Einzelkritik vs. VfL Wolfsburg

Oka Nikolov: Machtlos bei den Gegentoren, hielt sonst, was er halten muss. Auswechslung spektakulär, in so einem Spiel. Macht noch ein bis fünf Jahre weiter – sehr gut!

Carlos Zambrano: Mal resolut und stark, mal larifari und wackelig – vor allem akut Rot gefährdet. Wieder mal. Daher die Auswechselung. Auch aus Leistungsgründen nachvollziehbar. Danach bliebs völlig dicht hinten.

Bamba Anderson: Legte die Wolfsburger Offensive an die Kette, stand oft im Zentrum des Geschehns – als Turm. Lattenkopfball, da hatte er Pech. Gute Partie weitestgehend.

Sebastian Jung: Nicht so durchschlagskräftig wie häufig in der Saison, aber er trieb immer wieder das Spiel nach vorn. Nervös war er, das merkte man.

Bastian Oczipka: Grauenvoll. Unsicherheitsfaktor Nr. 1, ließ seine Gegenspieler machen, was sie wollten. Als er ausgewechselt wurde, wurde das ganze Team stärker. Zufall? Mitnichten. Mal wieder.

Marco Russ: Ganz stark, räumte wieder resolut ab und ackerte sich auch nach vorne eins. Muss verpflichtet werden, weil er Schweglers Ausfälle über Wochen vergessen machte. Er war sogar durchaus stärker als der Schweizer, zuletzt.

Sebastian Rode: Schwungvoll, mutig, agil und auch in der verschlafenen ersten Halbzeit auf der Höhe. Er ist rechtzeitig aus seinem tiefen Tief gekrochen.

Takashi Inui: Unglaublich eigensinnig. Zog drei Mal aus spitzem Winkel ab, obwohl jedesmal der Flachpass in die Mitte hätte kommen müssen. Holte den Elfmeter raus, das war die beste Aktion. Dribbelte manchmal aber auch produktiv.

Stefan Aigner: Seltsam blass, ihm gelang zudem wenig. Begleitete das 2:2 ins Tor, da setzte er den Verteidiger gut unter Druck. Seine beste Aktion. Das sei verziehen.

Alexander Meier: Der Star des Teams hat auch die Eier. Das wichtige 1:2 per Elfmeter war überlebenswichtig zu dem Zeitpunkt. Auch sonst mit den Füßen immer im Spiel, wenn es mal gefährlich wurde. Ginge es nach Leistung, wäre er Nationalspieler.

Srdjan Lakic: Hing in der Luft, ohne Torabschluss. War unsichtbar, dribbelte einmal den Ball fast ins eigene Tor – das war wenig insgesamt.

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Constant Djakpa: DER Faktor, dass es am Ende aus eigener Kraft für Europa reichte. Dann spielte Frakfurt zu elft, er lies nichts mehr zu und spielte sogar zwei Traumpässe.

Aykut Özer: Was muss ihm der Stift gegangen sein! Debüt in so einem Spiel, in so einer Phase. Und er wackelte – einmal rutschte ihm die Kugel fast vor des Gegners Füße. Es sei verziehen.

Pirmin Schwegler: Das 2:2 leitete er letztlich ein, aber man merkte ihm die wochenlange Pause an. Kam nicht so recht an in der Partie, das ist aber normal nach einer Verletzung. Rannte mit und für die anderen, das ist entscheidend.

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Armin Veh: Er hat es geschafft. Die zweite Meisterschaft mit einem Underdog, wenn man so will. Auf dem Zahnfleisch kroch er mit dem Team ins Finale um Europa und rettte die Saison ins Ziel. Traf in diesem Spiel die richtigen Entscheidungen mit den Wechseln,fand in der Halbzeit die richtigen Worte. Gespannt wird man sein, wer ab sofort verpflichtet wird. Chapeau, Herr Veh, Sie haben sich in Frankfurt unsterblich gemacht.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Einzelkritik vs. VfL Wolfsburg

  1. Staniii2360

    Manchmal frage ich mich tatsächlich ob Tzavellas defensiv nicht besser war als Oczipka.

    • Christoph Spycher. Das wollte ja seinerzeit niemand wahrhaben. War nicht spektakulär genug, der gute Mann. Tja. Jetzt haben wir einen fürs Spektakel – der nächste Saison nicht mehr viele Spiele machen wird.

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