Stipvisite

Eintracht-Trainer Thomas Schaaf schaut bei der Jugendabteilung des Vereins vorbei, um Nachwuchskicker zu sichten und einige ins Trainingslager (sicher auch zum Füllen des gerupften Kaders) mitzunehmen. Der Jugendabteilungs-Leiter Armin Kraaz sagt zu Schaafs Visite: „Das gab es hier noch nie“.

Leute, braucht es wirklich mehr um den Zustand von Eintracht Frankfurt, von der Qualität und Durchlässigkeit der Jugend bzw. Profikaders zu beschreiben? Ist damit nicht alles gesagt, sind damit nicht alle Befürchtungen bestätigt, die unsereiner – die Nörgler und Miesepeter-Fans – seit Äonen äußern? Wie will man denn auch Leute heranführen, aufbauen, verkaufen und sich somit finanziell aufpumpen, wenn man die Jugendspieler nicht mal kennt, nicht gesehen hat? Basics, liebeLeser, Basics – daran mangelt es in Frankfurt. Und weil das so ist, muss man sich über alle anderen Unzulänglichkeiten, über Theorien der Geldgewinnung, über Stadionmiete, TV-Gelder etc. gar nicht erst auslassen.

Und schon in zwei Wochen bekommen wir, vielleicht, einen Nezugang präsentiert. Die Zeit fliegt!

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Stipvisite

  1. Jermaine Jones Junior

    Wieso „Zustand bei Eintracht Frankfurt“? Wieso war der hochgeschätzte Armin Veh nie bei den Jungs? – Wahrscheinlich weil er sich dachte, „naja, eines Tages hau‘ ich eh ab. Warum die Mühe?“

    • Hätte ich bei der Eintracht auch nur ein Mü zu sagen, würde ich jeden Coach zur aktiven Nachwuchs-Profivernetzung quasi verdonnern. Die müssen sich schlimmstenfalls mal 30 Minuten in eine S-Bahn setzen um von Trainingsplatz zu Trainingsplatz zu kommen, sich Trainings/Spiele anschauen und sich eben einen Kopf machen, ob/wer was taugt. Für ein Jahresgehalt im hohen sechsstelligen, niedrigen siebenstelligen Bereich wäre das für mich als Arbeitgeber Teil der selbstverständlichen Jobbeschreibung. Nicht als wischi-waschi Zielvereinbarung sondern als Teil der Gesamtausrichtung. Völlig egal, ob das Veh, Schaaf oder sonstwer davor/danach ist. Das ist ja genau der Kern dessen, bzw ein Hauptpunkt dessen was ich gebetsmühlenartig kritisiere: In Frankfurt darf offenbar ein Coach hinkommen und sein Konzept vorstellen, Flip-chartmäßig das Zeug runternudeln, das ein Fußballtrainer nunmal so runternudelt – zumal gegenüber Leuten, bei denen „attraktiv“ „offensiv“ „dynamisch“ „schnell“ „erfischend“ Signalworte sind. Andersherum müsste es laufen: Der Verein folgt einer klaren sportlichen Linie: SO wollen wir das, SO machen wir das,SO setzt der, den wir als am besten dafür geeignet sehen, diesen Weg um und DIESE Spieler verpflichten wir dafür. Denn, und da schlägt sich der Bogen zu dem, was du mit Vehs „ich bin dann ja eh bald weg“ ausdrücken willst: Der Verein, die Chefs bleiben – die Trainer sind aber im Zweifel nur vorübergehend dabei. Und deshalb darf die strukturelle Ausrichtung nicht auf den Trainer gemünzt sein, der Kurs muss von oben kommen und klar sein, der Trainer hat das – mit den Freiheiten, die er qua Amt haben muss – auszuführen. So einfach ist das – wo leider wie so oft der Blick nach Mainz genügt um zu sehen, wie man es richtig macht.

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