Monatsarchiv: Mai 2013

Das Marktgesetz

Mürbe kann einen der Profifußball wahrlich machen. Schaut man, was da in Freiburg passiert, wie ungeniert die Marktgesetze greifen, verliere ich wirklich den Spaß an diesem Zirkus. Die Eintracht rupft Jan Rosenthal – bei dem immerhin der Vertrag auslief – und Johannes Flum, andere kaufen einen Caliguri, Kruse, nun den Kapitän (Cedric Makiadi) und auch der junge Verteidiger Oliver Sorg wird offenbar wechseln (Schalke). Mal eben die halbe Stammmannschaft eines Vereins rausgekauft, weil sie zu gut gespielt hat.  Es gibt eine Strafe, weil gute Arbeit geleistet wird.

Jetzt kann man natürlich herkommen und argumentieren, dass Freiburg für einige Profis nicht wenig Geld erlösen wird. Aber geht es denn darum? Also dem Fan, dem Anhänger. Wenn mein Verein des Herzens mal so non chalant seine halbe Startelf durch finanziell potentere Klubs abgeworben bekommt, würde ich mich mit Ekel abwenden. Ist doch Heuchelei zu behaupten, man sehe so seine gute Arbeit anerkannt. Mag ja sein, dass das die offizielle (PR gesteuerte) Klubhaltung ist. Stichwort Ausbildungsverein. Aber will ich mir als Fan jedes zweite Jahr neue Namen im Dutzend merken müssen? Dass die Konstante schon lange passé ist – außer man Typen vom Schlag eines Oka Nikolov oder Alexander Meier – darf doch nicht als Rechtfertigung dafür dienen, glücklich über so eine Personalpolitik zu sein. Natürlich ist es famos, wen der SFC als Verein schon alles an Land zog und gewinnbringend veräußerte (Papis Cissé, anybody?). Da könnte sich die Eintracht so einiges abschauen in Sachen Professionalität, gerade was Hölzenbeine, Weber und Co. angeht. Dennoch halte ich es aus Fansicht für unglaublich frustrierend, wenn man weiß, dass gute Resultate quasi zwingend dazu führen, dass man personell bluten wird. Und offenbar reicht heute nicht mal mehr das Argument Europa (Stichworte Perspektive/Ambitionen), um Spieler vom Verbleib bei einem finanziell nicht gar so potenten Klub zu überzeugen. Lieber geht’s nach Mönchengladbach (Kruse), Wolfsburg (Caliguri), Bremen (Makiadi) und Frankfurt zur Uefa-Cup Quali (Rosenthal und Flum). Kurz: Allen Verlautbarungen zum Trotz geht es nur ums Geld. Kurzsichtig und kurzfristig die Taschen voll machen; anstatt fürstliches Gehalt dort zu verdienen, noch etwas fürstlicheres Gehalt dort zu beziehen.

Wenn Armin Veh sich mit Zähnen und Klauen gegen Verkäufe von zwei (!) Spielern wie Sebastian Jung und Sebastian Rode wehrt, wie dreckig muss es dann einem Christian Streich eigentlich gehen? Selbstverständlich kann es sich ein Klub wie Freiburg – das ist bei der Eintracht nicht anders – nicht leisten, verlockende Angebote auszuschlagen. Käme ein fixes Angebot über acht, neun Millionen Euro für Carlos Zambrano – in Frankfurt dürfte und würde man das nicht ausschlagen. Das saniert einen Mittelklasse Verein, finanziert ihm ein malades Jahr, vielleicht sogar einen Abstieg, im Handstreich. So viel Geld bekommt nämlich sportlich nicht mal ein Verein zusammen, der im Uefa-Cup (jaja, Europa League …) antritt und in der Gruppenphase spielt.

Ich weiß, dass ich jetzt mehr über die Breisgauer als über Eintracht Frankfurt geschrieben habe. Seht es mir nach. Ist halt der Anfang der Sauren-Gurken-Zeit 😉 Und bis zum ersten/nächsten Eintracht-Transfer muss auch mal Luft dafür sein, den Ärger über das Geschäft rauszulassen und sich solidarisch mit anderen, sympathischen Klubs zu zeigen.

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Der Modus

Immer sehr lesenswert und bisweilen auch lehrreich: der Blog-G der Frankfurter Rundschau. Dass ich das sage, hat einen aktuellen Anlass. Der Nutzer „seeadler“ erläuterte mir das Verfahren rund um die Europa-League-Qualifikation, beziehungsweise die Tücken der Setzliste.

Neben dem, was ich nach der Recherche bereits wusste – Stellenwert eines Koeffizienten, 32 Spielpaarungen in der Vorgruppenphase etc. – sehe ich dank ihm nun auch in Bezug auf die konkrete Platzierung der Eintracht klarer. Seine Antwort, die ich mit meinen Lesern teilen möchte:

„Im Moment wären wir auf Platz 29 von 62 Teams im Playoff; bis Platz 31 wären wir gesetzt.
Wirklich sicher wissen wir das aber erst nach der dritten Qualirunde (CL sowie EL). Am Samstag darfst Du übrigens Ploiesti gegen Cluj im Pokal die Daumen drücken…Cluj hätte einen besseren Koeffizienten und wir würden eins runter rutschen… Davon abgesehen: Wir können auch als gesetztes Team irgendsoein gepimptes Oligarchenteam kriegen, die aber noch einen geringen Koeffizienten haben – wär also auch nicht optimal.“

Dürfte ich mir ein Los backen, wäre es irgendwas aus Österreich, Island oder Skandinavien. Keinesfalls was Aufgepumptes aus Russland oder dessen Anreinerstaaten. Gehts gegen Spanien oder Italien, wäre es mir auch recht. Die sehen sowieso kein Land. Aber auf Nummer sicher gehend nehme ich auch was Belgisches oder Slowakisches.

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Klarer Schnitt

Die Sommerpause könnte so entspannt sein, jetzt schon, wenn nicht diese Personalgeschichten am Eintrachtfan nagen würden. Was ich bereits vor drei Wochen zur Causa Pirmin Schwegler schrieb, nimmt partout kein Ende.

Ich weiß nicht, liegt das an mir, oder ist es mittlerweile gesellschaftlich verpönt, klare Ansagen zu machen oder gar Bekenntnisse abzulegen? Wo ist das Problem zu sagen: „Ciao, Leute, ich versuchs nochmal woanders, für mehr Geld“. Oder, im Idealfall: „Hey, Leute, wir geben jetzt gemeinsam mal so richtig Gas“? Stattdessen stets dieses Lavieren und Austarieren, dieses Marktwert testen, Gewicht wiegen und immerwährender Schwanzvergleich. Kommt den Profifußballern eigentlich irgendwann mal in den Sinn, dass es genau dieses Dauerchecken ist, das ihnen das Söldnerimage eingebrockt, es jedenfalls verfestigt hat? Albert Streit, dieser Tage auch Sebastian Rode haben es doch vorgemacht: Wir gehen dann mal, wenn der Vertrag ausläuft. Klare Kante, klare Ansage. Und, gab es, gibt es Groll? Laufen die Fans mit Fackeln und Kaputze durch die Wohnviertel und knüpfen die Spieler auf? Natürlich nicht. Was gefühlt wird ist vielleicht Wehmut, Bedauern ob der Entscheidung. Das ist ja auch legitim. Es wäre ja schade, wenn verdiente Spieler non chalant aus dem Gedächtnis gestrichen werden.

Pirmin Schwegler, dem natürlich der Gang in die zweite Bundesliga positiv angerechnet werden muss (wie manch anderem Spieler, die einst als Taugenichtse verunglimpft wurden), soll dann eben einfach Goodybe sagen. Noch ist Zeit dafür, dass man es als sauberen Schnitt begreifen könnte. Die Vereins-PR würde das sowieso so drehen wollen, aber aus eigener Kraft ist das Zeitfenster für Schwegler bald geschlossen. Jedes andere Verhalten des Kapitäns ist ähnlich unfair, wie eine Beziehung für sich innerlich schon beendet zu haben, aber darauf zu warten, dass erst der womöglich künftige Partner den aktuellen Macker abschießt, zum Ex stempelt, um dann den Erstazmann spielen zu können – denn so in etwa taktiert Schwegler, er blickt sehr genau auf das Personalkarussell in Wolfsburg und Gelsenkirchen. Ist dort klar, wer im defensiven Mittelfeld gerupft wird oder nicht, fällt die Entscheidung des Schweizers.

Einen sportlichen Verlust würde es mit seinem Abgang geben, da muss man nicht lange herumdiskutieren. Eventuell ist sein teaminterner Wert, speaking about soft skills, ja sogar noch wichtiger. Dass man eventuell nur drei Millionen Euro kassieren würde (zum Vergleich ein Edgar Prib kostet zwei Millionen Euro +), lässt einen zumal unbefriedigt zurück. Aber ich stelle einfach mal die sicher naive, aber trotzdem wichtige Frage: Darf man von einem Mannschaftskapitän nicht einfach mehr erwarten, als jedes Jahr mit Arbeitgeber-Hopping zu kokettieren? So oder so finde ich es schade, dass diese Ausstiegsklauseln dafür gesorgt haben, dass ein Vertrag mittlerweile nicht mal mehr auslaufen muss, damit über die Verlängerung diskutiert wird. Ein Zustand der Dauerverhandlung – da muss man wirklich umso glücklicher sein, dass es mit Oka Nikolov vom alten und Alexander Meier von einem neueren Schlag noch Profisportler gibt, die ein langfristiges Pflichtgefühl gegenüber dem Verein, dem Arbeitgeber zu haben scheinen.

Und ja, jetzt Feuer frei. Ich wills ja alles gar nicht moralischer wirken lassen als es ist, aber mich nervt dieses Gezeter nunmal.

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Die Ehe mit den Ungeliebten

Olivier Occean ist offenbar ein Kandidat bei Fortuna Düsseldorf. Das ist witzig, würde doch ein Ungeliebter zu den Ungeliebten wechseln. Dass er zweite Bundesliga locker kann, hat er bewiesen. Wahrscheinlich hätte er auch das Oberhaus gekonnt, wenn … Nein, eher doch nicht.

Es gibt, und für solche hat die Eintracht ein Händchen, Stürmer, die funktionieren „nur“ in Liga zwei. Da sind sie top, phasenweise unerreicht.

1. Nico Frommer ist seinerzeit ist so ein Beispiel. Bei SSV Reutlingen schlafwandlerisch sicher geknipst, 18 Mal in Liga 2 bei 29 Spielen. Und bei der Eintracht? 20 Spiele in drei Jahren, Tore: zwei. Gegen Leverkusen und Köln, 2003. Und gegen Kickers Offenbach im Elfmeterschießen im Pokal, selbes Jahr.

2. Francisco Copado, ein weiterer. Bei Unterhaching von einer Bude zur nächsten marschiert – bei der Eintracht reichte es in zwei Jahren zu mageren 25 Spielen und sechs Toren (binnen sechs Wochen).

3. Michael Thurk, jener Unglücksrabe, komplettiert die Riege der Top-Zweitliga-Stürmer, die in Frankfurt so gar nichts rissen. Glänzte bei Mainz und Augsburg, schoss Gegner aus dem Stadion. Die Bilanz aus vier Tore in eineinhalb Jahren (als Stammspieler, 36 Einsätze) ist bekannt.

Mit Olivier Occean griff die Eintracht beim vierten Versuch, den oder einen der besten Zweitligatorschützen der jeweiligen Spielzeit zu angeln und in Liga eins zu etablieren, ins Klo. Gefühlt passt das zu diesem Verein irgendwie, talking about Scouting.

Was lernen wir daraus? Finger weg von den vermeintlichen Stürmerstars aus Liga zwei. Was lernt die Eintracht daraus? Vermutlich nichts. Und da kommt es einem doch ganz gut zu pass, dass Daniel Ginczek von St. Pauli nach Nürnberg gewechselt ist. Vermutlich schlägt er dort auch ein. In Frankfurt hätten wir den schon gestutzt bekommen, keine Sorge. Vielleicht kennt der gute Mann die o.g. Geschichten ja auch – so oder so: für beide Seiten ist das so wohl das Beste. Also Ginczek. Und Eintracht. Und Occean. Und so.

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Ein Rekord jaggt den nächsten

Ein erhabenes Gefühl ist das, wenn man etwas lernt. Etwa, dass 15 000 T-Shirts an einem Spieltagssamstag bei Eintracht Frankfurt einen Fanartikel-Rekord bedeuten.

resource_147594Glaubte ich Naivling doch, infiziert von Videospielen á la Fußball Manager und Anstoß auf PC in den 90ern, dass man Woche für Woche dick Merchandise absetzt. Dass man mit Fanartikeln und Eintrittskarten sogar einen wesentlichen Teil seiner Kalkulation aufmacht und damit über die Runden kommt. Wie gesagt: ich Naivling. Aber gut, wenn bei 50 000 Zuschauern – und es sind ja gerne auch mal 10 000 weniger – jeder dritte ein schwarzes T-Shirt mit einem lauwitzigem Emblem ohne Jahreszahl kauft, ist das so wenig wahrlich nicht. Realitätscheck: er kam spät, ließ mich jedoch reifen.

Was nehmen wir aus diesem Beitrag mit? Eigentlich gar nicht furchtbar viel, fürchte ich. Vielleicht, doch, eine Sache: Ich habe so ein Ding (XL, weil moderate Größen á la M oder L 45 Minuten nach Abpfiff des Spiels ausverkauft waren!) emotionstrunken erstanden. Angezogen habe ich es exakt einmal: am selben Tag, während der Bahnfahrt. Gedacht war es – wie solche Shirts eigentlich immer nur für einen Zweck taugen – zum schlafen. Kurzum: Gebaucht habe ich das Stück bangladeschscher Herstellung nicht. Aber immerhin darf ich sagen: Ich habe meinen Teil zum Rekord beigetragen. Ha!

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Alles außer gewöhnlich

Dass es für den Erfolg keine Perfektion braucht, konnte jeder im Champions League Finale sehen. Reihenweise blieben Spieler hinter ihrem Können zurück, etwa Dante, Bastian Schweinsteiger, Franck Ribery. Was am Ende entschied, war unbändiger Willen. Dass dieser über Sieg und Niederlage entschied, wurde nach dem Elfmeter, nach dem Ausgleich für Dortmund sichtbar. Es war der Moment, da das Spiel hätte kippen können, zugunsten des BVB. Stattdessen flitzte ab dann nur noch Bayern über den Rasen. Es war, trotz des Rückschlags, die vielleicht dominanteste Phase des Spiels. Mit dem Resultat, das – wie so oft in letzter Zeit – die lettzen Minuten, Sekunden ein Spiel entscheiden.

Die Parallele zwischen Bayerns Champions League Sieg und dem Einzug der Eintracht in die Uefa-Cup-Quali ist durchaus vergleichbar. Die Emotionen im Stadion nach der Einblendung des Hamburg-Lverkusen-Spiels und des 2:2 Ausgleichs auf der einen, die Extase auf der Theresienwiese in München nach dem Robben-Tor auf der anderen Seite. Die Wertigkeit der Triumphe für beide Vereine sind durchaus ähnlich einzuschätzen. Und die 89. Minute war in beiden Fällen der Dammbruch.

Was ich damit sagen will? Dass die Eintracht in dieser Spielzeit etwas erreicht hat, das man ab Juli/August nicht als Maßstab anlegen darf. Außergewöhnliches ist deshalb außergewöhnlich, weil es eben nicht normal ist. Wer kommende Saison das Ziel verfolgt bzw. einfordert, diesen Coup zu wiederholen – er wird sich irgendwann in negativen Gefühlen ergehen.

Ab Sommer wird sich weisen, wie viel Entwicklungspotential tatsächlich in der Mannschaft, in den Spielern steckt. Wird Sebastian Rode, so er denn nicht verkauft werden soll, tatsächlich die Stockfehler abstellen und torgefährlich werden? Ist Sebastian Jung in Bezug auf Vorlagen in der Lage, mehr als eine pro Saison zu bringen? Wird Bastian Oczipka es bei einem Stellungsfehler pro Monat belassen anstatt zwei, drei pro Spiel? Lernt Takashi Inui, dass es auch im 16er Mitspieler gibt?

Aber bis es soweit ist, bleibt man einfach gespannt ob bevorstehender Transfers. Und so richtig los geht der ganze Kram wohl erst ab dem 26. Juni, dem Trainingsstart. Und vor dem 31. August wird dann – jährlich grüßt das Murmeltier – nochmal die Schnäppchenmaschine angeworfen. Also noch viel Zeit zu grübeln, viel Zeit zu spekulieren.

Schönen Wochenstart!

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Das Klima

Schonmal konnten oder wollten einige Fans den Wert eines Spielers nicht anerkennen. Die Rede ist nicht von Alexander Meier, den nur noch verbohrte Ideologen etwas vorhalten können, sondern von Christoph Spycher. Seinerzeit Linksverteidiger und,  wie Beobachter stets zu erkennen vermochten, ein integraler Bestandteil der Mannschaft. Vor allem in Bezug auf das Wir-Gefühl und der Integration, der Vermittlung zwischen Veteranen und Neuankömmlingen.

Was wurde über den Mann gestöhnt! Zu alt (immer dieses 0-Argument!), nicht offensiv genug, zu unspektakulär. Dann gab der Verein – Michael Skibbe sei „Dank“ – ihn ab. Und rums, das Mannschaftsklima riss mittelfristig ebenso ein wie der sportliche Erfolg.

Nun geht also Heiko Butscher. Der Umgang mit ihm war fair, keine Frage. Er hatte die Chance, als Trainer einzusteigen in Frankfurt. Mit 32 Jahren ist das allerdings in der Tat wenig ratsam. Zwei, drei Jahre als Profifußballer sind da noch – leistungstechnisch – problemlos möglich. Das bewies er ja nicht zuletzt Ende der Hinrunde, als er souverän und stark die Siege mit dem Team einfuhr. Und in Liga 2 wird er zu den besten Innenverteidigern der Liga zählen.

Schade und traurig ist es für die Eintracht allemal, dass Butscher den Verein verlässt. Nicht nur wegen des Klassenclown-Images. Davon ausgehend, dass mit Pirmin Schwegler ein weiterer Integrations-Spieler den Klub verlässt, droht eine Lücke in einem oft unsichtbaren Feld: dem Teamgeist. Niemand, kein Fan weiß, wie das Klima im Team beeinflußt wird oder wer die entscheidenden Personen für den Zusammenhalt sind. Und doch darf man sich sorgen, dass sie mal so eben im Handstreich ersetzt werden. Monate nach dem Abgang eines Christoph Spycher, als es dann peu a peu und erstmals eng und ungemütlich wurde, wurden die Probleme offensichtlich. Im Erfolgsfall kann vieles gutgehen. Klappts mal nicht mehr mit dem Tore schießen und Siege holen, kommt das untere Tabellendrittel immer näher, ist dieser vermeintlich weiche Faktor Teamklima der entscheidende.

Hoffen wir das Beste – denn Grund zum Trauern will ich in diesen Tagen, Wochen der Freude eigentlich nicht haben. Gefühlt zum ersten Mal in (m)einem Menschenleben ist das in Bezug auf die Eintracht diesmal der Fall 😉

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