es sind Hunderte, die Pryos zünden, jolen und mit Beifall und Gesängen all das unterstützen. Sicherheit? Das sollte nicht länger die Diskussionsgrundlage rund um dieses Thema sein. Vielmehr die Tatsache, dass das Spielgeschehen regelrecht manipuliert wird, wenn eine Partie unterbrochen werden muss. Es gibt wohl niemanden der nicht bemerkte, wer bis zur 15. Minute in Leverkusen am Drücker war – und wer danach den großen Bruch zu verkraften hatte. Mit dem folgerichtigen Resultat auf der Anzeigetafel.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Schotten dicht zu machen. Meinetwegen sollen sie die Stehblöcke, die Auswärtsblöcke schließen. Bevor diese Elemente weiterhin die Gelegenheit bekommen, ins sportliche Geschehen einzugreifen, das Spiel zu ruinieren, ist das wohl leider die bessere Lösung. LEIDER, ich schreibe es groß. Lange dachte ich durchaus anders, sowieso differenzierter, hoffte auf einen sozialen Reflex. Aber Selbstreinigungskräfte existieren nicht , erkennbar für jeden. Wenn ein Capo, oder irgendwelche anderen Rädelsführer mit dem Mikro die Stimmung anheizen sobald es brennt – worüber gibt es dann noch Redebedarf? Autonome Gruppen, flache Hierachien, offenbar hat niemand das Sagen, die Kontrolle. Also muss man sich als Verein, als Verband, als Behörden die Kontrolle übernehmen. Die Privilegien mancher verdächtiger Gruppen einzudampfen, ist das Mindestes, was geschehen sollte. Bastelstunde und Chorprobe fallen dann eben aus, auch gut, braucht der Fußball nicht.

Ja, ihr Freunde des Feuers, bevor ihr die Chance erhaltet, den Erfolg meines Vereins weiterhin zu gefährden, will ichs lieber wie in England – ja, in ENGLAND –  haben: Ihr seid jedenfalls verzichtbar, ihr kämpft für nichts und niemanden, außer für euren Narzismus, euer Ego. Ihr seid die Feinde des Vereins.

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “Die Feinde des Vereins

  1. Roswhita Münchbach Karlshöhe Ludwigsburg

    Du Hurensohn ich bin KSC und FCK Fan also halt deine dumme fresse sonst mach ich dich kaputt du dummer Hurensohn ich ficke ich dich du Hurensohn einer Mutter ich bumse dich du drecksack du dummer !.

  2. Sebastian Weber

    Fast komplette Zustimmung, es geht einfach nicht, dass sogenannte Fans es schaffen ein Spiel so zu beeinflussen. Aber bevor ich die Plätze abschaffen würde, würde ich personalisierte Tickets vergeben, mit dem Hinweis, dass evtl. Strafen auf den gesamten Block umgelegt werden. Wer bei zwei Spielen dabei war wo es geknallt hat bekommt 1 Jahr kein Ticket mehr. ist man danach bei noch einem Spiel war es das auf Lebenszeit. Ich denke, dass jeder der einmal blechen durfte und somit am Abgrund steht alles tut um einen Ausschluss zu verhindern. Aber ansonsten gebe ich dir zu 100% recht dann gibt es eben keine Choreos usw. vor 1997 hat der Fußball und seine Fankultur auch gelebt.

    • schwätzer

      hahaha. warst du mal vor 97 im stadion? also in den 90ern, als die hools das geschehen dominiert haben? als im g-block so gut wie gar nix los war und allgemein stimmung wie in aalen war? als man auswärts in schalke, köln, hamburg schon bei der ankunft mit clips beschossen wurde? als reichskriegsfahnen fröhlich gewedelt wurden? als suffschlägereien untereinander im gästeblock an der tagesordnung waren? als der schnitt unter 30.000 lag und das stadion nicht einmal in einer saison ausverkauft war? als in frankfurt die nase gerümpft wurde, wenn man erzählte, dass man zur eintracht geht?

      • Ja, war ich. Und ich erinnere mich als Bub auch noch an Zeiten, wo mal dieser, mal jener Fanklub, oder diese oder jene Kleingruppe einen Gesang anstimmte und es keine Uniformität in der Kurve bedurfte. Aber das ist gar nicht das Thema. Sollen einige Verdienste im Gestern als Grundlage dafür dienen, im Heute aktiv mit verbotenen Mitteln ins Spielgeschehen einzugreifen? Dazu sage ich nein. Denn genau das ist am Samstag passiert. Die Zündelfreunde sind dem Team reingegrätscht, nach der Feuershow war der Lauf bei der Eintracht aus, Leverkusen war sortiert und auf Frankfurt eingestellt. Ich danke den Ultras oder welcher Subgruppe auch immer, dass sie die offensichtlichen Nazis verjagt haben und für ihren Einsatz; aber ich bin nicht bereit deswegen quasi automatisch ein Verhalten gutzuheißen, wie jetzt wieder. Denn es geht da niemandem um ein Erbgut, um die Fußballkultur und Co. Das sind Schein- und Schutzargumente. Die Ultras haben ja offenbar nicht mal mehr eine Definitionsmacht in der Kurve, wenn sie sich nun schon von der Show am Samstag distanzieren. Ergo haben wir ein Problem mit radikalisierten, wohl wechselnden, unabhängigen Kleingruppen/Cliquen, die aber von hunderten Passiven in ihrem Tun unterstützt werden. Weil sie so naiv sind und tatsächlich daran glauben, es ginge um etwas anderes als um die Befriedigung eigener Egos und Provokation.

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