Auf geht’s, Srdjan schießt (k)ein Tor!

Eben noch in der Arztpraxis gewesen, schon scheint der Platz in der Startformation Eintracht Frankfurts sicher zu sein. Es gibt wohl niemanden, der Srdjan Lakic nicht einen ähnlichen Einstand wünscht wie einst Martin Fenin, der in seinem ersten Spiel gleich einen Hattrick (gegen Hertha BSC Berlin) schnürte. Drei Tore, drei Punkte – wenn das die Ausbeute des Kroaten gegen Hamburg am Wochenende wäre, würde keiner Nein sagen. Über das, was danach im Falle des Tschechen – der übrigens mittlerweile wieder in seiner Heimat unter Vertrag steht – geschah, verlieren wir besser mal kein Wort.

Denn schließlich soll man ja offen und frohgestimmt durchs Leben gehen. Von daher lege ich meine Sorgen rund um den Stürmer Srdjan Lakic vorübergehend beiseite und gebe ihm die Chance, die sich grundsätzlich jeder im Leben verdient hat. Nicht eine, auch nicht zwei – drei Chancen stehen jedem vorneweg zu. An Toren, das ist jedenfalls klar, werde ich ihn nicht messen. Schießt er welche, ja, schießt er viele, ist das gut. Aber spätestens seit Stehgeier Theofanis Gekas durch Frankfurt schlich, müsste jeder wissen, dass ein Torjäger (Pardon, ein eiskalter Killer *hust*) auch ein Fluch sein kann. Nein, Srdjan Lakic hat einen denkbar einfachen Job. Die Fußstapfen, in die er tritt, sind klein. Läuft er viel, hält er Bälle, gewinnt Zweikämpfe und entlastet Alex Meier in der zentralen Offensivposition, bin ich zufrieden. Für das fürstliche Gehalt, das er trotz allen gegenteiligen Bekundungen wohl erhalten wird, scheint das wenig, zu wenig zu sein. Aber mehr zu verlangen ist weder fair noch realistisch. Von einem Spieler, der lange nur Trainingsleibchen überstreifte und erst ein halbes Jahr lang in der Bundesliga funktionierte, kann man nicht mit einem Mal den Durchbruch erwarten oder gar verlangen. Er muss seinen, den modernen Job eines Stürmers erfüllen. Und Toreschießen ist da heutzutage eben nur ein Teil der Berufsinhalte. Seine Chancen, seine Chance zu nutzen, stehen also wahrlich nicht schlecht.

Dass gestern in einem Nebensatz noch die Information lanciert wurde, dass Erwin Hoffer es Benny Köhler gleichtut und gen Kaiserslautern weiterzieht, ist zwar nicht überraschend. Sehr wohl aber die Vermutung, dass bis morgen noch ein weiterer Stürmer aus dem Hut gezaubert werden könnte. Spekulationen sind erlaubt. Zumindest noch rund 24 Stunden lang. Feuer frei!

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