Macht es Bing?

Haben wir jetzt alle etwas zu Ulrich Hoeneß und dem Strafmaß gesagt, ja? Alle die Nadel in das Püppchen gesteckt, dem Watschenbaum einen Klaps gegeben? Uns am 27-Millionen-Euro-Fehler (Heribert Bruchhagen, unfassbar!) geweidet? Gut, dann können wir uns ja den für Eintracht Frankfurt wichtigen Themen widmen.

Etwa dem, wie das am Sonntag so werden wird gegen den SC Freiburg. Deren Trainer Christian Streich ist jedenfalls kein Schlechter. Der wird sich nicht nochmal von Armin Veh, geschweige denn einer Variante mit Innenverteidiger auf Linksaußen (Kempf kann das!) überraschen lassen. Die Freiburger Defensive, das hat sie mit der Frankfurter gemein, steht seit Wochen stabil – sie tat das auch gegen Borussia Dortmund, wo die Eintracht … ach, lassen wir das. Sonntagsspiele pflegen die Tradition, miserabel anzusehen zu sein, da passiert selten viel. Ohne die Statistik zu kennen, thesiere ich aber einfach mal, dass der Sonntag für Frankfurt nicht gerade der Punktesahnetag ist.

Wobei, Sahne, was ist schon Sahne in den vergangenen 15 SGE-Monaten? Schon in der vergangenen Woche gab es die Doppelbelastung nicht mehr, Ergebnis und Auftritt bekannt. Gut, ignorieren wir das als Gewöhnungsprozess, als Resultat der Umgewöhnung weg. Das würde jedenfalls wunderbar in das Argumentaitonsmuster der sportlichen Leitung passen, sich immer eine neue Ausrede dafür zu überlegen, wieso nichts zusammengeht in der Mannschaft. Schlenker zurück: Doppelbelastung adé, jetzt die zweite Woche ohne zerstückeltes Training und Reise“strapazen“ – ginge es nach dem, was uns Fans als maßgeblicher Faktor des Misserfolgs verkauft worden ist (neben Kopfproblemen, Fitness und Verletzungssorgen) , müsste es sportlich ja jetzt wie geschmiert laufen. Amüsanter wird es sogar, wenn man die gerade genannten Ausfluchts-Alternativen noch dazu nimmt: Die Fitness soll, „Hügel des Leidens“, ausreichend sein. Verletzungen gibt es keine, selbst der gebeutelte Pirmin Schwegler ist spielbereit. Kopfprobleme kann man nach einem Duselsieg wie gegen Stuttgart endgültig ins Reich der Fabel verweisen. Und die Doppelbelastung ist, wie angesprochen, perdu.

Nun, vor dem dritten saisonentscheidenden Spiel in Folge, greift Armin Veh also in einen leeren Köcher. Er hat das Repertoire an Blendgranaten verschossen. Ab sofort wird die Entwicklung massiv auf ihn, auf seine Herangehensweise (Stichwort Abschieds aus Frankfurt) zurückfallen. Einen Vorgeschmack in puncto Entrüstung lieferte die Partie in Hamburg. Passiert das nochmal, wird es auch im Stadion ruppiger. Denn die Leute sind nicht dumm, sie wissen, dass es nur noch zwei Saisonspiele von Bedeutung gibt. anno 2013/2014: nur noch gegen Freiburg und gegen Nürnberg geht es um Siege. Wenn das am Sonntag nicht klappt, wird nicht mehr viel gelingen in dieser Rückrunde. Das Resultat sollte jedem klar sein – die, Stand jetzt, sechs Punkte Vorsprung sind dann sehr bald nichts mehr wert, dann macht es Bing im Fahrstuhl und der Immer-mal-wieder-Erstligist aus Frankfurt steigt zu.

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