Einzelkritik vs. Hertha BSC Berlin

Kevin Trapp: Nicht gefordert, außer bei hohen Hereingaben. Die pflückte er sicher. Das ist wichtig, angesichts der Anfälligkeit gerade nach Standards.

Carlos Zambrano: Auf des Messers Schneide. Verstrickt sich viel zu oft unnötig in Reibereien, zu viele Mätzchen, obwohl er die gar nicht nötig hat. Schrammte an einem Strafstoß und Platzverweis vorbei.

Marco Russ: Dominator, bester Mann auf dem Platz. Defensiv gewann er jeden Zweikampf, selbst als er einmal ausrutschte stocherte er den Ball noch weg. Musste notgedrungen sogar oft den Spielmacher imitieren, Tempo in den Aufbau bringen.

Sebastian Jung: Defensiv profitierte er von zig ungenauen Zuspielen der Berliner, lief da viel ab. Gelang offensiv sehr wenig, spielte zwei, drei Harakiribälle durchs Zentrum. Er kann mehr.

Constant Djakpa: Anfangs musste man Angst haben, aber nach zehn Minuten war er drin im Spiel, hielt seine Seite problemlos dicht. Das war in Ordnung.

Sebastian Rode: Das nächste Kapitel im Buch des Pingpong-Rode. Eroberte den einen oder anderen Ball, brachte aber wenig gescheite Anspiele an den Mann. Schwamm so mit.

Pirmin Schwegler: Ohne Impulse nach vorne, auch, weil eng gedeckt. Machte aber keine Fehler, bringt zumindest etwas mehr Ruhe ins Spiel.

Takashi Inui: Ein Ärgernis, ein Sicherheitsrisiko. Fabrizierte viele Ballverluste, gewann nicht einen Zweikampf, verstolperte zwei Konter. „Straf“auswechslung nach 50 Minuten überfällig. Wird im Normalfall nicht mehr viele Spiele machen.

Stefan Aigner: Kein gutes Spiel, man merkte die mangelnde Praxis. Lief häufig verkehrt, hatte kaum Bindung zum Spiel.

Alexander Meier: Der Lebensretter. Dieses Tor muss man erstmal machen. Hätte kurz vor Schluss noch das 2:0 machen können, vielleicht sogar müssen. Tauchte phasenweise zu sehr ab, in Phasen wie jetzt muss er mit seiner Klasse wieder präsenter sein. Ist noch Luft nach oben.

Jan Rosenthal: Reihte vor allem im ersten Durchgang Fehlpässe aneinander. Ihm gelang wenig. Er lief jedoch wie ein Irrwisch Räume zu, verhinderte reihenweise einfache Pässe. Alles in allem aber zu wenig.

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Stephan Schröck: Rannte, macht und tat – nicht alles glückte. Aber Biss brachte er in die Partie, war giftig. Muss am Passspiel arbeiten.

Joselu: Nicht viel Zeit um auf sich aufmerksam zu machen, aber man spürt, dass er will. Wird Rosenthal eng auf die Pelle gerückt sein und in der Rückrunde seine Chancen und Tore bekommen.

Alexander Madlung: Als Libero eingewechselt, köpfte er noch zwei, drei Colakisten aus dem Strafraum. Mehr sollte er nicht tun, alles gut.

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Armin Veh: Verbessert zeigte sich die Mannschaft im Vergleich zur Hinrunde nicht. Das war offensiv gar nichts, weder im Spielaufbau, noch gelangen Konter oder Standards. Allein ein konditioneller Einbruch ab der 60 / 70 Minute war nicht (mehr) zu erkennen. Immerhin: Defensiv sah das gegen die (aber auch harmlose, irgendwie lustlos wirkende) Berliner gut aus. Wobei die Defensive gefühlt gar nicht die Achillesverse der Eintracht war / ist. Es bleibt dabei: Nach vorne geht einfach zu wenig. 1:0 hin, 1:0 her: Es ist ein dreckiger, ein wichtiger Sieg. Und nur das zählt, alles andere ist theoretisches Beiwerk. Schlüsse zu ziehen, zumal positive (Heimfluch-Beendigung außen vor gelassen) ist nach diesem Kick eher nicht möglich.

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