Fruchtlose Dominanz

Zurückzukehren zum Sport ist gar nicht so einfach, wenn man über die strukturelle Zukunft des Vereins siniert. Wobei es auch ein bisschen unendliche Geschichte ist, wenn man über den kommenden Spieltag und dessen Stellenwert sprechen möchte.  Denn im Grunde schrieb auch ich es schon vor einigen Wochen: Diese Wochen, man ist bereits mitten drin seit dem Freiburgspiel, werden über das Abschneiden Eintracht Frankfurts entscheiden. Gegen zwei direkte Konkurrenten  holte man einen Punkt, zählt man den Hamburger SV dazu – muss man schließlich – sind es vier von neun Punkten. Diese Ratio wird am Ende zu wenig sein, um einen internationalen Startplatz zu erhaschen. Hannover 96, eine Heimmacht par excellence, ist das vierte Team im direkten Clinch mit der SGE um Rang 6. Bleibt dort, und das ist nicht unwahrscheinlich, ein Sieg aus, wird der Gejagte sehr bald zum Jäger werden. The trend is your friend, wie Uli Hoeneß so passend sagte. Im Umkehrschluss, bei Misserfolg, ist es genau andersherum.

So oder so gilt, dass nur Siege, drei Punkte, weiterhelfen werden. Hin und wieder rutscht ein direkter Konkurrent aus, bei der sportlich engen Konstellation kein Wunder. Doch darauf zählen, dass sich ein Schneckenrennen entwickelt und die Hamsertaktik zum Erfolg führen wird? Nein, das wird nicht passieren. Schalke 04 ist wieder in der Spur, wird sich auf kurz oder lang bis auf Rang 4 schieben. Dahinter wird es dann haarig. Es ist gar nicht mal so sehr die Torflaute, die einen nachdenklich stimmen muss. Vielmehr die Tatsache, dass die Mannschaft immernoch kein Mittel gegen die Art Verteidigung gefunden hat, mit der sie es nun konsequent zu tun hat. Das ist, um Missverständnissen vorzubeugen, auch alles andere als leicht. Wie hart es ist, zeigte sich bei Bayern München unter Louis van Gaal – wenn die Gegner massiv mauern und sich das Handballspiel um den 16er entwickelt, hilft nur ein individueller Patzer der Defensive. Bleibt dieser  aus, bleibt auch die Dominanz fruchtlos.

Um doch noch ein Wort zum konkreten Spiel gegen Hannover zu verlieren: Laut Theorie dürfte Hannover anders agieren als etwa Mönchengladbach. Nur muss das angesichts der Offensivstärke des Teams nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein. Aber was soll das Unken? Am Sonntag geht es wieder aufwärts, spielerisch und auch in puncto Resultat!

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