LeVEHrkusen

Es gibt tatsächlich wieder ein Bundesligaspiel. In Sinsheim geht es für die minimalistische Eintracht darum, drei bis vier Tore zu erzielen um am Ende einen – den letzten nötigen – Punkt für den Klassenerhalt mitzunehmen. Vom Gewinnen darf man ja nicht mehr sprechen, TV-Tabelle, Perspektiv-Millionen und Co. sind selbst für Profisportler ganz offenkundig zu abstrakte Größen um Adrenalin- und Motivationsschübe auszulösen.

Dabei ist das eigentlich entlarvend. Denn so oft wie mancher Spieler in Frankfurt das Wort Perspektive in den Mund nimmt um seinen Vertragsverlängerungs-Zwiespalt zu erklären, muss man kontern: Wieso schafft ihr euch nicht selbst mal diese – offensichtlich ja bislang mangelnde – Perspektive dort, wo ihr seid und verdient? Es ist nicht davon auszugehen, dass ein Eintracht-Funktionär verboten hat, zwei, drei Spiele im Jahr mehr zu gewinnen, drei, vier Positionen weiter oben zu stehen, zwei, drei Tore gegen Porto mehr zu schießen/weniger zu kassieren.

Da blickt ganz schön viel Narzissmus durch, wenn einer von Perspektive babbelt. Denn was er damit sagen will, ist, dass er selbst bei einem Wechsel besser dran wäre, weil seine Leistungen in einem stärkeren Kollektiv ja viel besser würden. Angst und Bange sollte einem SGE-Spieler werden, wenn er sich die Liste der Namen durchliest, die wechselte und anderswo wenigstens Karrierejahre verlor.

Auf der anderen Seite: Wer nicht in und für Frankfurt kicken möchte (und wer sie nicht trainieren möchte), der soll doch bitteschön gehen. Sofort, ohne lawieren. Zumindest dann, wenn die Funktionäre nicht Kleckerablösen á la zwei, drei Millionen Euro in verklausulierten Verträgen verankern.

Hoppenheim am Wochenende also. Wird man es abermals eher genervt denn angestachelt runterspielen? Antwort: nein. Nach den Verarsche-Auftritten zuletzt muss und wird mehr Leistung kommen. Ob das von Erfolg, sprich Punkten gekrönt sein wird, darf bezweifelt werden. Die Herren Schwegler, Lanig und Djakpa werden von Firmino und Volland ein paar Knoten in die Beine bekommen, während Marco Russ als Linksaußen das karge Offensivspiel anzutreiben versucht. Dann pfeift der Schiedsrichter einen Freistoß aus 20 Metern für Herrn Salihovic und der Deckel ist draufgeschraubt, solides 4:2 für die Turn- und Spottgemeinschaft 18,99 Euro. Und in der Folgewoche tobt Armin Veh entspannt über die Charakterlosigkeit der guten Jungs aus Frankfurt, lässt uns etwas mehr über seine nun geregelte Zukunft wissen (ergo: Armin Veh wird Leverkusen trainieren), während Roger Schmidt und das Grauens-Trio von der Resterampe ein paar weitere Tage durchs Dorf getrieben werden.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “LeVEHrkusen

  1. Matt

    Jetzt nicht mehr. Roger machts in Leverkusen. Oh man, ich ahne Fink.

  2. Jermaine Jones Junior

    Armin Veh in Leverkusen, o wei o wei… da muss er aber noch mehr auf sein Blutdruck achten 😉

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