Das letzte Aufgebot

Die Saison hat quasi gerade erst begonnen, schon steht die Eintracht mit dem Rücken ziemlich nah an der Wand. Sportlich zumal, wenn man die Tabelle und die Punktausbeute betrachtet. Das konnte man aber wenigstens so oder so ähnlich vorausahnen, der Saisonverlauf relativiert das Ergebnisangesichts des Auftaktprogramms etwas. Dass man jedoch personell bereits am 5. Spieltag ausgezehrt ist, das der Kader schon jetzt an seinen Belastungsgrenzen angelangt ist, überrascht schon. Und die englischen Wochen haben nicht mal begonnen, der Abnutzungskampf der Knochen und Muskeln steht noch ganz am Anfang.

Und so kommt es, dass man sich wie ein Kreisligaverein 15 Leute auf dem Spielbogen leisten kann. Deren Namen sind Trapp, Wiedwald, Jung, Zambrano, Russ, Anderson, Oczipka, Djakpa, Celozzi, Rode, Flum, Inui, Aigner, Kadlec und Last-Minute Neuzugang Tranquillo Barnetta. Nicht auszudenken wie sich das lesen würde, wenn man mit dem Schweizer nicht noch einen Mittelfeldmann geholt hätte. Denn aus dem verbliebenen Quartett Lanig, Joselu, Lakic und Bakalorz werden es zwar drei in den 18er-Kader schaffen. Aber ob da auch nur einer dabei ist, der zu mehr dient als das DIN-A4-Papier zu füllen, darf bezweifelt werden. Srdjan Lakic, der es ja nach zwei Wochen Pause geschafft hat nicht zum Mannschaftstraining (der Qualifikation für die Bundesligaspiele) zu erscheinen und stattdessen „Termine hat“ die er nicht absagen will, darf man getrost fragen ob er den Schlag nicht gehört hat oder nicht hören will. Über Joselu zu schreiben ist die digitale Internet-Tinte nicht wert und Martin Lanig ist eben Martin Lanig. Bleibt Marvin Bakalorz, der große Unbekannte.

Die Ausgangsposition ist denkbar ungünstig. In mehrfacher Hinsicht. Das Gefühl sagt, dass mehr an Kevin Trapp im Tor hängen wird als einem Eintracht-Fan lieb sein wird. Doch kann man nicht jedes Spiel mit den Umständen relativieren. Drei Punkte in Bremen müssen her, die eigenen Ziele, der eigene Anspruch verlangen das. Schließlich kann man aus der Not auch eine Tugend machen – das gilt vor allem für jene Spieler, die sich bislang einer angemessenen Form verweigert haben.

Also, auf jetzt, mit einem Sieg festspielen im Mittelfeld!

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