Sturm der Symbole

Das Siechtum der vergangenen Wochen wurde binnen weniger Tage weggewischt – der Alfa-Romeo-Deal, die Veh-Verlängerung, der erhöhte Spieleretat. Das alles lässt eine Euphoriewelle durch Frankfurt schwappen, die Zuversicht, den ganz großen Coup 2013 zu landen, ist wieder spürbar. Es bedarf offenbar immer Symbolen, um Stimmungswechsel zu erzeugen. Wie sonst lässt sich erklären, dass jetzt die Handbremse gelockert zu sein scheint, obwohl die spielerischen Probleme der vergangenen rund zwei Monate bleiben werden? Allen voran die Offensivbemühungen, maßgeblich die ungenügende Rauten-Formation mit zwei Außenmittelfeldspielern als Stürmern, werden durch Fiat, Veh und Co. nicht mal so eben ad acta gelegt.

Die Tatsache, dass mit Srdjan Lakic oder Olivier Occean am Sonntag zumindest wieder ein gelernter Stürmer in der Startformation steht und das erfolgreiche 4-2-3-1 samt zentraler Anspielstation in vorderster Front aufgeboten werden können, ist maßgeblich für einen Erfolg in Fürth. Es geht schließlich gegen den Tabellenletzten, und die Eintracht ist der Wunschgegner jedes Hinterbänklers. Vor allem, wenn es im Aufbauspiel derart klemmt wie zuletzt. Dass der ausgelutschte Ruck durchs Team geht, dass mehr gelaufen und gespielt, zielstrebiger und bissiger aufgetreten wird, ist die Grundlage von allem weiteren. Sonst drohen die guten Nachrichten der Vor-Osterwoche zu verpuffen; die Wahrheit liegt nämlich, so abgedroschen das wieder mal klingt, auf dem Platz. Da helfen keine Symbole mehr, sondern nur das eine Tor mehr zu schießen als der Gegner.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge

Diskussion

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s