Alarmstufe Rod(e)

Eintracht Frankfurt müht sich durch die fußballerische Unterschicht, schlägt europäische Griepen und starkst sich hinten raus gegen einen bräsigen Zweitligisten zum Sieg. Und macht keinen Stich gegen Teams, die auch nur geradeaus laufen können. Bleibt jedenfalls nur zu hoffen, dass das nicht der in den vergangenen Tagen lang und breit geforderte Elfmeterpfiff war (ein strittiges Ding, zumal außerhalb des 16ers – wird es Klagen der SGE geben? Nöööö, da wirds dann staatsmännisch angenommen, das Ding. Mit Verweis auf Hannover 😉

Steht man also irgendwie im Viertelfinale des DFB-Pokals. Joselu. Unter anderen Voraussetzungen wäre das durchaus einen Zwischenjubler wert, allerdings trübt vor allem die Tatsache, dass noch nicht ein Erfolg dieses Jahr etwas Liga-Positives, Nachhaltiges ausgelöst hat, die Freude über die zusätzliche Millionen, die der Verein nun kassiert.Weitergekommen gegen SV Sandhausen – das ist gut, das ist schön, das ist wichtig; aber es ist eben trotz allem auch standesgemäß. Hochhängen sollte man das nun wahrlich nicht.

Zu präsent ist der Aggressor-Auftritt des nächsten Gegners, Hoffenheim, gegen den Angeblich-Aufbaugegner Schalke. Ein Spiel, das zeigte, das drei Tore gegen 04 a) kein Kunststück und b) auch als Sieg zu haben sind. Vor allem aber ein Spiel wo man sah, wie ein Bundesliga-Vierzehnter einen Bundesliga-Fünften phasenweise auseinandernehmen kann, wie er trotz 14 zu 24 Ligapunkten marschieren, beißen und gewinnen kann. Mit einer Mannschaft, wo ein 29-jähriger Kai Herdling mit einem halben Dutzend Profispielen, prägende Figur ist. Wo der Ersatztorwart spielt, ein 19-Jähriger außen fats mühelos gegen Farfan und Boateng verteidigt, ein 18-Jähriger die ganze Saison etatmäßig Innenverteidiger ist …

Und damit exakt das Gegenteil dessen passiert, was in Frankfurt usus ist: Ausfall, Sperre etc. von Stammspielern, das führt nie dazu, dass ein Hinterbänkler, ein Junger, ein Alter jenem durch gute Leistungen den Platz wegschnappt. Es geht immer nur darum, ja ohne größereren Schaden diese jeweilige Ausfallzeit des Stammspielers zu überbrücken. Man fragt sich zwangsläufig, wie viel dünner die Frankfurter Reserve, die Frankfurter A- und B-Jugend sein können, dass niemand auch nur in der Nähe des Herausforderer-, des Überraschungsspieler-Status‘ zu sein scheint.

Alles Theorie, alles nur bedingt hilfreich für all das, was aktuell schief läuft. Gut, gegen Sandhausen deutete sich das (abermalige) Schieflaufen nur an. Allerdings äußerst lebhaft, dank aktiver Lethargie und einem Sebastian Rode, der fürwahr zum FC Bayern, zu Dortmund – wohl aber Schalke 04 – gehen sollte. Präzisions-Pfostenschütze Takashi Inui gibts noch oben drauf für den jeweils abnehmenden Verein 😉 Die beiden bilden (an guten Tagen) das +1/-1 = 0 Duo: Einer guten Aktion folgt eine schlechte. Und das immer und immer wieder. An schlechten Tagen rutscht die Aktionsbilanz tief in den Negativbereich. Ganz anders Joselu: fünf Tore in zweieinhalb Spielen. Das darf man goutieren. Trotzdem sollte man nicht vergessen, wie schlapp er in jenem halben Spiel über das Feld schlich; etwas, das Auskunft über eine Art Normalzustand (bis dato / bis jetzt?) gibt.

Aber was soll, was nützt das ganze Schlechtgerede. 4:2 im KO-Wettbewerb, so mau bis bieder das im Spiel fot war, muss man dann eben mal nehmen. In der aktuellen Tristesse-Situation muss das reichen. Allerdings wäre es aller höchste Zeit, dass auf so ein laues Lüftlein auch mal ein Orkan, oder zumindest ein echter Wind folgt – ergo: Zählbares, dreifach Zählbares in der Bundesliga.

Ich bin gespannt. Wenn jetzt, trotz der Hoffenheimer Stärke, von der Eintracht nichts (nach)kommt – dann kommt gar nichts mehr.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Alarmstufe Rod(e)

  1. Herr Schnitzelmann

    …sollten wir es irgendwie schaffen, die Klasse zu halten, dann wird könnte dass eine Saison mit Happy-End werden, eine in der man Luft geholt hat nach dem furiosen Aufstiegsjahr aber eine in der man vorhandene Defizite mal wieder gut vor Augen geführt bekommen hat. Man sollte dann aber die nötigen finanziellen Mittel haben, diese auch anzugehen Stichwort Jugend, Stichwort Kader.

    Sollte es allerdings in die 2.te runter gehen, dann war das alles irgendwie umsonst, denn dann gingen die finanziellen Ausbeuten für einen Wiederaufstieg drauf… und wenn man sich angesehen hat, wie schwer sich die Eintracht gegen kleine Vereine in dieser Saison tut, dann kann man nicht sagen wo die Reise hingeht…
    ich hoffe das wir drin bleiben u. das die Zeichen erkannt werden

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