Saat für ein Pflänzchen

Angekündigt war ein Orkan, ein heftiger, erbarmungsloser Sturm. Aus Xaver wurde aber das, was man eine Luftnummer nennt. Ein laues Lüftlein, sozusagen. Genug der Wortspiele – immerhin geht es um Eintracht Frankfurt. Ein Schelm, wer bei der Verquickung von Xaver und der SGE böses denkt 😉

Die Gelehrten streiten sich stattdessen – wie so oft – um die Lehren, um die Schlüsse die von einem Spiel auf das nächste gezogen werden können. Am Ende scheidet sich bei der Bewertung der Ding, wie so oft im Leben alles an und mit der inneren Haltung, der Neigung, der Einstellung „Glas halb leer“ oder „Glas halb voll“.

Wertet man die vier Tore gegen einen mittelmäßigen, aber recht formstarken und defensiv guten Zweitligisten (SV Sandhausen) als – zumal angesichts der spielerischen wie offensiven Flaute der vergangenen Monate – eine herauszustellende Leistung? Oder richtet man den Blick auf den verwalterisch biederen, zwischenzeitlich vogelwilden Auftritt der bis zum 2:2, fast bis zum 2:3 führte?

In der Logik und Konsequenz der Hinrunde müsste man eigentlich zur (Mini-)Watschn tendieren. Jedoch an etwas ganz anderem als den Gegentoren, dem Zwischendurch-Einbruch. Denn bekanntermaßen wird bei Fehlern, bei Missleistungen der Eintracht, der SGE-Spieler gerne relativiert, einzelne Szenen werden herbeigenommen und der Menschheit erkärt, wieso es diesmal nicht zu einem Erfolg gereicht hat, wieso etwa das Gegentor fiel, wieso der Offensive aus sieben Metern freistehend den Pfosten umschießt anstatt ins Tor zu treffen (Hint: pun intended 😉 ) .

Dreht man den Spies um, leuchtet auf Sandhausens Misserfolgsgründe im Pokalspiel gegen Frankfurt, muss man feststellen: Die haben sich da drei richtige Eier reinlegen lassen. Das 2:0 war kein Elfmeter, den Schuss, der das 3:2 markiert, muss der Tor zwingend halten (umgekehrt muss Kadlec anstatt zu schießen auf Joselu querlegen) und das 4:2 rutscht nach einem Eckball-Konter 3 auf 1 in ein Tor ohne Keeper. Kein Ruhmesblatt, kein Knalleffekt, nichts,  worauf ein Zuversichts-Pfänzchen gründen könnte.

Auf der anderen Seite: Nach dem 2:2 und dem drohenden Unheil lehnte sich das Team auf, reagierte nach kurzem Schock wütend, trieb den Ball wenigstens ein paar Minuten lang konsequent(er) nach vorne und schaffte es dementsprechend, Druck aufzubauen, die Partie recht zügig wieder zu kippen. Das, der geglückte Hebelumleger in Kopf und Körper, das Ganghochschalten im Spiel, ist der Ankerpunkt für einen Erfolgsglauben in Richtung des Duells mit der TSG Hoffenheim. Obgleich die in vielerlei Hinsicht das exakte Gegenstück zum SV Sandhausen sind (32:34 Toren in 14 Spielen gegenüber 15:14 Toren in 16 Partien). Womit sich der Kreis schießt: Was kann man schon großartig vergleichen?

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beiträge

Diskussion

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s