Einzelkritik vs. Bayern München

Oka Nikolov: Ohne Fehl und Tadel, hielt alles Haltbare; mehr kam nicht aufs Tor. Das alleine ist bemerkenswert.

Carlos Zambrano: Das war tatsächlich internationale Spitzenklasse. Resolut in den Zweikämpfen, Antreiber und Vorbild an Einsatz. Gleich drei, vier Mal grotesk zurückgepfiffen vom Schiedsrichter.

Bamba Anderson: Nicht so spektakulär in den Zweikämpfen wie sein Nebenmann, aber nicht minder konzentriert, geschickt und gut. Steht in nichts nach, schaltete den Sturm der Bayern mit komplett aus.

Bastian Oczipka: Ein einziges Mal entwischte Robben ihm, das ganze in der Anfangsphase. Danach drängte er den Holländer immer mehr in den Durchschnitt; spielte defensiv so mit seine stärkste Partie. Offensiv auch in Ordnung.

Sebastian Jung: Vertrag verlängert, Kapitänsbinde am Arm – und sogleich eine Leistung, die nah an seiner besten im Eintrachtdress kratzt. Schaltete den linken Flügel gänzlich aus, schmiss sich mit Verve in jeden Zweikampf und trieb bestialisch an. Chapeau, und mehr davon!

Martin Lanig: Kurzer Arbeitsnachmittag; nur im Luftkampf mit Martinez in der Zeit nicht selten Sieger. Wurde früh gelegt und ausgewechselt.

Marco Russ: Das Tier im Mittelfeld. Ließ kein Duell aus, warf sich in jeden Zweikampf und wusste sogar manches Mal mit sehr feinen Zuspielen zu gefallen (75 Meter Diagonalpass auf Matmour etwa). Der Elfmeter gegen Müller war unglücklich, ansonsten gut dabei.

Sebastian Rode: Es gibt ihn noch, den Rode von vor einigen Monaten. Giftig und mit Zug nach vorne. Manko: Seinen Schuss aus 18 Metern hätte Alex Meier vermutlich genetzt.

Takashi Inui: Hatte seine Fü0e bei fast allen gelungenen Offensivaktionen im Spiel. Leider, wie so oft, manches Mal zu verklausuliert in seinen Aktionen. Und die Abschlüsse bleiben eben unterdurchschnittlich.

Stefan Aigner: Der Ex-1860er glühte vor Elan, zerschliss den linken Defensivflügel der Bayern im zweiten Abschnitt mit 4,5 Sprints in die Tiefe. Dann fehlte die Präzision, ihm ging hintenraus die Luft aus.

Karim Matmour: Undankbarster Job in Halbzeit eins, als einzige Spitze. Wenn es einen gab, der minimal abfiel, dann er. Jedoch reicht das immernoch für ein Lob.

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Srdjan Lakic: Er machte in den Schlussminuten den Gekas. Schoss Neuer aus drei Metern an, vergab den sicheren und verdienten Ausgleich. Das kann und muss man als Tadel äußern. Aber: Er ist präsent auf dem Platz, er macht und tut. Das ist mehr als man in dieser Saison von Stürmern der Eintracht sah.

Stefano Celozzi: Kam für Lanig und wuselte sich ins Spiel. Vieles hatte Hand und Fuß, vor allem schmiss er sich beharrlich in Distanzschüsse des Gegners. Fleißkärtchen gesammelt.

Marc Stendera: Die Überraschungs-Einwechslung bewegte nicht viel, ging jedoch respektlos zu Werke und kurbelte die Schlussoffensive maßgeblich mit an. Das sah vielversprechend aus.

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Armin Veh: Die übermächtigen Bayern am Rande eines Ausrutschers zu haben, ihnen eigentlich – nur Herr Meyer samt Gespann verhinderten es – etwas Zählbares abgetrotzt zu haben, ist mehr als respektabel. Es war schon im ersten Abschnitt völlig in Ordnung, was das Team zeigte. Da erarbeitete man sich etwa das Pfostenglück. In der zweiten Halbzeit war das Einbahnstraßenfußball gen Bayern-Tor und nur Zufall und Herrn Meyer zu verdanken (sowie Lakics Fehlschuss), dass es nicht zum Remis reichte. Besonders bemerkenswert: Trapp, Schwegler und Meier wurden in einer Art und Weise qualitativ ersetzt, dass sie nicht vermisst wurden. Im Gegenteil, man hatte durchaus das Gefühl, dass nur genau diese Elf diese Leistung zu bringen imstande war. Hut ab!

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