Zwickts im Rücken, schrillt der Alarm

Sobald ich bei einem Eintracht-Spieler von Rückenproblemen lese, schmerzt es auch in meinem. Zu präsent sind die monatlichen Krankeneinträge beim Ex-Defensiven Chris. Nun bekommt der nervöse Frankfurt-Fan in Nebensätzen erklärt, dass Srdjan Lakic seit langem schon mit einem maladen Rücken zu kämpfen hat. Den Teufel muss ich ja nicht gleich an die Wand malen, aber bei mir klingeln sämtliche Alarmglocken wenn ich sowas mitbekomme. Gerade bei Spielern, die eine Stange Geld gekostet haben und jeden Trainingstag für die Integration ins Team gebrauchen können. Jetzt sieht es also danach aus, dass gegen Freiburg Karim Matmour zum Einsatz kommt. Jenem Außenmittelfeldspieler, dem man das Bemühen im Zentrum nicht absprechen kann – aber er ist untauglich als Spitze, zumal gegen die zweitbeste Abwehr der Bundesliga wird er blass bleiben. Dann doch lieber den geschundenen Olivier Occean. Dieser zeigte gegen Dortmund in einer halben Stunde wesentlich bessere Ansätze als das noch vor kurzem der Fall gewesen ist. Alleine die clevere und technisch anspruchsvolle Kopfballablage auf Lakic (Schuss knapp am Tor vorbei in Halbzeit zwei) war ebenso produktiv wie sehenswert. Mein Plädoyer, falls Lakic – wonach es aussieht – nicht wird spielen können im Breisgau: Den Spezialisten der Improvisation vorziehen.

Chris, von dem ich oben sprach,  knüpft übrigens auch bei seinem zweiten Investorenklub nahtlos an den Krankenhausmarathon an. Es ist im Rückblick schier unbegreiflich, wie die Eintracht sieben Jahre an ihm festhalten konnte. Es ist ja nicht so, dass es jemals Anzeichen gab, dass sich sein Körper urplötzlich zum Stahlkorpus entwickelt. Zum Glück ist das Kapitel Gladiator vorbei; auch so ein Trieb, den es überfällig war abzuschneiden. Auch wenn es drastisch klingt, sorry.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Zwickts im Rücken, schrillt der Alarm

  1. Herr Schnitzelmann alias Einstein

    Gut ist, dass der Spieler vor der Verpflichtung einen Medizincheck absolvieren musste.
    Was die da wohl gemacht haben?
    Aber die medizinische Abteilung der Eintracht hat schon ganz andere Böcke geschossen, da ist eine nicht erkannte, schon länger andauernde evtl sogar chronische Rückenverletzung eigentlich noch harmlos.
    Obwohl die Frage erlaubt sein darf, wenn ich als Sportmediziner einen Spieler auf seine Tauglichkeit als Sportler testen soll und ihn für tauglich erachte, dann aber nach getaner Arbeit herauskommt, das der Spieler Rücken hat, dann ist da in etwa so, als wenn man einen Rennwagen zur Pole-Position schiebt und dann im Rennen erst merkt, dass man abgefahrene Reifen drauf hat. Irgendwie schon merkwürdig.

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