Es bleibt kompliziert

Drei Punkte, die Minimalstzielsetzung des Auftaktprogramms mit Berlin, Bayern, Braunschweig und Dortmund, sind geschafft. Vier Punkte, das sagte ich vor der Saison, sehe ich persönlich als Maß, das die Eintracht mindestens erreichen sollte aus diesen Begegnungen. Von sechs Punkten Ausbeute sprach ich, den es bedürfe um einen Platz in Richtung erste 8 anzupeilen. Nun sind es jene drei, und ein Spiel gegen den Primus der Liga steht noch aus. Die werden sich vermutlich nicht nochmal so bekriegen lassen wie vor einem Jahr als es am Ende zu einem 3:3 für Frankfurt reichte; ein denkwürdiges und eines der emotionalsten Spiele der vergangenen Jahre (der 34. Spieltag 2013 außen vor). Kurz: Wahrscheinlich bleibt es bei drei von zwölf Zählern.

Die „Frankfurter Rundschau“ hat im Vorfeld des Donnerstag-Kicks gegen Aserbaidschan die These aufgestellt, dass nun, wenigstens nach dem Dortmundspiel die Saison für die Eintracht so richtig beginne. Das kann man so sehen angesichts des denkbar übelsten und undankbarsten Auftaktprogramms aller Bundesligisten. Allerdings ist nach wie vor nicht so klar wo die Eintracht leistungsmäßig steht. Eine – das kann man trotz der jüngsten Steigerung behaupten – maue Vorbereitung mündete in üble Leistungen gegen Illertissen und Berlin. Dann folgte das wenig aussagekräftige Spiel gegen Bayern – wo man sich, ähnlich aber wie das stabiler wirkende Nürnberg, wacker schlug. In Aserbaidschan war dann ein bisschen was gut, vieles okay, einiges schlecht. Und in Braunschweig dominierte man einen Gegner, der vielleicht der schwächste der vergangenen Jahre war. Es ist daher immernoch schwierig eine Aussage über den Leistungsstand, das Leistungsvermögen – kurz: die Perspektive zu treffen.

Der Pfeil geht nach oben, das kann man jedoch festhalten. Wie stark, das wird sich wohl erst in eineinhalb Wochen, gegen Werder Bremen, zeigen. Aber: Einen Gegner derat zu bespielen wie Frankfurt die Eintracht aus Braunschweig, braucht Klasse. Das geht nicht aus der Lameng. Das ist es, was am meisten Mut macht. Aber bitte keinen Übermut, denn der FC Aserbaidschan kann – das sahen wir ja im Fernsehen – auch nach vorne spielen. Zwei, drei Tore können auch die machen. Also wirds 48 000 Kehlen brauchen am Donnerstagabend. Denn dran denken: Wir kamen in der Vergangenheit und werden in Zukunft selten in den Europa-Genuss kommen. Also Vollgas bei der Stimmung geben. Und nochn bisschen Kraft für Sonntag sparen, um an die gelbe Wand zu pinkeln.

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4 Kommentare

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4 Antworten zu “Es bleibt kompliziert

  1. Herr Schnitzelmann

    Mal ne blöde Frage, hab nix gegen Celozzi, aber wieso spielt der Schröck nicht mehr? Gegen Bayern fand ich den Klasse, wieso sitzt er nach so ner starken Partie auf der Bank und das schon im 2ten Spiel hintereinander???
    Ist er verletzt? oder hat er die Tochter vom Chef…???

    • Celozzi spielt das meiner Meinung nach etwas biederer runter, und das ist nicht negativ gemeint. Er ist sicherer im Offensivspiel. Schröck hat gebissen und gekratzt, aber ob er nach vorne die Kombinationsstärke hat, bezweifele ich. Wenn Jung wieder fit ist, rückt der sowieso wieder rein. Daher frage ich mich – nach wie vor – grundsätzlich was der Schröck-Transfer sollte. Vielleicht wählt man ihn als defensivstärkeren Ersatz falls Jung ausfällt – ergo gegen Dortmund?

  2. laberbacke

    Dachte, eigentlich, dass die Vorbereitung ganz gut lief.

    • Das dachte jeder. Wurde ja auch so verkauft. Alles top. Hotel. Platz. Einstellung. Transfers. Die Gegner waren halt allesamt Lullis und im Rückblick hat es dann eben doch eine Aussage, wie man sich gegen manche Mannschaft präsentiert. Solange sie jetzt drin sind in der Saison, wenn jetzt die nötigen Punkte fürs Mittelfeld kommen, ist ja alles gut.

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