Abstieg der Ausreden

So, nun sind sie also so gut wie vorbei, die Wochen der Wahrheit. Bremen, Stuttgart, Hamburg, Freiburg – von 12 möglichen Punkten gegen die direkte Konkurrenz ganze fünf geholt. Aus den mindestens elf, eher zwölf, die ich unersättlicher Erwartungshaltungs-Esoteriker als Klassenerhalts-Muss skizzierte, ist eine Bilanz geworden, die nur ein Absteiger aufweisen wird können.

Das nächst Kapitel im Buch des Abstiegs der Ausreden ist überschrieben mit: „Wir waren besser, haben aber die Tore nicht gemacht“ Da wird er es milde stimmen, das Fan-Herz, der Armin Veh. Über den Meistertrainer, der so ungern verliert, das dafür aber spürbar häufig tut, wird öffentlich nicht diskutiert, geschweige denn steht intern ein Trainerwechsel unmittelbar bevor. Wieso auch? Man ist ja viel zu stark um abzusteigen. Eine Argumentation, die exakt so ebenfalls monatelang durchgehalten wurde, bevor man letztmals – das ist ganze drei Jahre her – abstieg. Und die Konkurrenz beginnt jetzt mit ihren Wahrheits-Wochen.

Die Heimspiel-müssen-wir-gewinnen-Niederlage gegen den SCF – so grotesk der Spielverlauf auch war, ähnlich wie im Hinspiel – beweist aufs Neue die verfehlte Transferpolitik Bruno Hübners / Armin Vehs / Eintracht Frankfurts. Wozu sollte man, bei einer der drei schlechtesten Offensiven der Liga, in der Winterpause in Stürmer, in Offensivkräfte investieren, wenn man Innenverteidiger und defensive Mittelfeldspieler kaufen kann?

Dazu: Nach Eckbällen kann diese Mannschaft nichts. Bekommt sie eine, bleibt nur die Hoffnung, nicht in einen Konter zu rennen. Dass aus so etwas Torgefahr, geschweige denn ein Tor entsteht, ist ausgeschlossen. Umgekehrt brennt es bei jedem Eckball des Gegners lichterloh – und die Pille zappelt gerne im Eintracht-Tor. Fußballerische Grundlagen? Durch Fleiß erarbeitet und perfektioniert? Nicht in Frankfurt.

Nein, wir machen hier keinem einen Vorwurf. Nie. Wir sind zufrieden. Wird schon. Irgendwann. Nächste Woche sowieso. Und wenn nicht, hat das immer Gründe. Ist alles stets erklärbar. Dreifachbelastung. Doppelbelastung. Trainings-Rhytmus. Kopfprobleme. Ergebniskrise. Verletztenmisere. Sperren. Pech. 34 Ausreden für 34 Spiele.

Vehrtragsteu und vehsallentreu geht es für den Hasenzüchterverein SGE in die nie-mehr zweite Bundesliga. Wenn Armin Veh die Ehre und Konsequenz im Leib hat, mit der er sich gerne schmückt, sollte er sofort zurücktreten. Er hat mit dem ganzen Kram doch sowieso abgeschlossen.

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Abstieg der Ausreden

  1. Herr Schnitzelmann

    …nicht nur keinen Stürmer verpflichtet, sondern auch noch, ohne Not, einen (Lakic) zum Gehen drängt!
    Armin, der große, tolle Onkel, der die kleine SGE an der Hand nimmt und mit ihr einmal Karussell fährt und hinterher aber schön brav wieder da abliefert, wo er sie übernommen hat.
    Danke Armin, danke für dieses nachhaltige Konzept, dass auch uns nun endlich glaubhaft beibringt: Man muss nur nen guten Eindruck machen, der Rest ist egal!
    Gleiches gilt für Hübner! Bei dem weiß ich bis heut noch nicht, was der anders macht als Bruchhagen. Ich seh nur, dass ist jetzt noch einer der sich in seiner Halbprofessionalität suhlt.
    Und was wirklich am meisten nervt ist, dass die SGE so lernfähig ist wie ne Eintagsfliege. Man fliegt immer und immer und immer wieder gegen das gleiche Fenster, schüttelt sich kurz, stammelt ne Außrede, sucht einen Schuldigen und dann aber wieder mit volldampf gegen die Scheibe!

    Ich schließe mich also an:

    VEH, GEH!!!

  2. Sie kommt immer naeher, die zweite Liga in die wir nie mehr wollten.

  3. Na_ich

    Kann mich da nur anschließen.

    Wir können unendlich froh sein, wenn sich die Konkurrenz am Ende schön immer die Punkte gegenseitig klaut.
    Aber dazu müssen wir trotzdem ab und an Punkte einfahren, was angesichts des anstehenden Programms etwas schwierig werden könnte.

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