Einzelkritik vs. Borussia Dortmund

Kevin Trapp: Dass es keine Klatsche wurde, lag – wie so mancher Punktgewinn der Vergangenheit – an ihm. Chapeau. Trotzdem muss er einem leidtun, irgendwie.

Bamba Anderson: Ruhig, abgeklärt, solide, verhinderte das vorzeitige 0:3. Als einer der Wenigen mit einer guten Leistung, mit Abstand bester Feldspieler Frankfurts.

Carlos Zambrano: Anfängerfehler vor dem 0:1, ohne Not den Gegner mit dem Rücken zum Tor attackiert. Er geht mit Wucht in Zweikämpfe, ist da zu bissig. Das Ding war vermeidbar. Danach, aber gegen keinen Stürmer mehr, in Ordnung.

Sebastian Jung: Wenn das Spiel für etwas gut war, dann für Anschauungsunterricht bei Marcel Schmelzer. Nach vorne brachte er nichts, hinten war es wackelig. Mag sein, dass es für Inter Mailand gegen AC Siena reicht. Sollte sich vor Ende März klar werden, was er will. Sonst schaltet er das Interesse an seiner Person selbst Stück für Stück aus.

Bastian Oczipka: Noch einer der Besseren, auch in den vogelwildesten Phasen. Hielt Blasczykowski in Schach. Offensiv versandeten seine wenigen Flanken allerdings auch.

Pirmin Schwegler: Genießen wollte er das Spitzenspiel. Das tat er, sichtbar für alle. Bock vor dem 0:1, lässig und fahrig. Als Dortmund mal runterschaltete, zumindest nicht mehr überfordert und näher dran am Schwungrad.

Sebastian Rode: Es wird menschlich, sehr menschlich was er zeigt. Das 0:2 muss er sich ankreiden lassen, im Stile eines C-Jugendlichen. Die Dynamik ist dahin, die Ballkontrolle wird nicht besser. Vor dem Tor so gefährlich wie Baby Born. Sollte sich klar darüber werden, dass ihm für die großen Adressen noch einiges fehlt.

Takashi Inui: Fleißig war er. Aber wie schon seit geraumer Zeit einfach ineffektiv. Seine Schüsse sind ein Ärgernis und von schnellen Bewegungen im Oberkörper alleine lässt sich halt auf dem Niveau keiner mehr täuschen.

Stefan Aigner: Unsichtbar. Von ihm kam gar nichts. Die Auswechslung nach einer Stunde war überfällig.

Alexander Meier: Musste immer wieder an die Mittellinie zurück um das zutun, was das Mittelfeld nicht zustande brachte: Irgendeine Form von Aufbauspiel. Bemüht, Fleißpunkte, aber auch ohne Durchschlagskraft.

Srdjan Lakic: Ärmste Sau auf dem Platz, wie schon in der Vorwoche ohne jede Zuarbeit aus dem Mittelfeld. Da kann er laufen und köpfen wie er will; eine gute Chance. Seine Leistung ist eigentlich kaum zu bewerten.

——–

Olivier Occean: Gute Kopfballablage vor Lakics Tor-Chance … danach fiel das 0:3. E kam in ein verlorenes Spiel.

Armin Veh: Er wird das Ganze einzuordnen wissen. Ein Genickbruch ist eine Niederlage, nicht mal eine solch klare, gegen Dortmund nicht. Die Anfangsviertelstunde, an der wird auch er zu knabbern haben. Da war Larifari im Spiel, da fehlte die Linie, die Körperspannung, die Konzentration. Es kann ihm nicht gefallen haben, wie das Team die Einladung der Roten Karte verpuffen ließ. Das war von vorne bis hinten zu wenig, vor allem, da man nicht mal in Überzahl das Spiel gestalten vermochte. Ab jetzt beginnen die Wochen der Weichenstellung – mit Freiburg beginnt es am Freitag, die Wochen darauf geht es hintereinander gegen eine ganze Schar jener, die zur direkten Konkurrenz um Platz 6 werden. Aufrichten und aufpassen ist angesagt.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Einzelkritik vs. Borussia Dortmund

  1. Staniii

    Bisschen Konzentration ist gut. Das was da am Samstag lief war die Fortsetung vom Nürnbergspiel. Wenn Schwegler aus dem Spiel genommen wird, bleiben fast nur noch die IV als „Spielmacher“ übrig weil im Mittelfeld selbst die einfachsten Pässe über 5-10m nicht ankommen. Das muss wieder besser werden.

  2. Olli P.

    Dortmund war zwar klar besser – hat uns auch mit 10 Mann streckenweise gut unter Druck gesetzt. Aber das Spiel hätten wir nicht verlieren müssen. Die Anzahl der Offensiv-Fehlpässe war beängstigend hoch. Am Anfang mal völlig von der Rolle und völlig delitantisch auf Abseits gespielt.
    Irgendwer trifft dann beim Stand von 2:0 das leere Tor nicht. Die Pause kam leider viel zu früh. Occean drischt knapp neben das Tor und Inui fliegt wegen meckerns – nicht wegen dem Foul.
    Da hat heute lediglich ein bisschen Konzentration von allen gefehlt. Mit der Niederlage kann ich leben, aber sie wäre vermeidbar gewesen.

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