Schmidtchen hat sich geschlichen

Roger Schmidt wechselt von Salzburg zu Bayer Leverkusen – und lässt Eintracht Frankfurt ganz alt aussehen.

Während es eine absolut logische Entscheidung des Trainers ist, dem Geld, der sportlichen Möglichkeiten und der regionalen Nähe (Schmidt ist Ostwestfale) zu folgen, stehen Bruno Hübner und Co. blamiert da. Fünf Monate nachdem der Verein wusste, dass Armin Veh den Vertrag nicht verkängern wird, ist es immernoch nicht gelungen einen Nachfolger zu finden. Und derjenige, der es hätte werden sollen, für den man sogar 1,5 Millionen Euro hätte bezahlen wollen, sagt „Nö“.

Für die Eintracht bedeutet das jedenfalls, dass sie einen Trainer verpflichten werden, der a) die absolut offenkundige Notlösung ist (Throsten Fink, Bruno Labbadia, Markus Babbel) und b) so gar kein positives Grundempfinden in Kader und Umfeld auslösen wird.

Was das konkret für die Kaderplanung bedeutet, Herrschaften, wird jedem in den kommenden Wochen faktisch vorgeführt. Stichwort: Klauseln, Stammspieler, Transfers.
(14.15 Uhr: Da ist der erste schon – Marvin Bakalorz wechselt zu Paderborn, drei Jahresvertrag. Ablöse: stolze 150 000 Euro.

Edit:

Nochmal zum Zeitstrahl des Ganzen. Armin Veh sagt im Dezember, dass er aufhöre. Jetzt ist es fast Mai. Und Heribert Bruchhagen wurde gelyncht, weil er Vehs Nicht-Verlängerung im Frühjahr öffentlich machte. Dabei hat man den Eindruck, dass die in Frankfurt erst seit genau diesem Moment angefangen haben, über die Trainernachfolge nachzudenken. Wundern tät’s mich net. Wie so vieles einfach nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis zu nehmen ist. Fink, Labbadia, Babbel – die werden ihr Glück kaum fassen können. Wie wäre es mit Skibbe als Co-Trainer? Der netzwerkt uns dann noch Caio zurück in den Stadtwald.

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11 Kommentare

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11 Antworten zu “Schmidtchen hat sich geschlichen

  1. Jermaine Jones Junior

    „Während es eine absolut logische Entscheidung des Trainers ist, dem Geld, der sportlichen Möglichkeiten und der regionalen Nähe (Schmidt ist Ostwestfale) zu folgen, stehen Bruno Hübner und Co. blamiert da.“

    Hübner und Co. stehen eben nicht blamiert da. Jeder, der nun als nächster angebaggert wird, weiß zu schätzen, dass er der wirklich Einzige ist, um den sich die Eintracht ehrlich bemüht. Nochmal: in der heutigen Zeit, in der Schnelllebigkeit innerhalb der Bundesliga, in der fast keine Konstanz herrscht, ist dieses Credo sogar ein Qualitätsmerkmal.
    Mein persönlicher Favorit bleibt nach wie vor Thomas Schaaf. Irgendwer wird es am Ende schon. Irgendwer.

  2. EausO

    Scheiß drauf.
    Kein Verein muss es nötig haben, einer solchen Person in den den Arsch zu kriechen.
    Trotz das es sich scheisse anfühlt,
    kann es dir richtige Entscheidung gewesen sein – wir brauchen einen Trainer und keinen Messias.

  3. bitte holt den verbeek…. der hat wenigstens ein rueckgrat und einen eigenen kopf

  4. Florian

    Das Thema „zweite Wahl“ würde ich jetzt nicht überbewerten. Köln hat sich auch zu dieser Saison um Büskens, Roger Schmidt, Runjaic, Babbel (!) etc. bemüht, und musse letztlich diesen Österreicher holen, für man hier in Köln jetzt sehr sehr dankbar ist. Der allfällige neue Trainer würde ja auch lieber bei Barca oder Bayern anheuern, muss aber mit unserem Dilettantenstadl Vorlieb nehmen.

    Das mit Bakalorz finde ich schade. Er ist wirklich aufgeblüht und da wir ja vermutlich eh außer Lanig und Russ keine möglichen 6er haben werden, hätte er zumindest eine weitere Chance verdient.

    • Wobei Stöger ja neben zweiter Wahl nicht sogleich Resterampe war. Man hat sich auch in Köln letztlich zu einer mutige(re)n Personalwahl entschieden als auf einen aus dem Trio des Grauens zu setzen.

      • Florian

        Wobei ja FInk und Labbadia seltsamerweise zu der Zeit einen Job hatten. 😉

        Bevor man sich eine der drei Bückwaren ans Bein bindet, kann man dann auch auf Schur setzen, riskanter kann das auch nicht sein.

  5. Jermaine Jones Junior

    Ich bin heilfroh, dass dieser Klinsmann 2.0 alias Roger Schmidt nicht Eintracht-Trainer wird, weil unsere SGE keine Bundesliga-Testwiese für sogenannte ambitionierte Jung-Trainer ist.

    Aber:
    1) Wieso gibt es eine Pressekonferenz in Frankfurt, um mitzuteilen, dass Schmidt NICHT Trainer wird?

    2) Warum wurden vor dieser Mitteilung in Salzburg und in Frankfurt wichtige Pressekonferenzen angekündigt und in Leverkusen nicht?

    3) Warum wird hingegen in Leverkusen KEINE Pressekonferenz anberaumt, wenn jetzt fest steht, dass ab der neuen Saison ein neuer Trainer übernimmt?

    4) Aus 1) und 2) hätte ich vor ein paar Stunden ernsthaft erwartet, dass Schmidt als neuer Trainer bestätigt wird. Komisch.

    Und nun jetzt etwas zum Kommentar von Björn:

    1) In Dezember stand die Eintracht unter akuter Abstiegsgefahr. Wer alles um Himmes Willen liebäugelt mit einem Verein, bei dem nicht feststeht in welcher Liga er nächste Saison spielt?

    2) Wunschkanditat Schmidt hatte die Eintracht im Dezember nicht auf dem Schirm, RB Salzburg bemühte sich schon viel früher um ihn und verlängerte sogar mit ihm seinen Vertrag.

    3) Der von sich überzeugte Überredungskünstler Hübner hatte noch gehofft Armin Veh nach den Porto-Spielen zum Weitermachen zu überzeugen (Quelle: Frankfurter Rundschau).

    Fazit: Von völliger Planungsunsicherseit kann bei der Eintracht also nicht die Rede sein. Dass Schmidt sich trotz kurzfristiger Vertragsverlängerung bei RB Salzburg gegen eine etablierte „langfristige“ Zusammenarbeit entscheidet, zeigt seine Sprunghaftigkeit. Das ist genau ein Indiz dieser Klugscheißer-Trainer, die die Eintracht nun wirklich nicht gebrauchen kann. Skibbe 2.0 und so.

    • Vielleicht eine Klärung: Im Grunde ist das die normale Spieltags-PK, die vor jedem Bundesligaspiel so abgehalten wird. Dass diesmal zusätzlich noch von Hübner eingeladen wurde, um die Trainerfrage mit anzusprechen, ist letztlich nur ein Nuance. Leverkusen haute die Pressemeldung zeitgleich zur Eintracht-PK raus.

  6. Herr Schnitzelmann

    Wenn du glaubst, es geht nicht dilletantischer, dann kommt immer wieder die Eintracht und setzt noch einen drauf.
    Ein anderer Verein hätte längst schon alles klar gemacht, aber bei der Eintracht wartet man immer gerne ab, bis sich andere bedient haben. Warum, so hat man schon die Ausrede für den Misserfolg mitverpflichtet.
    „Wir können uns nichts besseres Leisten!“
    Das aber regelmäßig einfach rumgebummelt wird, dass will irgendwie nicht erkennen.
    Nun stockt natürlich wieder alles, die Spieler für die neue Saison, die natürlich bestmöglich vom neuen Trainer mit ausgesucht werden sollen, werden nun wieder anderen Vereinen überlassen. Hinterher nimmt man sich einfach den Rest von dem was die anderen schon nicht mehr wollten.
    Klasse Konzept, und wenn man es so unbeirrt durchzieht wie die Eintracht, dann ist es bald Kult!
    Und mir graut vor Skibbe 2.0 alias Fink.

    Evtl. denkt man jetzt ja an Verbeek, den würd ich viel viel lieber bei uns sehen!

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