Elf für die Elf

Im Achtelfinale also gegen den SV Sandhausen. Im Waldstadion. Seien wir ehrlich: Da darf nichts anbrennen. Gut, wobei man das gegen den Hamburger SV auch dachte als man deren Spieler über den Platz rumpeln sah. Das Ende des Liedes ist bekannt, ein vergeigter Sieg, verlorene Punkte, Frust aufgrund von personellen bzw. strategischen Fehlentscheidungen.

Dass Constant Djakpa nach vernünftigen Leistungen, jedenfalls schoss er keinen Bock, für einen zudem noch ahlbfitten Bastian Oczipka weichen musste – grotesk. Wieso mit den Auswechslungen nicht zwischen Minute 60 und 70 begonnen wurde, jener Zeit als die Eintracht ihr Offensivbemühen völlig einstellte und selbst gegen diesen HSV unter Zugzwang geriet, erscheint schleierhaft. Diese Dinge haben mit den Verletzungssorgen in der Zentrale – Meier, Schwegler, Rosenthal – nichts zu tun.

Apoel Nikosia, Zypern, wo es am Donnerstag zu spielen gilt verblasst bereits angesichts der sieben Spiele / acht Punkte Situation. Wichtiger ist der kommende Sonntag, 17.30 Uhr im Breisgau. In Freiburg geht es dann darum, ob Eintracht Frankfurt in der Lage ist in der Bundesliga Spiele zu gewinnen. Den Sieg und den souveränen Auftritt in Braunschweig, so viel lässt sich sagen, darf man nicht zu hoch hängen. Stand jetzt schlägt die jeder. Werder Bremen war und ist dünn, die schlug man. Gegen Stuttgart, das sich gefangen zu haben scheint, ist der Auswärtspunkt in dem Maße okay wie das Remis zu Hause gegen Hamburg gar nicht in Ordnung geht. Die Punktausbeute tröpfelt so dahin, Stand jetzt sind es fünf weniger als dass es sein sollten – den Maßstab, das Ziel Mittelfeldrang (einstellig) zugrunde gelegt.

Man muss den Ist-Zustand nicht düsterer darstellen als er ist. Die Abstände sind gering, drei Punkte trennen Rang fünf und 14, der Vorsprung auf Abstiegs- und Relegationsrang beträgt drei bzw. fünf Punkte. Doch steht der betriebene Kraftaufwand, der Verschleiß und die Ausgeglichenheit des Spielplans (nach dem Septemberprogramm) eine zu magere Punktzahl gegenüber. Entweder Hamburg oder einst Berlin – da hätte dieser eine Sieg mehr gelingen müssen. Das ist perdu, Vergangenheit. Ändert für die Zukunft aber nichts daran, dass wieder Effektivität einkehren muss in Frankfurt. Lackmustest – dieses sperrige Wort, dessen Bedeutung wohl die wengisten (auch ich nicht) kennen – titelte die „Frankfurter Rundschau“ nach einem Spiel kürzlich. Sollte damit so etwas wie – die nächste Floskel – Nagelprobe gemeint gewesen sein, steht das jetzt gegen den SCF abermals an. Acht, neun oder elf? Eine Wahl hat man nicht wirklich. Die Elf auf dem Rasen muss dafür sorgen, dass es nach dem kommenden Spieltag elf Punkte auf der Habenseite sind. Sonst wird uns das mit dem Frust noch länger und ernster beschäftigen.

Übrigens, nochmal zum Anfang: Eigentlich müssten Tore von Marcell Jansen doppelt zählen und Punktgewinne mit Heiko Westermann auf dem Spielfeld verdreifacht werden. Wer es trotz so dünner Kicker (für Jogi Löw reichts natürlich, Erbhöfe und Vasallentreue sei Dank) zu (Teil)erfolgen bringt, dessen Leistung kann kaum hoch genug bewertet werden.

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