Nashle, Vaclav!

Vaclav Kadlec, jener Star-Tscheche, an dem die Eintracht gefühlt seit dem Pleistozän baggert, hat seinen Vertrag bei Sparta Prag bis 2016 verlängert. Das meldet der Verein auf seiner Homepage, verbreitet vom Hessischen Rundfunk. Nun gibt es zwei Interpretations-Fronten: Die Einen sagen, es sei nun eine für 2013 gültige Klausel in den Vertrag eingearbeitet, die einen vorzeitigen Wechsel gegen einen Betrag X möglich macht. Und vor allem sei – und das wäre der Nutzen für Prag – ein ablösefreier Abgang 2014 unmöglich. Anmerkung meinerseits: Betrag X müsste aber dann deutlich höher sein als die bis dato verlangten rund vier Millionen Euro. Die Anderen sagen, dass die Kadlec-Verlängerung das ist, was es augenscheinlich zu sein scheint: das Transferaus für die Eintracht.

Ich schlage mich da reflexartig auf die Seite Letzterer. Denn Prag hätte das Geld, so darf man zumindest mutmaßen, doch sowieso von der Eintracht bekommen. Drei bis vier Millionen Euro. Jetzt. Wäre das ganze wirklich ein Deal, so, dass die Eintracht dann eben jetzt einen (höheren) Betrag überweist, könnte sich doch dann keiner von den Prager Offziellen hinstellen und von “Kadlec’ Herz für Sparta” erzählen – wie auf der Homepage des Klubs geschehen. So etwas würde doch niemand mit Geistesgegenwart hochoffiziell auf der eigenen Vereinshomepage bekanntgeben. Im stillen Zimmer unter Dach und Fach – das wäre wenn der Weg, und der wäre schon heikel genug. Um sich a) nicht lächerlich zu machen und b) die eigenen Anhänger nicht zu verarschen ist es ausgeschlossen, so eine Jubelmeldung zu verfassen und dann den eigenen Leuten – immerhin soll Kadlce ja der Spart-Star sein – die lange Nase zu drehen.

Und was hat der Spieler Kadlec überhaupt von so einem Deal, er ist ja schließlich maßgeblicher Teil des Taktierens und wird nicht zur Unterschrift gezwungen worden sein? Der Verein, so hieß es zuvor ja zudem auch immer wieder, hat einen Hopp´schen Mäzen und wäre auf die Transfer-Peanuts nicht angewiesen – wozu also panisch irgendeine Klausel einbauen? Vielleicht ist ein Baum eben einfach nur ein Baum, der Star der Prager Mannschaft, der Star der Prager Mannschaft. Ein Pirmin Schwegler, der viel kokettiert, zockt, sich und seinen Marktwert immer wieder wiegt?

Es mag natürlich sein, dass der Martk Profifußball noch viel perverser ist als ich es für möglich gehalten habe. Sollte die Eintracht nun also wirklich zahlen – vielleicht sogar die kolportierten drei bis vier Millionen Euro – lege ich endgültig alle Versuche ad acta, vom Finanzsektor irgendetwas zu verstehen. Denn dann ist für mich der letzte Beweis erbracht, dass das alles nichts mit Menschenverstand und Logik zutun hat, sondern einzig mit willkürlicher Zockerei.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Nashle, Vaclav!

  1. Herr Schnitzelmann

    Wenn er wirklich unbedingt zu uns will, wie er ja immer u. überall sagt, dann verstehe ich nicht, warum er nochmal verlängert hat.
    Klar, Sparta ist jetzt auf jeden Fall fein raus, dem Spieler sollte man aber auf jeden Fall signalisieren, dass es das dann aber auch war.
    Wäre ich der Hübner könnte mich Kadlec jetzt aber mal richtig gern haben.

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