Froankreich Frankfurt

Die „Offenbach Post“ schmeißt mit zwei Zeitungs-Druckzeilen einen neuen Namen in die Trainer-Gerüchte-Arena. Valerien Ismael – Ex-Verteidiger von Werder Bremen, Experte bei LigaTotal und Trainer der U23 des VfL Wolfsburg – soll sich demnach zum Kandidatenkreis gesellen.

Das Gerücht ist zumindest lokal logisch. Eintracht Frankfurt holt ja gerne (links liegengelassene) Leute aus Hoppeheim oder Wolfsburg, manchmal auch Leverkusen. Und da letzterer Verein der SGE den einen (Wunsch!)Trainer abgeluchst hat, deren anderer (Lewandowski) nicht nach Frankfurt will, ist die Eintracht-Entourage mal wieder im VW-Werk zugange.

Mutig wäre der Schritt. Sogar tollkühn? Jedenfalls würde automatisch die Frage aufkommen, wieso man es dann nicht gleich mit Alexander Schur versucht. Viel wichtiger jedoch: Die Spieler machen keinen Hehl daraus, dass sie einen erfahrenen Trainer für die richtige, für die bessere Wahl halten (siehe zuletzt Schwegler, Trapp und Russ). Ob einer wie Ismael dann die kluge Lösung wäre?

Fakt ist aber auch, dass die Anforderung „Erfahrung“ nur Thomas Schaaf mitbrächte. Der ist jedoch, so weiß ich aus eigener beruflicher Erfahrung, ein wirklich spezieller Charakter, würde vom Wesen her schwerlich nach Frankfurt passen. Also wird es vermutlich zwangsläufig ein mehr-oder-weniger-Frischling, der die Eintracht 2014/2015 coachen wird. Und wie ich schon mehrfach schrieb: Mit einem Trainer verpflichtet man auch ein Netzwerk an Spielern / Kontakten (siehe Armin Veh und Alexander Madlung, den Glücksgriff der Winterpause).

Zumindest hätte Ismael Kontakte zu ein, zwei Kickern, die vielleicht wenigstens halb so geradeaus laufen können wie dieser Maximilian Arnold aus Wolfsburgs Profi-Team. Die Grundsatzfrage, die vor allem steht, lautet allerdings: Gilt es als “aus wenig möglichst viel machen” wenn man mit (unbegrenzt finanzierter) VW-Reserve in die 3. Liga aufsteigt, so, wie Ismael das gerade tut? Kompliziert. Aber auch beim Namen Valerien Ismael krampft es nicht so im Magen wie bei einem aus dem Trio des Grauens.

Doch bevor sich die Eintracht zu so viel Risiko hinreißen lässt, wird sie ihre Fühler nach dem Trainer ausstrecken, der entweder abgestiegen oder nicht-aufgestiegen ist. Mirko Slomka und Kosta Runjaic stehen da ganz oben auf der Liste (Makel: mit einem Eintracht-Aufstiegsjahr-gleichen-Kader nicht aufgestiegen zu sein bzw. mit einem Verein abstiegen zu sein), gefolgt von Frank Kramer (Fürth) und André Breitenreiter (der im WDR am Sonntagabend jedoch klar dementierte). Am Ende läuft es doch immer wieder auf Thomas Schaaf als jenen hinaus, der am ehesten in Frage käme. Wenn, ja wenn …

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Froankreich Frankfurt

  1. Staniii

    Für Schwegler ist Stil eben doch nur das Ende des Besens.

  2. Matt

    Und da geht der Kapitän auch von Bord. Fabelhafte Einstellung. Schön nach dem letzten Heimspiel verkünden, um nicht ausgepfiffen zu werden. Und dann noch nach hoffenheim, die, soweit ich mich erinnern kann, noch nie international gespielt haben. Bravo pirmin, super Idee.

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