Einzelkritik vs. Greuther Fürth

Oka Nikolov: Machtlos bei der Bogenlampe zum 0:1, beim 2:3 allerdings saust der Ball ins Torwarteck. Stand einmal zwischen Baum und Borke, da hätte es fast das 3:3 gegeben. Das war noch sehr wackelig.

Carlos Zambrano:  Bolzte die Bälle nach 70 Minuten nur noch stumpf nach vorne, was nicht selten auch nötig war. Die Spirenzien kamen hinten raus, da ließ er zu oft den Maik Franz in sich erkennen. Alles in allem aber als einer der wenigen Zweikämpfer, die das Spiel annahmen und nicht in Lethargie versanken.

Bamba Anderson: Ein Patzer Mitte der zweiten Halbzeit hätte fast böse geendet, ansonsten weitgehend souverän und ruhig. Hatte allerdings mehr Mühe mit Djurdjic als er selbst dachte, könnte man meinen.

Sebastian Jung: Arbeitsverweigerung vor dem 2:3, da geht er aktiv dem Gegner aus dem Weg. Auch sonst mit einigen Schwierigkeiten in der Defensive. Seine Vorstöße waren okay, aber er steckt drin im wochenlangen Leistungsloch.

Bastian Oczipka: Mangelhaft, spielt haarsträubende Bälle im Kombinationsspiel. Was war das für ein Zweikampfverhalten bei der Ecke zum 0:1? Verfällt zusehens wieder in die Defensivschwäche, die ihn auszeichnete. Die Torvorlage zum 2:1 war wichtig, aber auch glücklich.

Pirmin Schwegler: Er neigt immer wieder zu Arroganz, so auch heute. Verdaddelte selbst am eigenen 16er drei Bälle, die gegen einen konsequenteren Gegner ziemlich sicher zu Gegentoren geführt hätten. Lieferte ein sehr schwaches Spiel.

Sebastian Rode: Nah dran an der Sechs. Fehlpässe im Dutzend, vertendelte unzählige Bälle im Aufbauspiel, hatte nie Zugriff aufs Spiel. Dazu Torabschlüsse, die dem Namen Spotten. Dortmund? Bayern? Weit, weit weg.

Takashi Inui: Bester Frankfurter, war der einzige, der über 90 Minute auch kämpfte, den Bällen nachjagte. An ihm hätten sich viele, alle ein Beispiel nehmen sollen.

Stefan Aigner: Neuntes Saisontor, das ist phänomenal. Sonst viel Schatten in diesem Spiel, dribbelte sich immer wieder in des Gegners Beine, gerne auch im Mittelfeld, und sorgte so für Tempogegenstöße Fürths. Das hatte er schonmal abgestellt.

Alexander Meier: Arschretter der Mannschaft. Siegtor und Vorlage zum 1:1, unglücklicher Kopfball vor dem 0:1. Dabei war es nicht mal ein gutes Spiel von ihm. Aber daran kann man abermals seinen Wert ermessen für die SGE.

Srdjan Lakic: Einen muss er machen in Halbzeit eins. Da hat er drei gute bis sehr gute Gelegenheiten, da sind 33 Prozent als Quote nicht zu viel verlangt. Als Anspielstation oft unglücklich, aber immerhin war er vorne drin, das alleine tat der Offensive gut.

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Stefano Celozzi: Seine Hereinnahme verpuffte irgendwie, spielte unauffällig und konnte nur mühsam den Schwung der Fürther unterbinden.

Martin Lanig: Brachte bis zu den hektischen drei, vier Schlussminuten immerhin kurzzeitig mehr Ruhe rein. Fischte viele Kopfbälle, das war wichtig.

Marco Russ: Zum Mauer gebracht, noch zwei Langhölzer geschlagen und zwei feine Kurzpässe auf Inui gespielt. Job erledigt, das konnte man nicht von allen Eintrachtlern behaupten.

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Armin Veh: Abschied von der Raute, das war ebenso überfällig wie erfolgreich. Vorne sichtbar mehr Durchschlagskraft und einen Meier, der wieder zum Abschluss kommt und trifft. Auch Lakic tat, trotz unglücklichen Spiels, dem Offensivverbund gut, die Anspielstation zentral ist einfach wichtig. In der Halbzeitpause muss der Trainer jedoch ähnlich schläfrig dahergekommen sein, wie seine Mannschaft im ersten Abschnitt – da verbesserte sich nämlich ab Minute 46 so ziemlich gar nichts. Drei Punkte, nur das zählt – aber die Kurve bekommen zu haben, das lässt sich schwerlich behaupten.

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Eine Antwort zu “Einzelkritik vs. Greuther Fürth

  1. laberbacke

    Das 2:3 war die Schuld von Schwegler, nicht von Jung.

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