Einzelkritik vs. Borussia Dortmund

Kevin Trapp: Stark bis weltklasse pariert gegen Blasczykowski und beim 1gegen1 im 16er – auch sonst präsent und fehlerfrei. Lässt aktuell auffällig häufig den Ball nach vorne prallen, aber hat die Kugel ja.

Carlos Zambrano: Noch das beste Saisonspiel des Peruaners, auch wenn er beim 0:1 nicht gut aussieht in der Zentrale. Ruhiger als sonst, die Kapitänsbinde tut ihm vielleicht ganz gut beim Ritt auf der Platzverweis-Rasierklinge.

Bamba Anderson: Hatte Lewandowski im Griff, meldete ihn ab. Das soll was heißen. Pech beim Pfostenkopfball. Entwickelt sich zu dem, was Zambrano vergangene Saison war: Mr. Unverzichtbar.

Constant Djakpa: Er wackelt und wankt, aber fällt nicht. Defensiv, trotz aller Ungenauigkeiten, viel besser als sein Positions-Konkurrent. Offensiv steht er ihm in Nichts nach, weil da nicht viel kommt. Sollte von nun an häufiger spielen.

Stephan Schröck: Mit defensiver Agilität bügelt er seine Stellungsfehler aus, und von denen hat er einige. Er beißt sich aber nach 5, 10 Minuten rein in Spiel und Gegner. In der Vorwärtsbewegung kein Ersatz für Jung. Aber: in Ordnung.

Marco Russ: Umsichtig, zweikampfstark und auch technisch auf der Höhe. Bewegte nicht sonderlich viel nach vorne, das Fehlen von Rode/Schwegler merkte man jedenfalls nicht an seiner Leistung.

Johannes Flum: Schwächster Frankfurter. Das 0:1 geht auf seine Kappe und er gibt auch beim 1:2 nur Geleitschutz, da geht er nicht körperlich genug zu Werke. Er sollte rausrotieren, wenn Sebastian Rode gesund ist.

Takashi Inui: Perfekte Flanke vor dem 1:1, ein, zwei weitere gute Aktionen – und dann eine ganze Reihe Ballverluste und Eigensinnigkeiten. Minimal besser als zuletzt, immerhin.

Stefan Aigner: Wieder auffälliger, weil er sich reinhaut. Stach Gegenspieler Schmelzer doch mehrfach aus, bereite unfreiwllig per Pfostenkopfball (den muss er machen) den Ausgleich vor.

Jan Rosenthal: Starke Partie, hatte seine Füße in den meisten Offensivaktion im Spiel. Stellte die Dortmunder vor einige Probleme, baute hinten raus ab.

Vaclav Kadlec: Wuselig, stellte die BVB-Verteidigung vor manche Probleme. Das Tor verdiente er sich, auch weil er genau richtig stand. Ja, das ist, das wird ein Guter.

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Bastian Oczipka: In der 92. Minute den Ball zurück anstatt nach vorne gespielt, der Schiedsrichter pfeift ab – vielleicht ist das das Sinnbild für die Nummer 6. Geht es nach Gesamtleistung, sollte er seinen Stammplatz verloren haben. Wird aber nicht so sein.

Pirmin Schwegler: Kam, sah und war auch dabei. Wenn man ihn und seine Körpersprache derzeit beobachtet, ist da irgendwie Teilnahmslosigkeit zu sehen. Seltsam passiv.

Joselu: Eine Direktabnahme am Fünfereck, die manch Stürmer wenn nicht verwandelt, so doch in die Mitte gedroschen hätte. Der Spanier stupste die Kugel in des Torwarts Hände. Prädikat Notnagel, es verdichten sich die Anzeichen.

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Armin Veh: Respekt vor der Leistung. Da war Vieles sehr gut, und das trotz (oder wegen?) Personalnot. Kombinationen passen, defensiv war es (wieder) in Ordnung gegen eines der beiden deutschen Spitzenteams. Mit etwas Fortune oder eines besseren Tages von Johannes Flum wäre ein Punkt, ja phasenweise sogar ein Sieg drin gewesen.Die Auswechslungen nach dem Motto Schwache für Starke erlahmten allerdings den Offensivdrang in der Schlussviertelstunde. Bei allem Lob: Jetzt ist das Hammerprogramm vorbei, Siege müssen her. Für einen gesicherten Mittelfeldplatz muss der September ein goldener werden. Man darf angesichts der Leistung zuversichtlich sein, aber jetzt ist eben neben Einsatz auch Effektivität gefordert.

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8 Kommentare

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8 Antworten zu “Einzelkritik vs. Borussia Dortmund

  1. Herr Schnitzelmann

    geil, und jetzt kommt der nächste Ausgemusterte…
    Herzlich willkommen in Brunos Resterampe: Herr Tranquillo Barnetta…
    …für die Abwehr gäbs beim HSV noch den ein oder anderen Ausgemusterten, und natürlich gibts immer noch ein Paar Hoppenheimer, die der Trainingsgruppe 2 angehören, nur so als Tipp für die Wintertransferperiode…

  2. Staniii

    Meinst du vor dem 0:1 als er den Ball zu Flum spielt / bolzt, der ihn nicht annehmen kann und Kuba serviert oder vor dem 1:2 als Großkreutz den Pass spielt und der Armenier Flum stehen lässt?

  3. laberbacke

    Kadlec: die beiden Großchancen, die er vor dem Ausgleich vergab, haste aber einfach mal untern Tisch fallenlassen oder wie 😉

    Djakpa: defensiv stabiler als Otsche, aber offensiv ist er so lala. Nervtötende Weitschüsse, komplett nutzlose Flanken. Finde daher nicht, dass er da dem Otsche in Nichts nachsteht.

    • Brezelbäcker Obst

      zu Djakpa:
      Ich weiß zwar nicht, welches Spiel ihr gesehen habt, aber der werte Herr war in meinen Augen ziemlich übel. Vor allem seine sinnfreien Ballverluste in der Vorwärtsbewegung waren schlimm.
      Kurze Erinnerung ans 2:1: Djakpa will den Ball wegschlagen, haut ihn flach dem einzigen zentral im MF stehenden Dortmunder vor die Füße, der spielt zu Mi(bitte wahllos Konsonanten einsetzen) und der bumst ihn rein (nachdem er Flum stehen lässt)
      Ich kann mich in mindestens 3 ähnlich schwache Klärungsversuche erinnern, aus denen aber zum Glück kein Gegentor resultierte. Das 2:1 geht für mich aber zur Hälfte auf Djakpa.
      Was nützen abgefangene Bälle, wenn ich den eroberten Ball in 50% der Fälle direkt wieder abgebe???
      Also bitte nicht krampfhaft Oczipka aus der Startelf schreiben, ich fand den Herrn Djakpa keinen Deut besser!

      • Wenn das, was Djakpa spielte übel war, müsste die Kategorie für Oczipka erst noch erfunden werden. Ist ja nicht so, dass ich von Djakpa sonderlich viel halte, aber er hat das gegen starke Gegner weitaus besser gelöst als Oczipka gegen schwächere. Offensiv ist mir das alles gerade völlig egal, mir gehts nur um die Defensive. Und wenn etwa Flum DIESEN Pass vor dem 0:1 nicht annehmen kann, dann muss man ihm die Füße richten. Der Pass war völlig in Ordnung. Und vor dem 1:2 gab es für Djakpa sonst nur den langen Ball als Möglichkeit. Gegen den habe ich per se nichts, aber die Spieler sollen es laut Veh eben mit Kurzkombination lösen. Versuchte er – abermals macht Flum eine unglückliche Figur. Und wie du den Analysen von Veh entnehmen kannst, rügt er dafür Flum auch namentlich.

        Nicht so krampfhaft an einem festhalten, der seit Monaten offensiv gar nichts mehr bringt und defensiv eine einzige Zumutung ist. Ich habs ja in der Vorbereitung schon geschrieben: Hinten links war und ist Handlungsbedarf. Stattdessen holen wir einen weiteren für hinten rechts und für die 6. Selbst schuld.

    • Großchancen? Ich erinnere mich an eine Szene, wo er durchbricht und beim Schuss aus 16 Metern noch geblockt wird sowie die Hacken-Szene in der zweiten Halbzeit. So oder so: Der Kadlec hat da vorne für Unruhe gesorgt, Hummels und Subotic hatten ihre liebe Mühe und Not den zu halten. Das ist so viel mehr als ich erwartet hatte, und da erkenne ich durchaus die erhoffte Klasse.

      Oczipka hatte nun in 12 Monaten ca. 40 Gelegenheiten, sich zu verbessern. Ist nicht geschehen, also sollte Djakpa – der das zuletzt immer passabel (!) gelöst hat – auch mal seine Bewährungsprobe(n) erhalten. Dass wir links hinten große Probleme haben, egal ob da Oczipka oder Djakpa spielen (alleine schon wegen Inui auf links offensiv), ist doch eh klar. Nur das Risiko minimieren ist möglich – und da sehe ich aktuell Djakpa, von dem ich per se ja auch wenig halte, als die bessere Wahl.

      • Herr Schnitzelmann

        …alte Wunden… mit dem Abgang von Spycher fingen die Probleme hinten links an… und irgendwie ist hinten links bei fast allen Teams die Position, die eher schlecht als recht besetzt ist… Oczipka als Linksfuss hätte die besten Voraussetzungen, diese Position mehr als gut auszufüllen, aber er tritt auf der Stelle, weshalb ich auch der Meinung bin, das Djakpa seine Chance verdient hat, sich neu zu beweisen…

      • Das ist richtig, LV ist die schwächste Position vieler Teams. Wobei ich das nie verstanden habe. Offensiv kann ich das ja noch nachvollziehen, Thema Hereingaben und Passspiel, wenn man etwa einen Rechtsfuß auf links stellt. Aber defensiv doch nicht. Da gehts um Grundlagen, um das Wissen wann ich wo wie gegen Ball und Gegner zu stehen habe. Das gilt für einen Rechtsverteidiger/Rechtsfuß ebenso wie für einen Linksverteidiger/Linksfuß.

        Klar, die Eröffnung, der erste Pass ist ja die erste Offensivaktion. Da kann dann schon schnell der erste brutale und folgenschwere Fehler begangen werden. Aber daran hapert es bei Oczipka, wie bei vielen anderen ja nicht mal. Bei ihm ist es der Fakt, dass er über 0 Stellungsspiel in der Defensive verfügt. Und weil er so oft schlecht steht und er dann im Antritt auch nicht der Schnellste ist (was auch okay ist), wirds für ihn unmöglich die Bolzen auszubügeln.
        Ich wünsche mir einen wie Filip Daems von Gladbach. Offensiv solide und defensiv sehr stark – so rum ist mir das lieber. Oder einen Michal Kadlec (Leverkusen), der sogar vorne richtig gut ist – aber eben seinen Preis hat und nicht umsonst bei einem CL-Team spielt.

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