Karl, mei Drobbe

Erleichterung. Mehr ist nicht, mehr geht nicht. Das Spiel gegen Nürnberg, lange unerwartet gut geführt von einer Eintracht, die sich hoffentlich (!!!) endlich (!!!) auch taktisch selbst gefunden hat – und dann dieser drohende Einbruch Mitte der zweiten Halbzeit, als eine 3:0 Führung beinahe verspielt worden ist.

Entscheidender Faktor für den Sieg, für die Spielweise, ist Joselu. Zum wiederholten Mal ist er derjenige, der nicht nur aufgrund der Torgefahr den Namen Stürmer (als einziger) verdient, sondern der sich auch als solcher bewegt, so verhält, sich durchsetzt, körperlich spielt. So oder so: In Nürnberg zu gewinnen war – angesichts von deren verbesserter Form und der Nackenschläge für die SGE – nicht selbstverständlich. 5 Tore zu schießen schon gar nicht. Das ist auch Armin Veh zu verdanken, der in der brenzligen Phase bei 2:3 Vaclav Kadlec bringt, offensiv oder positonsgetreu wechselt. So blieben die Zitterbeine aus, kein Vergleich zum ver-cochten Spiel in Hamburg. Chapeau!

Man muss an diesem Wochenende einfach nur glücklich und erleichtert sein, und Leute wie ich müssen fürs Erste Abbitte leisten. Dafür, dass sie harsch ins Gericht gingen mit Trainer Armin Veh, mit der Mannschaft. Für den Zynismus, für die Bissigkeit. Jedoch lehrt die Vergangenheit, dass der Eintracht nie mehr gelang als ein Strohfeuer. Immer, wenn man dachte, jetzt könne mal etwas Stabilität – auch in den Ergebnissen – einkehren, gab es den nächsten Knüppel zwischen die Füße.

Fakt ist auch, dass dieser Sieg „nur“ eine Überlebens-Chance eröffnet. Ohne den Dreier im Frankenland wären die Erstliga-Lichter in Frankfurt ziemlich sicher ausgegangen. Mit dem Erfolg ist man nun weiter in der Lage, das rettende Ufer zu erreichen. Man hat sich in eine Position gebracht, die nicht hoffnungslos ist. Das ist dieser Tage viel wert. Die Wochen der Wahrheit sind vorbei, jetzt kommen nur noch Teams, die um die Europa-League und Champions-League mitspielen – sowie Hannover und Hoffenheim. Das Ziel muss 36 Punkte lauten. Die reichen seit Jahren zum Klassenverbleib. Sieben Punkte zu holen, das wird ein hartes Stück Arbeit. Man sollte sich den Kicker-Tabellenrechner sparen. Die Eintracht wird bis zum 33. / 34. Spieltag unten drin, in der Hitze des Abstiegsgefecht bleiben. Und sie muss weiter punkten – aller Erleichterungs-Euphorie des Sonntags zum Trotz.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Karl, mei Drobbe

  1. Du wirst es nicht glauben aber es ist wahr. ich bin vor dem spiel ins bett (spiel ist hier um halb 12 nacht gewesen. Um 3 am morgen bin ich aufgewacht weil ich das 2-5 getraeumt hatte. ab ans laptop und meinen augen nicht getraut. hoffen wir nur das sich nun wirklich was tut und nicht mittwoch das ganze drama wieder von vorne los geht.

  2. Staniii

    Warten wir den Mittwoch ab ob das nur ein Strohfeuer war oder nicht. Abgesehen davon das das Bullshit Bingo seitens Hübner und Veh nach dem Spiel weiter ging, haben sich zumindest Aigner und Barnetta so reingehängt, wie man sich das von einigen anderen auch wünschen würde, wenn Meier und Schwegler ausfallen.

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