Einzelkritik vs. Schalke 04

Oka Nikolov: Spitzenleistung. Hielt das Team erst im Spiel, dann sicherte er den Sieg. Bereits der dritte gehaltene Elfmeter – wohl eines seiner besten Spiele in der langen langen Karriere.

Carlos Zambrano: Schleppte sich anfangs durchs Spiel, wurde dann besser. Die zehnte Gelbe musste er sich in der Situation abholen, ärgerlich ist sie trotzdem. Einmal verdaddelte er die Kugel Augsburg-Style, diese Unkonzentrierheiten dürfen nicht zur Regel werden.

Bamba Anderson: Umsichtig, abgeklärt und ohne Schwierigkeiten. Im Spielaufbau gewohnt solide.

Bastian Oczipka: Indiskutabel. Die Auswechslung kurz nach der Halbzeit resultiert sicher auch aus dem (nächsten) bösen Stellungsfehler gegen Bastos, der quasi zum 1:1 führte. Sollte besser kein Spiel mehr machen diese Saison.

Stefano Celozzi: Machte Sebastian Jungs Ausfall vergessen. Er spielt die Rolle als Außenverteidiger komplett anders, allerdings ist er dort besser aufgehoben als im Mittelfeld. Hielt Draxler die meiste Zeit eng an der Kette.

Sebastian Rode: Als Kapitän nominiert und mit dem nun veröffentlichten Vereinswechsel erschien auch er befreit. Ackerte in der Zentrale, zog bei den Zweikämpfen durch und trieb das Spiel sogar überlegt an. Besser als zuletzt.

Marco Russ: Starkes Spiel. Schmiss sich, wie schon gegen Bayern in jeden Zweikampf – mit Wucht. Die Körpersprache passt, das Tor und die weiteren drei guten Kopfbälle bleiben auch in Erinnerung. Er empfiehlt sich doch, länger zu bleiben, verdient sich einen neuen Vertrag.

Takashi Inui: Das Meiste, was er macht, ist nur noch ärgerlich. Sicher, er bringt wichtigen Schwung und Technik ins Spiel. Aber verdaddelt die Bälle immer wieder, spielt zu eigensinnig, die Schüsse sind schwach. Solala.

Stefan Aigner: Unauffällige Partie, hintenraus dann auch immer müder. In einigen Situationen clever, in dem er einfache Freistöße rausholte.

Marc Stendera: Super Auftritt. Respektlos, furchtlos und mutig – trat alle Standards und das richtig gut. Bereite den Siegtreffer so vor und hätte fast ein Tor geschossen. Haute sich in jeden Zweikampf, stocherte nach dem Ball; und das als Offensivspieler. Bitte mehr davon, von ihm und auch von den Mannschaftskollegen.

Karim Matmour: Der Notnagel machte seinen Job so gut er konnte. Holte zwei, drei Freistöße geschickt raus, half auf dem Flügel aus – dann fehlte es eben in der Mitte. Alles in allem aber war das in Ordnung.

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Constant Djakpa: Im Normfall hätte man die Luft anhalten müssen als er eingewechselt wurde, aber er schmiss sich in die Partie und spielte sogar um Längen besser als Oczipka. Stammspieler für die letzten vier Partien?

Armin Veh: Wie viel Zufall ist es, dass im zweiten Spiel mit Personalsorgen (jeweils gegen ein Topteam) die Mannschaft ihre besten Leistungen zeigt? Den Spielern, die eher hinten dran sind, merkt man immer wieder an, dass sie wollen, das sie Bock auf Zweikämpfe haben – siehe Marco Russ, der das abermals vorbildlich löste. Auch der junge Marc Stendera, ein defensiver eingesetzter Stefano Celozzi. Selbst Constant Djakpa spielte die zweite Halbzeit mit Verve. Es geht doch, mag man sagen. Die zweite Luft muss jetzt mal gehalten werden, es sind noch vier Spiele und die vermeintliche B-Elf hat gezeigt, dass sie will und kann. Das muss man sich jetzt zunutze machen, die Stunde der Reservisten hat geschlagen.

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