Die Leiter

Alexander Meier mal wieder. Die Lebensversicherung seit was, acht Jahren?! Was der in dieser Zeit an Kritik, an Schelte einstecken musste von so vielen Blinden – Wahnsinn. Dabei macht der Kerl eigentlich weder dieses noch letztes noch im Jahr davor so viel anders als zuvor. Er war und ist der torgefährlichste Spieler, der beste Torschütze, beste Techniker. Was denn noch, was verlangt(e) man denn noch?

Ein 2:0, ein letztlich ungefährdeter und auch kräfteschonend erspielter Sieg auf Horrorrasen ist jedenfalls mehr als akzeptabel. Schaut man sich etwa an, dass Udinese zuhause 1:3 gegen Liberec verliert und auch andere Duell-Favoriten (St.Etienne, Spartak Moskau, VfB Stuttgart, Feyernord Rotterdam) vor dem Aus stehen oder magere Ergebnisse holten, sollte man das Auswärts-2:0 einzuordnen wissen. Immerhin, und das muss man ja bei aller Favoritenstellung auch sagen, Agdam immerhin zwei Würste international bereits ausgeschaltet hat und in der Liga der formstärkste Klub ist. Und wenn man den Quervergleich bemühen will: Ein 2:0 gegen einen Zweitligisten würde man gegen Bochum oder im DFB-Pokal auch problemlos nehmen. Denn es geht nur ums Weiterkommen.

Klar, wieso mancher gedämpft reagiert ist logisch. Man wartet wöchentlich auf das Signal, auf die Entfesselung der Eintracht. Jene Partie, die gewonnen, die dominiert wird und die spielerische Tendenzen erkennen lässt. Kurz: Man sehnt die Eintracht von August bis Dezember 2012 herbei. Doch mittlerweile, nach vier Pflichtspielen 2013/2014 plus der Rückrunde in 2013, müsste bald der Groschen auch bei dem letzten Fan fallen: Das halbe Jahr war die Ausnahme, wir erleben seit geraumer Zeit die Regel.

Dennoch ist das, was die Eintracht bis hierher gezeigt hat zu wenig. Gegen Bayern war Vieles okay, doch das Abwenden eines Schlachtfests reicht nicht um mehr als einen Funken Hoffnung aufkeimen zu lassen im Frankfurtfan. München spielt, macht das Spiel – und solche Teams beherrscht die Eintracht seit langem besser, dank der Räume, die entstehen. Doch Braunschweig ist genauer jener Typ Gegner, den die Frankfurter so gar nicht abkönnen. Sie werden kratzen, beißen, rennen und kontern. Im Stile Berlins allemal. Und weil das so ist, wird es am Sonntag um 15.30 Uhr um alles gehen für unsere Eintracht. Um Zuverischt, Vertrauen, vor allem natürlich um Punkte. Aserbaidschan war das Mutmachspiel zur richtigen Zeit – die Leiter, um die Früchte vom Baum zu pflücken.

Advertisements

2 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

2 Antworten zu “Die Leiter

  1. Pingback: #Link11: Sex sells? Nicht mit uns! | Fokus Fussball

  2. Herr Schnitzelmann

    ich bin mal gespannt, ob man gegen Braunschweig den Kampf annimmt. Gegen Agdam hat noch vieles gefehlt, aber immerhin haben sich einige wieder in die Zweikämpfe geschmissen, Außnahme Inui, den scheint dass mit der Balleroberung nichts anzugehen! Hab auch selten einen so kleinen u. vermeintlich wendigen Spieler gesehen, denn man immer wieder mit nur einer Körpertäuschung komplett aussteigen lassen kann!

    Technisch lässt sich aus dem Spiel gegen Agdam nun wenig rausziehen, da die Bälle, sofern sie flach gespielt wurden, nicht wirklich zu berechnen waren. Die Abwehr wackelt auch noch etwas, das Mittelfeld ist bemüht, und auch der Sturm um Lakic macht Hoffnung, der Junge schmeißt sich in jeden Ball und macht da vorne viel Alarm und Meier nutzt die dadruch entstehenden Räume wiederrum gekonnt aus.

    Alles in allem sollte gegen Braunschweig so zumindet ein Punkt rausspringen, wenn man geduldig und konzentriert spielt, vielleicht sogar ein Sieg.

Diskussion

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s