Der nächste Schritt

Trunken vor Freude, das Gefühl wird sich niemand und sollte sich auch niemand nehmen lassen, der es mit der Eintracht hält. Doch das gilt nunmal nicht für Journalisten, die den Finger in die Wunde legen müssen. Das ist die Beschreibung des Berufsbilds, nur so füllt ein Redakteur, ein Reporter seinen Job richtig aus. Und weil das so ist, muss ich eine Bemerkung kritischer Natur tätigen.

Sie rankt sich um die Summen, die derzeit für die bekannten Neuverpflichtungen ausgegeben zu werden scheinen. Es sind durchaus stolze Beträge (2,2 Mio für Johannes Flum, bis zu 2,5 Mio für Edgar Prib). Unabhängig davon, ob der eine oder andere Hunderttausender weniger fällig wird, sprechen wir von über vier Millionen Euro Investitionssumme in Spieler, die vor allem der Breite (wichtige Baustelle!) des Kaders dienen dürften. Für Eintracht-Verhältnisse sind das bemerkenswert leicht und geräuschlos ausgegebenen Beträge. Bedenkt man, dass man für das Duo Stefan Aigner und Takashi Inui keine 1,5 Millionen Euro ausgab (ja, Spieler aus der zweiten Liga), gilt das verstärkt.

Man fragt sich, wo die Eintracht dieses Geld nun so scheinbar locker flockig her nimmt. Es ist kein halbes Jahr her, dass die Defizitzahlen des Abstiegs präsentiert wurden. Und der Wiederaufstieg selbst bzw. Rang 6 in der Liga federn das ganze nur teilweise ab. Zumal Europa noch nicht 100%ig gebucht ist, zumindest nicht die lukrative Gruppenphase. Auch in der Fernsehgeld-Tabelle der Bundesliga hängt ein Geldsegen davon ab, ob die Investorentruppe aus Hoppenheim (bitte) noch absteigt oder nicht.

Sollte der neue Sponsor Alfa Romeo, bzw. das Fiatkonsortium, tatsächlich die Schatulle so weit geöffnet haben um solche Summen für – ohne das abschätzig zu meinen – Breitentransfers zu ermöglichen? Wenn besagte 4+ Millionen schon dafür ausgegeben werden, was ist man dann bereit für den einen Top-Mann (Sturm/Ya Konan?), den es brauchen wird, zu zahlen? Eine spannende Frage, wie ich finde. Denn trotz der Beteuerungen Heribert Bruchhagens, dass kein Knallertransfer gestemmt werden kann (wer redet schon von den Pizarros dieser Welt?), wird die Eintracht kaum drum herum kommen ein, zwei Spieler zu verpflichten, die das Team sofort um 8,9,10 Prozent in der Spitze besser machen. Natürlich hängt Qualität nicht vom Geld, von der Höhe der Ablöse zusammen. Das sollte jeder spätestens nach dem Einkauf Stefan Aigners wissen. Jedoch versucht die Eintracht nun mit Klubs und in sportlichen Tabellenbereichen zu konkurieren, zu landen, in denen Geld leider doch über Vieles entscheidet. Man darf also gespannt auf die kommenden Wochen blicken, denn das eine oder andere Milliönchen wird aller Voraussicht nach noch in neue Spieler gesteckt werden. Und nur Spieler aus der zweiten Reihe werden das nicht sein; Konzept hin, Konzept her.

Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge

Eine Antwort zu “Der nächste Schritt

  1. Herr Schnitzelmann alias Einstein

    Also Ya Konan wär super. Ich würd aber auch mal die beiden Augsburger Koo u. Ji ins Auge fassen. Waren beide maßgeblich am Augsburger aufschwung beteiligt…

Diskussion

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s