Der Fußballgott bleibt

Es ist fix: Alexander Meier wird seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt um weitere drei Jahre plus ein Jahr Option verlängern. Sollte er diesen Vertrag, an dessen Ende er 34 Jahre wäre, erfüllen, ist im Schatten eines Oka Nikolov ein zweites Vereins-Idol herangewachsen. Eines, dem die Fans des Klubs so ziemlich alle glanzvollen Momente der vergangenen zehn Jahre zu verdanken haben. „Lebensversicherung“ taufte ihn die Frankfurter Rundschau einst – zurecht. Denn niemand, der es mit der SGE hält, kann sich ausmalen in welchen Niederungen der Verein feststecken würde, wenn Meier nicht für die sportlichen Erfolge gesorgt hätte, für die er gesorgt hat: Aufstieg und Europa League-Qualifikation sind die präsentesten, die aktuellsten. Kein anderer Spieler der Mannschaft macht so sehr den Unterschied, wie er: Fehlt er, spürt das das Kollektiv. Spielt er, macht das das Kollektiv um ein paar Prozent stärker.

Alex Meier, das kann man schamlos behaupten, ist der beste Spieler von Eintracht Frankfurt seit den tiefen, tristen 1990ern. Irgendwann in der Zeit, nachdem es mit Uwe Bein, Jay Jay Ockocha und Maurizio Gaudino vorbei war, kann man AM14FG bedenkenlos einordnen.  Im Tore schießen, in gescheiten Pässen, im Laufpensum, in der Technik macht ihm seit Jahren keiner etwas vor. So war das schon in jener Vor-Gottstatus-Zeit, als er von den Blinden und Hohlen in der Kurve und vor dem Fernseher angefeindet wurde. Im Prinzip spielt Meier 2014 nicht anders, auch nicht mit mehr Übersicht als 2004 – er ist eben kontinuierlich besser, konstanter geworden. So, wie ein Profifußballer das werden sollte. Seine Entwicklung ist normal, sein Talent, sein Können sind aber weit überdurchschnittlich.

2004 wurde er vom Hamburger SV (ätsch!) verpflichtet, jetzt, 2014 ist er abermals der beste Kicker seiner Truppe. Und wenn er gesund bleibt und der Verein gescheite Trainer und Mitspieler engagiert, wird Alex Meier auch in den nächsten Saisons seine Spiele machen, seine Tore schießen, seinen Wert behalten. Denn er hat gegenüber manch anderem angeblich so tollen Spieler einen entscheidenden Vorteil: Er kam nie über Tempo und Geschwindigkeit, sondern über Fleiß und Präzision. Das nimmt nicht ab, wenn man die 30er-Marke geknackt hat. Er hatte und hat die richtige Einstellung – und so etwas vergeht nicht. Danke für die letzten zehn Jahre, danke für die kommenden zwei, drei, vier!

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Der Fußballgott bleibt

  1. Jermaine Jones Junior

    Meier gut, Eintracht gut!

Diskussion

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