Monatsarchiv: Juli 2013

Das Finale

Liebe Leserschaft,

nach sechs Jahren ohne Sommerurlaub werde ich die touristische Durststrecke in diesen Tagen beenden. Bis Mitte August , Rückkehr pünktlich zum ersten SGE-Punktspiel, weile ich in Lissabon, Portugal – der Stadt des Champions League Finales 2014. Sollte nichts Bahnbrechendes geschehen (Kadlec-Deal zähle ich nicht mehr dazu), liegt der Blog erstmal eine Weile brach. Aber nicht foddrennen, ist keine Nulllinie, nur eine Auszeit 😉

Gruß,

Björn

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Illertissen

Noch gut eine Woche, dann geht es im DFB-Pokal gegen den unterklassigen FV Illertissen. Und wie es bei der Eintracht eben so ist, schien sich das vermeintliche Genüse als Delikatesse zu entpuppen – wenn auch als viertklassige. Den Saisonstart hat der Regionalligist nämlich famos hingelegt, war drei Wochen lang Tabellenführer. Nun endlich die erste Niederlage gegen die Reserve von 1860 München.

Man darf es eben nicht unterschätzen: Der Rhytmus, der Faktor des Eingespieltseins. Das sollte Eintrachtfans spätestens seit der unsäglichen Spielabsage gegen den Karlsruher SC vor etwa fünf Jahren bekannt sein. Da brach der Ryhtmus, bergab war dann die Richtung. So, wenn der Gegner in Form ist, wenn er seinen Paddelschlag gefunden hat, kann es nämlich auch für einen höherklassigen Klub eng werden. Das war zwischenzeitlich zu befürchten, wenn man sich Illertissens Lauf ansah.

Nun darf man aber ruhigeren Gewissens in den Pokalspieltag starten. Man selbst scheint gerüstet zu sein, vor allem wird man das x-te frühe Ausscheiden in Serie vermeiden wollen. Von daher dann doch umschalten auf den Frohmut eines gediegenen 3:1, 4:1. Denn ein Ding bekommen wir mit Sicherheit. Über unsere linke Seite, ich orakele das mal ins Blaue 😉

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Miet-Sturm

Also doch ein Deal. Denn dass Bruno Hübner derart naiv ist und eine Vertragsverlängerung Vaclav Kadlec‘ stoisch ignoriert, ist ausgeschlossen. Es wird, so viel ist anhand der Äußerungen klar, auf eine abermals seltsame Transferkonstruktion zurückgegriffen werden. Sparta Prag verlängert den Vertrag, verleiht Kadlec und je nach Erfolg wird eine höhere Ablöse fällig / oder er kehrt eben zurück.

Der komplette Sturm der Eintracht ist also gemietet – von Wolfsburg, Hoppenheim und Sparta Prag; von drei Investorenklubs. Die Frage stellte ich bereits ja häufiger, aber ich wiederhole sie abermals mit Nachdruck: Wieso buhlt – offenbar – niemand Zahlungskräftigeres außer der Eintracht an diesem Stürmer? So lange wie sich die Geschichte mittlerweile zieht, müssten auf das vermeintliche Juwel ja einige andere aufmerksam geworden sein. Und ist es tatsächlich so unmöglich, Plan B zu forcieren? Gibt es vermutlich doch keinen? Wer weiß das schon. Jedenfalls wird dieser Kaugummitransfer zusehens seltsamer.

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Nashle, Vaclav!

Vaclav Kadlec, jener Star-Tscheche, an dem die Eintracht gefühlt seit dem Pleistozän baggert, hat seinen Vertrag bei Sparta Prag bis 2016 verlängert. Das meldet der Verein auf seiner Homepage, verbreitet vom Hessischen Rundfunk. Nun gibt es zwei Interpretations-Fronten: Die Einen sagen, es sei nun eine für 2013 gültige Klausel in den Vertrag eingearbeitet, die einen vorzeitigen Wechsel gegen einen Betrag X möglich macht. Und vor allem sei – und das wäre der Nutzen für Prag – ein ablösefreier Abgang 2014 unmöglich. Anmerkung meinerseits: Betrag X müsste aber dann deutlich höher sein als die bis dato verlangten rund vier Millionen Euro. Die Anderen sagen, dass die Kadlec-Verlängerung das ist, was es augenscheinlich zu sein scheint: das Transferaus für die Eintracht.

Ich schlage mich da reflexartig auf die Seite Letzterer. Denn Prag hätte das Geld, so darf man zumindest mutmaßen, doch sowieso von der Eintracht bekommen. Drei bis vier Millionen Euro. Jetzt. Wäre das ganze wirklich ein Deal, so, dass die Eintracht dann eben jetzt einen (höheren) Betrag überweist, könnte sich doch dann keiner von den Prager Offziellen hinstellen und von “Kadlec’ Herz für Sparta” erzählen – wie auf der Homepage des Klubs geschehen. So etwas würde doch niemand mit Geistesgegenwart hochoffiziell auf der eigenen Vereinshomepage bekanntgeben. Im stillen Zimmer unter Dach und Fach – das wäre wenn der Weg, und der wäre schon heikel genug. Um sich a) nicht lächerlich zu machen und b) die eigenen Anhänger nicht zu verarschen ist es ausgeschlossen, so eine Jubelmeldung zu verfassen und dann den eigenen Leuten – immerhin soll Kadlce ja der Spart-Star sein – die lange Nase zu drehen.

Und was hat der Spieler Kadlec überhaupt von so einem Deal, er ist ja schließlich maßgeblicher Teil des Taktierens und wird nicht zur Unterschrift gezwungen worden sein? Der Verein, so hieß es zuvor ja zudem auch immer wieder, hat einen Hopp´schen Mäzen und wäre auf die Transfer-Peanuts nicht angewiesen – wozu also panisch irgendeine Klausel einbauen? Vielleicht ist ein Baum eben einfach nur ein Baum, der Star der Prager Mannschaft, der Star der Prager Mannschaft. Ein Pirmin Schwegler, der viel kokettiert, zockt, sich und seinen Marktwert immer wieder wiegt?

Es mag natürlich sein, dass der Martk Profifußball noch viel perverser ist als ich es für möglich gehalten habe. Sollte die Eintracht nun also wirklich zahlen – vielleicht sogar die kolportierten drei bis vier Millionen Euro – lege ich endgültig alle Versuche ad acta, vom Finanzsektor irgendetwas zu verstehen. Denn dann ist für mich der letzte Beweis erbracht, dass das alles nichts mit Menschenverstand und Logik zutun hat, sondern einzig mit willkürlicher Zockerei.

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Großalarm

Alexander Meier denkt an einen Abschied aus Frankfurt. Das meldet Sport1. Und hätten sie ihn nicht zitiert, wäre ich ganz ruhig und gelassen. Aber so, da er es wirklich gesagt hat, macht es mir Angst. Der beste Eintrachtler seit dem Jahrtausendwechsel, und dann bald ohne den Mann? Ich mag gar nicht daran denken. Viel zu stark, viel zu wertvoll ist der Kerl. Der Hübner Bruno soll jetzt den Kadlec halt erstmal lassen wo er ist und dem Langen einen Rentenvertrag anbieten. Zumindest noch zwei, drei Jahre – bei Spielern die nie über das Tempo kamen, nie die Sprints als ihre Stärke hatten, garantiert das eine lange Top-Leistungsfähigkeit. Und Meier ist top, da gibts kein Vertun. Gab es nie. Es sei denn man ist Ideologe oder hat nie selbst gegen den Ball getreten, gelle?! 😉

So oder so: Den Meier will ich gehalten wissen. Konserviert. Irgendwann mumifiziert. Und zwar jetzt. Weniger Bakalorz, mehr Alexander der Große. Auf, Eintracht, macht mal richtig was richtig!

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Der Platzhalter

Marvin Bakalorz. Als ob der Nachname alleine nicht schon seltsam genug wäre. Jetzt kommen sie endgültig hervor, die Jungs mit den Namen ausm Block.   Sonny, Marvin, Mitchell … Dagegen wirkt ein Luca (Waldschmidt) ja beinahe schon muffig, geradezu bourgeoise. Also von wegen Ostdeutschland, die Realität hat die Klischees längst überholt. Sei’s drum. Marvin Bakalorz müssen wir nun also von der Tribüne brüllen, wenn der 23-Jährige eingewechselt wird. Jener Neuzugang von Borussia Dortmund II, der das Eintrachtherz so gar nicht in Wallung bringen möchte. Vielleicht auch deshalb, weil sich mancher sogar noch an dessen Papa Dirk – war das in den 60er/70rn eigentlich auch ein Block-Name? – erinnert. Drei Jahre Frankfurt, 26 Mal treten gegen den Ball. Dann Darmstadt, Schweinfurt, Jügesheim. Das klingt auch für Mitte der 90er ganz schön nach Sturzflug.

Sei’s drum. Die Kids jener Top-Fußballer oder Trainer, die es wie die Raketen nach oben schafften, ist sowieso kurz. Erinnern wir uns an Jordi Cruyff,  Stephan Beckenbauer, Dino Toppmöller. Immerhin Benjamin Kirsten hat es zu einem passablen Torwart bei Dynamo Dresden gepackt. Und was hat das alles mit Marvin Bakalorz zutun, dessen Vater ja gerade als Nicht-Star beschrieben wurde? Richtig, nichts. Die Rolle des von der Reserve Borussia Dortmund  widerstandslos abgeworbenen Spieler ist ohnehin eine seltsame. Ersatz für einen Ersatzspieler (Marc Stendera). Zumal für einen, dem – traut man seinen Augen und Ohren – der als ganz großes Versprechen des Vereins gilt. Als derjenige, der, sobald er gesund  ist und nicht den Sonny Kittel oder Christopher Reinhard oder Dominic Stroh-Engel oder Caio oder oder oder macht, zum Kern einer Post-Alexander-Meier-Ära werden wird – sofern Letzterer überhaupt jemals abbauen  sollte. Marvin Bakalorz scheint in dieser Entwicklung auf den ersten Blick die Rolle des Platzhalters zuzukommen. Sollte die Eintracht jedoch mit diesem aus-der-Hüfte-Transfer bereits Vorsorge für einen Winterwechsel Sebastian Rodes getroffen haben, wäre das ebenso clever wie rätselhaft. Das geschulte Auge wird sicher mehr gesehen haben, mehr über Spielweise und Können des Marvin Bakalorz wissen. Würde man blanko unterschreiben diesen Satz, wenn man nicht die Schergen im „Scouting“-Bereich der Eintracht kennen würde. Erinnert sei nur an Lennart Kweuke und Co. Nun gut, vielleicht hat ein wenig der Klopp´schen Schule ja auch auf die BVB Reserve abgefärbt. Ein bisschen Dortmund-Spirit wird, trotz Fast-Abstieg in Liga vier, hoffentlich drinstecken in dem 23-Jährigen. Seriös einschätzen kann ich den Mann jedenfalls nicht. Das Attribut Platzhalter lasse ich daher selbstbewusst stehen.

Richtig brodeln wird jedenfalls der unglückselige Martin Lanig. Der Mann, dessen Verpflichtung einst kritisch beäugt wurde, der plötzlich Dauer-Matchwinner, dann Hinterherläufer und schließlich Hinterbänkler wurde. Er, der in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlässt, hätte der Gewinner des Kreuzbanrisses Marc Stenderas sein können. Nun wieder einen vor der Nase, wieder weniger Aussicht auf Einsatzzeiten. Aber wie das eben so ist in diesem Verdrängungswettbewerb Bundesliga: Das Mitleid erschöpft sich beim Blick auf das Schmerzensgeld, dass die Jungs am Monatsende auf das Konto überwiesen bekommen. Denn mir kann man erzählen was man will: Sitzend auf einem mittleren sechsstelligen Betrag sind auch die Sitze auf Bank und Tribüne nicht gänzlich unbequem. Ob Marvin Bakalorz auch so denken wird? Sicherlich nicht. Jungs mit Namen aus der Hood wissen doch ums Kämpfen …

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Königstransfer!

Marvin Bakalorz, ha, da staunt die Konkurrenz! Und der Stürmer? Jetzt kann alles ganz schnell gähn …

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