Werte

Wie viel Geld ist ein Spieler wert?

Ein Verein verpflichtet Spieler X für 6 Millionen Euro. Er tut das, weil er den Spieler für so viel wert hält – der entscheidende, subjektive wie fiktive Punkt bei Spekulationsgeschäften.

Dieser Spieler erfüllt jene Erwartungen nicht, die seinem (Markt)wert entsprechen (sollten), also sinkt dieser Wert um einen (fiktiven) Faktor.

Der Spieler wird verliehen, bringt dem abgebenden Verein Kompensations-Geld für den zwischenzeitlichen Wertverlust ein. Er entwickelt sich dort, kann den Marktwert steigern.

Es gibt nun Interessenten für diesen Spieler, der besitzende Verein hat sportliche Qualität gewonnen oder kann den Spieler zum oder nahe dem Einkaufspreis abgeben.

Das ist der simple  Hergang beim Joselu-Transfer.

ja, jeder nicht-Investoren-gepämperte Klub hätte den Spieler nach einem derartigen Verlustjahr wie Joselu bei Hoppenheim für einen deutlichen Wertverlust verkauft / verkaufen müssen. Vielleicht hätte man ihn vor der vergangenen Saison – ungetestet – für ablösen bekommen, die Eintracht Frankfurt hätte zahlen können / zahlen wollen. Aber spätestens als zu sehen war, dass Joselu geradeaus laufen kann, war klar, dass er Summe X kosten würde.

Ergo: entweder bemüht man sich konsequent früh, ab quasi-Klassenerhalt, um den Spieler, zahlt marktübliche Preise und setzt den Verhandlungspartnern und  sich eine deadline, oder man sucht von vornherein einen anderen Spieler.

Beides scheint, wie schon bei der trainersuche, in Frankfurt nicht geschehn zu sein. Eine karte, schwächeres Blatt, verloren. Und dann gibt der Dealer wieder karten die man nicht kennt …

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Werte

  1. eauso

    „Aber spätestens als zu sehen war, dass Joselu geradeaus laufen kann“

    Wann kann wer darüber eine qualifizierte Aussage treffen ?
    Warum hat das nicht in Hoffenheim funktioniert, oder in Madrid ?

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – 5 Millionen Euro !
    Für das Geld verlangt doch jede Bank die Sicherheit der Sicherheit vom Bürgen des Bürgen.

    Das ist und bleibt viel Geld, und verklärt sich auch deswegen nicht, weil andere mehr ausgeben wollen/können.

    Solange es Vereine gibt, die nur Wirtschaftlich arbeiten „wollen“, anstatt dies auch zu tun, reden wir hier von einer Wettbewerbsverzerrung. Sie drehen an dem Rad, dessen Fliehkräfte (RB Leibsch) unaufhaltbar scheinen.

    Financial Fairplay ist nur für die anderen da; für die dummen und die braven.
    Selber Schuld, sozusagen.

    • Richtig. Diejenigen, die den Wettbewerb nicht verzerren, oder es im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht versuchen, sind die Dummen. Eintracht Frankfurt gehört zu diesen Dummen, so bitter das ist, aber sie oder andere „ehrliche“ Vereine werden die Regeln nicht ändern. Das Einzige, das passiert wenn man weitermacht wie bisher, ist, dass andere an ihr vorbeiziehen. Ist Red Bull erstmal in der ersten Liga, also in ein bis drei Jahren, ist ein 1.Liga-Platz ebenso auf Jahr(zehnte) fest vergeben wie Bayer, Wolfsburg, Hoppenheim, letztlich auch Hannover mit Kind, Hertha mit den Investoren-Kooperation, der „neue“ Kühne-SV, Gazprom-04 … Zu denen gesellen sich dann eben die sportlich erfolgreichen Vereine wie Dortmund und Bayern, die sowieso entrückt sind. Viel Luft bleibt da nicht mehr zum atmen für die Treudoofen.

      Zu Joselu: Ich würde sagen, ab Mitte der Rückrunde, im Laufe des März, war bei ihm die Steigerung klar zu erkennen. Man hätte sich damals früher und energisch festlegen müssen, konkret handeln. Tat man nicht, nun ist es eh perdu.

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