Die Enge

Ein Abstiegskampf, der keiner ist. Ein Meisterschaftskampf, der keiner ist. An den extremen Enden der Bundesliga ist seit geraumer Zeit vieles schon entschieden. Einzig das Gerangel um die Position vier, fünf und sechs wird bis zum Saisonende Spitz auf Knopf stehen. Die halbe Liga macht Hatz auf diese drei Ränge, sie verheißen internationalen Glamour ab August 2013.

Nur deutet sich ein Schneckenrennen an. Eine Mannschaft siegt heute, verliert morgen. Mal gibt es Punkte gegen einen direkten Konkurrenten, dann setzt es die Niederlage gegen ein Kellerkind. Dann folgt das Remis gegen einen Tabellennachbarn und schon kann niemand mehr so richtig deuten, welches Team aktuell eigentlich im Aufwärts-, welches im Abwärts- und welches vielleicht in so gar keinem Trend steckt.

Eintracht Frankfurt hätte das Spiel gegen Mönchengladbach gewinnen können, ja, müssen. Freiburg war gegen Nürnberg der Niederlage näher als dem Sieg und Hamburg lässt zuhause zwei Punkte gegen den 18. aus Fürth auf dem Feld. Schalke findet indes zurück in die Spur, Mainz macht so oder so weiter mit bei der Musik der Europa-Anwärter. Hannovers mittelfristiges Schicksal wird sich gegen die Eintracht in einer Woche entscheiden … Die Enge zwischen dem Vierten und dem Neuten, Zehnten, Elften ist nicht nur anhand der Punkte offensichtlich. Auch spielerisch trennt kein hauchdünnes Blättchen die Kontrahenten-Schar.

Welche Rolle spielt Eintracht Frankfurt in dieser Konstellation? Der Puffer, der vor kurzem mal sechs Punkte auf Rang sieben betrug, ist dahin. Angesichts der Flaute beim Toreschießen und der Tatsache, dass man mittendrin steckt in den Wochen der Wahrheit, zeigt der Pfeil nach unten. Durchaus auch tabellarisch. Klar ist, dass die Eintracht mit hamstern nur noch ein, zwei Wochen in den verheißungsvollen Rängen verweilen wird können. Ohne Dreier, zumal ohne Siege gegen zwei, drei direkte Konkurrenten zwischen Rang fünf und acht, wird der große Wurf definitiv nicht gelingen. Das ist eine Binse. Jedenfalls steht am Sonntag in einer Woche die Frage im Raum, ob endlich die 40-Punkte-Marke übersprungen wird. Diese Hürde, mit den Personaldebatten die daran haften, wird zusehens zur Last. Sportlich brennt nichts mehr an, der Klassenerhalt ist fix. Aber die Verträge … Nunja, es wird kein Zufall sein, dass die Leistungen des Teams in dem Maße schwächer wurden, wie einige Spieler sich ins Feilschen stürzten. Es wird höchste Zeit, dass wieder Klarheit in die Köpfe einzieht. Wenn nicht gegen Hannover, dann wohl gar nicht mehr.

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