Taktiktheorie

Doch, es ist wahr: Es gibt tatsächlich noch eine Saison zu Ende zu spielen. Eine, die noch lange nicht im Klassenerhalt gemündet ist. Im Gegenteil, das heute bevorstehende Bundesligaspiel gegen den direkten Konkurrenten Hamburger SV.

Ich warne: Die Vorzeichen sind derart trügerisch, dass die Eintracht aus Frankfurt fast patzen muss. Dort ein an Krücken gehender HSV, hier ein Team, das einen Riesenschritt aus dem Schlamassel machen kann. Das muss schiefgehen, ich leg mich fest … wenn da nicht der Glaube an den Ruck wäre, der in der vergangenen Woche durch dieses SGE-Team gegangen sein muss. Die Partie gegen Stuttgart, diese Mischung Dusel, Wille und Erleichterung- sichtbar in der Tabelle – muss doch im Kopf etwas bewirkt haben. Und wenn sich in dem was zuckt, passiert auch etwas mit den Beinen.

Fakt ist, dass die Eintracht mit Pirmin Schwegler kann, für das spielerische Element ein entscheidender Faktor. Dazu fällt der notorische Stellungspatzer Bastian Oczipka aus. Wenn jetzt noch Carlos Zambrano gesund bleiben/werden sollte, kann man von Bestbesetzung sprechen. Leider ist genau das das Trügerische.

Wie lautet die Marschroute von Armin Veh? Weiterhin tief, kompakt stehen und den HSV – der in diesem Heimspiel aus der Deckung kommen muss – im letzten Felddrittel zum Ballverlust zwingen, also kontern? Möglich, aber Konterspiel ist – neben den Standards – die eindeutige SGE-Schwäche. Offensivspiel, Druck auf die ersatzgeschwächte Formation der Hamburger ausüben? Besser nicht, immerhin steht da ein Mirko Slomka, ein Meister in puncto Konterspiel und Standardsituationen, an der blau-weißen Seitenlinie. Die richtige Maßgabe für die Eintracht wird die Fortsetzung des Fußballs sein, den sie seit 2014 spielt: abwarten, defensiv massiv abräumen und irgendwann 10, 15 Minuten lang den Schalter brutal umlegen und einen Erfolg erzwingen. Dafür wird es unerlässlich sein, Alexander Madlung in der Innenverteidigung neben Carlos Zambrano zu haben, Marco Russ neben Pirmin Schwegler auf der Sechs und einen erstarkten Johannes Flum sowie den zuletzt bärenstarken Stefan Aigner im Mittelfeld – was auch immer Schlimmes das für den linken Mittelfeldflügel bedeutet.  Tja, das wird die Frage sein. Tendenziell wird nämlich Jan Rosenthal auf links rücken, Meier vorne rein und dementsprechend ohne echten Stürmer agiert.

So, genug der Taktiktheorie. 15.30 Uhr, Leute, dann geht es um sehr sehr vieles in dieser Saison!

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Taktiktheorie

  1. Heute muss es drei Punkte geben. Nix anderes kann das Ziel sein. Spiele gegen die Grossen her schenken gut und schoen. aber gegen vereine wie den HSV fuehrt kein weg an einem Sieg vorbei will man in der Bundesliga bleiben.

Diskussion

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