Alles außer gewöhnlich

Dass es für den Erfolg keine Perfektion braucht, konnte jeder im Champions League Finale sehen. Reihenweise blieben Spieler hinter ihrem Können zurück, etwa Dante, Bastian Schweinsteiger, Franck Ribery. Was am Ende entschied, war unbändiger Willen. Dass dieser über Sieg und Niederlage entschied, wurde nach dem Elfmeter, nach dem Ausgleich für Dortmund sichtbar. Es war der Moment, da das Spiel hätte kippen können, zugunsten des BVB. Stattdessen flitzte ab dann nur noch Bayern über den Rasen. Es war, trotz des Rückschlags, die vielleicht dominanteste Phase des Spiels. Mit dem Resultat, das – wie so oft in letzter Zeit – die lettzen Minuten, Sekunden ein Spiel entscheiden.

Die Parallele zwischen Bayerns Champions League Sieg und dem Einzug der Eintracht in die Uefa-Cup-Quali ist durchaus vergleichbar. Die Emotionen im Stadion nach der Einblendung des Hamburg-Lverkusen-Spiels und des 2:2 Ausgleichs auf der einen, die Extase auf der Theresienwiese in München nach dem Robben-Tor auf der anderen Seite. Die Wertigkeit der Triumphe für beide Vereine sind durchaus ähnlich einzuschätzen. Und die 89. Minute war in beiden Fällen der Dammbruch.

Was ich damit sagen will? Dass die Eintracht in dieser Spielzeit etwas erreicht hat, das man ab Juli/August nicht als Maßstab anlegen darf. Außergewöhnliches ist deshalb außergewöhnlich, weil es eben nicht normal ist. Wer kommende Saison das Ziel verfolgt bzw. einfordert, diesen Coup zu wiederholen – er wird sich irgendwann in negativen Gefühlen ergehen.

Ab Sommer wird sich weisen, wie viel Entwicklungspotential tatsächlich in der Mannschaft, in den Spielern steckt. Wird Sebastian Rode, so er denn nicht verkauft werden soll, tatsächlich die Stockfehler abstellen und torgefährlich werden? Ist Sebastian Jung in Bezug auf Vorlagen in der Lage, mehr als eine pro Saison zu bringen? Wird Bastian Oczipka es bei einem Stellungsfehler pro Monat belassen anstatt zwei, drei pro Spiel? Lernt Takashi Inui, dass es auch im 16er Mitspieler gibt?

Aber bis es soweit ist, bleibt man einfach gespannt ob bevorstehender Transfers. Und so richtig los geht der ganze Kram wohl erst ab dem 26. Juni, dem Trainingsstart. Und vor dem 31. August wird dann – jährlich grüßt das Murmeltier – nochmal die Schnäppchenmaschine angeworfen. Also noch viel Zeit zu grübeln, viel Zeit zu spekulieren.

Schönen Wochenstart!

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