(M)ein Nein zum Zockerkönig

Der Augenschein verbietet es, dass Pirmin Schwegler am letzten, wahrhaft alles entscheidenden Saisonspiel der Eintracht gegen Wolfsburg aufläuft. Immerhin macht der Golfverein keinen Hehl aus seinem Interesse an Frankfurts Kapitän und dieser kokettiert eifrig mit seinen Wechselambitionen. Mal wieder. Dass mir persönlich das Zockergehabe des Schweizers gehörig auf die Nerven geht, das einem Mannschaftskapitän unwürdig ist, zumal vor einem solchen Duell, schrieb ich bereits vor einigen Tagen.

Da spielt es auch keine Rolle, dass Wolfsburg gar nicht das wirkliche Ziel Schweglers sein wird. Es gibt einen anderen Verein, der mindestens ebenso fürstliche Gehälter zahlt und auf der Sechserposition aufrüsten muss. Und dieser Klub heißt Schalke 04. Und zu diesem Verein zieht es Schwegler. Champions League, zumal in günstiger Qualifikations-Los-Position, wäre ihm dort ziemlich sicher. Europapokal in der nächsten Saison sowieso, in den Folgejahren wohl auch. Er nutzt Wolfsburgs Interesse, eventuell ja sogar die günstig gelegene Verletzungszeit, als Störfeuer, als Blendgranate.

Drei Millionen Euro Ablöse sollen vertraglich festgeschrieben sein. Eine Summe, die man einst für einen anderen Kapitän ebenfalls erhielt. In dessen Fall kam die Überweisung tatsächlich aus Wolfsburg.

Unabhängig von Schweglers meiner Meinung nach nervtötenden und ungenierten Zockermentalität, ist er nicht fit genug für einen Kampf um Europa. Marco Russ, den die Frankfurter Rundschau zurecht als Dazwischenfeger bezeichnete, ist der geeignetere Mann. Überhaupt ist es dieser Tage durchaus legitim zu behaupten, dass ein bärenstarker Russ an der Seite eines erstarkten Sebastian Rode den Ausfall des Kapitäns ohnehin vergessen gemacht hat. Nur Alex Meier kann niemand ersetzen, das ist aber schon länger offensichtlich. Soll heißen: Beten sollte man für einen Meier-Einsatz und eine Schwegler-Nichtberücksichtigung. Und das nicht nur aus Gründen der Charakterstärke und Vereinstreue.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “(M)ein Nein zum Zockerkönig

  1. Herr Schnitzelmann alias Einstein

    Schwegler soll bleiben! Ich kanns nur des Geldes wegen verstehen, dass der Pirmin überlegt. Wenns aber um Einsatzzeiten und Vorankommen geht, kann ichs überhaupt nicht nachvollziehen, was ans Wolfsburg attraktiv sein soll. Jedes Jahr nen neuen Trainer, 200 Fans und ne Stadt mit dem Charm von Guido Westerwelle.
    Was willst du da Pirmin??? Hier bist du doch jemand, hier in Frankfurt kannst du auch was erreichen. In Wolfsburg wächst nur dein Geldbeutel, nicht aber deine Karriere!

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