Einzelkritik vs. Hamburger SV

Kevin Trapp: Sicher, konzentriert – und zu oft gefordert. Seine Abschläge kamen häufig zu ungenau, beschleunigte das Spiel im zweiten Abschnitt ohne Not.

Carlos Zambrano: Oft gut, aber rückt zu oft mit ins offensive Mittelfeld und steht damit zu hoch. Dazu ein, zwei magere Abspiele. Ansonsten gewohnt resolut und gut.

Bamba Anderson: Nah dran am tadellosen Spiel, bis ihm ein Lapsus beim Kopfballduell gegen Rudnevs unterlief. Bügelte er stark aus. Gute Partie, weil sicher und kompromisslos.

Sebastian Jung: Starke Partie, defensiv wie offensiv. Räumte alles ab, was auf ihn zu kam und bildete das Fundament für Stefan Aigners Galavorstellung.

Bastian Oczipka: Sein Stellungsspiel ist zum verzweifeln, hüpfte sogar einmal unter dem Ball durch, legte einmal per Kopf mustergültig auf Son ab. Ansonsten defensiv besser als lange gewohnt, offensiv okay. Zählte an einem starken Team-Tag aber zu den Schwächeren; auch, wegen manch defensivem Eins-gegen-Eins-Gefuddel.

Sebastian Rode: Ist nicht in der Form, in der man ihn kennt. Stand nicht gut zum Mann, spielte keine guten Pässe. Steigerte sich aber im Laufe der Partie merklich.

Pirmin Schwegler: Ganz stark, ordnete das Spiel, bewies Übersicht und von Minute 1 bis 90 geradlinig in der Spielweise. Prädikat: unersätzlich.

Stefan Aigner: Ein Einserspiel. Nicht nur wegen seiner zwei bärenstarken Torvorlagen, sondern weil er seine Seite nach Belieben im Griff zu haben schien. Vielleicht sogar sein bestes Spiel in schwarz-rot – und er hat ja schon einige gute absolviert.

Takashi Inui: Von der Brillianz der ersten Wochen ist nicht mehr viel übrig, verhaspelte sich ein ums andere Mal und ermöglichte dem Gegner Tempogegenstöße. Hat immer seine Lichtblicke, bringt dann Tempo ins Spiel. Aber insgesamt ist das derzeit etwas zu wenig.

Alexander Meier: Eine Bude – und damit den Deckel drauf – darf er machen in diesem Spiel. Hatte zwei, drei gute Gegelegenheiten dazu und scheiterte an Pfosten und Adler. Emsig, gewann fast alle Kopfballduelle und half defensiv aus. Gut, ohne – wie so oft – zu überragen.

Srdjan Lakic: Alleine seine zwei Tore rechtfertigen eine gute Bewertung. Viel mehr aber noch die Tatsache, dass er genau das umsetzte, woran es dem Team bislang mangelte: Er lief viel, behauptete unetwegt Bälle und hätte sogar, wenn der Schiedsrichter nicht manchen Zweikampf gegen ihn gewertet hätte, noch mehr brilliert. Das war insgesamt sehr stark.

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Armin Veh: Respekt, immer wieder Respekt dem Trainer. Widrigkeiten gab es unter der Woche genug, Stichwort Transferschluss. Er hat die Wundertüte Lakic imnu zur Bereicherung geformt, ein weiterer Sieg ist die Folge. Ein Sieg? Nein, mehr als das. Es ist der Klassenerhalt. 36 Punkte, das langt seit vielen Jahren schon zum Verbleib in der Bundesliga. Ihm, wie der ganzen Mannschaft, sah man die Freude und Erleichterung ob dieser Tatsache in den Gesichtern an. Armin Veh leistete und leistet super Arbeit in Frankfurt – vielen Dank dafür!

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