Konichiwa

Makoto Hasebe, so meldet nach dem ebenso angeblich fixen Chandler-Deal mal wieder die Bild, wechselt zu Eintracht Frankfurt. Den Vertrag soll er bereits unterschrieben haben. Ablösefrei (!) soll der Transfer sein. Finanziell wäre das eine Überraschung, war doch bislang von mehreren Quellen die Ausstiegsklausel von zwei Millionen Euro genannt. Es wäre jedoch nicht unwahrscheinlich, dass diese (2-Mio-)Klausel nur für Wechsel bei Nicht-Abstieg galt, dass die Summe mit dem Abstieg hinfällig wurde. So, wie nach Abstiegen ja so ziemlich alles hinfällig wird, wie man erfahrungsgemäß weiß. Es wäre bei einem Spieler des Formats Hasebe jedenfalls nicht völlig aberwitzig, zu vermuten, dass der Abstieg ihn in der Tat von besagter Klausel befreit hat. Wäre dem so, ist Hasebe in der Tat ein gutes Geschäft für die Eintracht.

Mit Chandler und Hasebe, so die Meldungen offiziell bestätigt werden, hat man die Nachfolger für Sebastian Jung und Pirmin Schwegler gefunden. Die Qualitätsfrage stellte ich bereits mehrfach, da darf man sicherlich skeptisch sein. Nun wird sich die Eintracht auf dreierlei konzentrieren: Erstens, die nötige Verstärkung für die Offensive (Sturm) zu verpflichten und dafür das Gros des zur Verfügung stehenden Geldes auszugeben. Zweitens, wechselwillige Spieler (Rosenthal, Schröck) zu verkaufen und drittens die Vertragsverlängerungen von Stefan Aigner und Carlos Zambrano voranzutreiben. Gerade bei Letzerem zeichnet sich ein immer dickeres Fragezeichen ab, was den Verbleib angeht. Denn die Vereine, die angeblich an ihm interessiert sein sollen (Klubs aus Spanien und England), überweisen erfahrungsgemäß Summen, die ein finanziell so zahnfleischiger Verein wie Eintracht Frankfurt nicht ausschlagen kann, nicht ausschlagen darf.

Dennoch: Verkraftbar sind die drei Abgänge Jung, Schwegler und Rode jetzt schon nur mühevoll, das werden wir ab August ziemlich sicher auf dem Platz spüren. Bräche dann noch die Wand Carlos Zambrano weg, hat man die Substanz, die man glaubte zu haben und auf der man etwas aufbauen hätte können, im Nu verloren.

Jedenfalls ist mit den Verpflichtungen der Nürnberger – so skeptisch ich diesem Kurs gegenüberstehe – erstmal ein bisschen Dampf vom Kessel genommen. Allzu euphorisch lassen einen die bisherigen Neuzugänge nicht auf die Saison 2014/2015 blicken. Aber was heißt das schon. Wer hätte schon vor ein paar Jahren gedacht, dass Mainz 05 die Eintracht in vielerlei Hinsicht abhängt? Was soll also dagegen sprechen, dass man mit einer auf den ersten Blick anti-brachialen Truppe nicht doch etwas Außergewöhnliches erreichen könnte?

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