Tauernummer

34 mal gegen den Ball treten um an Ende die Chance zu haben, ein ganzes Sportjahr zu relativieren. Top, DFB/DFL – wieder mal. Die Relegation ist ein weiteres großes Mosaik des Fußballzements: Reichtum wird belohnt, die Verdrängung geschieht entlang des finanziellen Vermögens. Wird sich ab August wieder zeigen. Im Fußball gibt es nämlich für viele der „Großen“ immer diese eine Seuchensaison, dieses eine Mal ganz am Abgrund, die man überstehen muss – danach geht es aufwärts, in der Regel sogar hoch hinaus.  Die Sieger der Relegation aus der Bundesliga standen in der darauf folgenden Spielzeit auf 9 (Hoffenheim), 4 (Mönchengladbach) und 6 (Nürnberg). Man kann sich die hoffende Häme in Richtung Hamburg also getrost sparen.

Als Eintracht-Fan sollte man ohnehin weniger die Peinlichlich- und Schlechtigkeiten anderer anprangern. Die eigentliche Trauernummer führen die Truppenteile in Frankfurt auf. Wäre das alles mit der Trainersuche (5,5 Monate!) nicht so ernst und folgenreich, könnte man spöttisch drüber lachen, den Affentanz des Bruno Hübner. Das, was gerade geschieht wirkt wie Rumgerutsche auf den Knien vor jenen, die doch bitte bitte diesen angeblich so attraktiven Bundesligisten trainieren sollen. Erbarme dich, heiliger Roberto (oder sonst wer) und stelle bei uns Hütchen auf! Die Tatsache, dass di Matteo nun auch bereits seit Wochen im Rennen zu sein scheint und zögert bis zuletzt (angeblich gibt es ja jetzt ein Ultimatum der Eintracht, uuuuuhhh, da knabbert er aber, der Roberto!), kratzt auch diesen Kandidaten an. So, wie Schuster und Fink – man schaudert schon beim Schreiben der Namen – den Notnagel-Makel seit Anbeginn im Abo haben, wird di Matteo sein Zögern Kredit kosten, man wird jedenfalls zweifeln. Mehr, als man das ohnehin getan hätte. Denn sollte di Matteo doch einen Vertrag in Frankfurt unterzeichnen, wird immernoch niemand auch nur eine Ahnung haben, ob der Mann mehr als nur ein „Welttrainer“-Name ist. Am Ende steht da vor allem dieser Chelsea-Coup – sofern man von Coup reden kann, wenn man auf Finanzen und den Kader schaut. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass nur einer, dessen Name noch nicht durch das Dorf getrieben wurde, einen sauberen Start hinlegen könnte. Und da sind wir immer noch weit weit weg von all den Entscheidungen bei (Spieler)Personalien, die sehr bald wie die Dominosteine fallen werden.

Am Ende: Redundanz. Der Autor wiederholt sich. Was bezeichnend für die „Entwicklung“ in Frankfurt ist.

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Tauernummer

  1. Oliver

    Hübner bittet um Geduld ???? Ich bitte um einen neuen, kompetenten Sportdirektor !!!!
    kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/604712/artikel_huebner-bittet-um-geduld—yakin-neuer-kandidat.html#omfeaturednews

    „Wer sich mit den Möglichkeiten der Eintracht identifiziert, der wird es.“
    Gute Nacht, liebe Eintracht.

    Nachdem Fürth es leider nicht gepackt hat, weiß ich nicht, wen außer Paderborn wir nächste Saison hinter uns halten sollen. Da muss ein (schwacher) Verein schon ne richtig grottige Saison erwischen.

    • Hübner hat nichts zu fürchten. Er gilt vielen als der anti-Bruchhagen, man braucht ihn als den smarten neben dem knochenkopf. Verfolgt man etwa die Berichterstattung der Frankfurter Rundschau, liest sich das seit 3 Jahren wie pr-auftragsarbeiten. Nun gut. Klar ist, dass es die nächste peinliche Nummer in diesem Klub ist. 5,5 Monate, und der Hübner spricht von Identifikation – ja klar, im Söldnergeschäft Profifußball, wo 3 Jahre Vertragsdauer als langfristig gelten. Nein, es kommt der, der als erstes zusagt und den man nach außen verkaufen zu glauben scheint zu können – über die Beschädigung jedes einzelnen Kandidaten schrieb ich ja bereits.

      • Olli

        In (meinem) Idealfall würde Bruchhagen heute erst mal einen neuen Sportdirektor vorstellen. Würde vielleicht die bisherige Trainersuche zum Großteil überflüssig machen, aber wieviel da wirklich den Bach runter geht? Man könnte zumindest wieder bei ner halbwegs sauberen Null anfangen.
        Aber auch vor der Saison wurden viele Fehler gemacht. Da hätte man defintiv mal 10-12 Mio. über die Verhältnisse leben sollen. Damit hätte man locker nen Kader hingestellt, der BuLi, EL und Pokal aushält, zumindest besser aushält. Das wäre eine deutlich Investition in die Zukunft gewesen, mit Perspektive.
        Wird Veh auch sicher gefordert haben und ist auch der Grund warum er jetzt weg ist. Aber auch Hübner wird sich da nicht gegen Bruchhagen durchgesetzt haben. Von daher muss man sich auch fragen, ob Bruchhagen das wirklich so riegoros durchziehen muss (und wirklich das Beste ist, was wir auf dieser Position haben können).

        Ich kritisiere Hübner nicht mal dafür, was er aus dem Geld macht, das er zur Verfügung hat. Kadlec mal ausgeklammert, hat das eigentlich vernünftig funktioniert – nicht alle Transfers können so einschlagen wie Madlung. Aber das er auch eigentlich gleich noch den Job der Öffentlichkeitsarbeit mit übernommen hat, dass es in diesem Verein eigentlich fast keine Geheimnisse mehr gibt, ist ein riesiges Manko. Ich sehe seit Hübner keinerlei Verbesserung in diesem Verein. Die Unzulänglichkeiten haben sich lediglich verlagert.

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