Neue Besen, genauso schlecht

Ingolstadt und Leipzig bleiben Eintracht Frankfurt als Gegner erspart. Man geht sich aus dem Weg. Tradition befleckt sich nicht mit Retorte. Das ist der große Plan von Star-Architekt Bruno Hübner als er diese Mannschaft zusammenkaufte. Und der Plan wird aufgehen, das Tor zur 2. Bundesliga steht sperrangelweit offen, selbst das Durchgehen wird diesem Kader mühelos gelingen.

Es war ein weiterer von vielen denkwürdigen Auftritten jener in rot-schwar… blau. In der 63. Minute schoss man das erste mal auf des Gegners (Hannover!) Tor. Zu dem Zeitpunkt hätte man schon lange 0:1 hintenliegen müssen. Dank eines Schiedsrichters, der alles für einen erduselten SGE-Punkt tat, blieb das einseitige Spiel absurd offen. Felix Wiedwald und die am Ende unglückliche Innenverteidigung waren die einzigen, die sich gegen das nächste Fiasko stemmten. Stefan Aigner noch – das wars dann auch. Abenteuerlich, was der junge David Kinsombi als Linksverteidiger bot.

Die mutige, junge Aufstellung – sie machte es nicht besser, nicht schlechter als die Vorgänger-Versuche von Thomas Schaaf. Das Leistungs-Level ist von Spieler 1 bis 27 ähnlich, lediglich 4,5 Spieler haben die nötige Form, das nötige Leistungs-Vermögen, die nötige Klasse.

Eintracht Frankfurt ist auf dem besten Weg in Richtung Rang 17 / 18 (siehe Ergebnisse der Konkurrenz). Das wird in 2,3 Wochen erreicht sein. Es ist schließlich nicht so, dass man die Spiele unglücklich verlöre, Pech hätte. Im Spiel gegen Hannover gab es keinen Zeitpunkt in dem die SGE in der Nähe eines Sieges gewesen wäre, selbst der mögliche Punkt wäre völlig schmeichelhaft gewesen. Nochmal: wir reden hier weiterhin nicht von Bayern München, Gladbach, Dortmund oder Leverkusen. Es geht um Paderborn, Stuttgart und Hannover, Herrschaften! 0 Punkte gab es gegen diese Truppen. Direkte Konkurrenz ist das, die landen alle irgendwo zwischen 10 und 18. Und gegen Hannover lautet die Marschroute dann: Punkt ermauern, Schaden begrenzen – von der 1. Minute an.

Erst, als der zwar willige aber eben überforderte Kinsombi raus, Ignovski auf seiner gelernten Position war, lief es etwas (!) besser. Die conclusio bleibt: Egal, wer aufgestellt ist, das Team spielt gruselig UND erfolglos. Wer die Zeichen jetzt, da die guten Gegner in Serie kommen, noch nicht verstanden hat, nicht verstehen will, ist entweder blind, hat keine Ahnung von diesem Sport oder ist schlicht ein Ideologe – Forza SGE und so.

Wird sicher genug ewig-treue geben, die sich kindisch trotzig geben und den Sieg gegen Bayern München ausrufen. Diva und so. Augen auf, ihr Leute, die Sch**** in der Eintracht Frankfurt steckt, ist kein Zufall.

Ach, wird schon. Immer nächste Woche wird es besser. Dieselbe Leier wie jede Saison. Der immer-mal-wieder-Erstligist ist auf seiner Ehrenrunde durch die Liga. Noch 24 mal. Hei, das wird ein spass! Und wenn die Verletzten erstmal wieder fit sind, ha, dann gehts richtig ab. Jene verletzten mit denen es auch kaum ein Mü besser war.

Egal. Alles wird gut. Nächste Woche. Herr Schaaf, Herr Hübner, Herr Bruchhagen, übernehmen Sie. Ich höre jedenfalls nicht mehr hin. Und ob ich nochmal hinschaue? Vermutlich leider ja. Aber es wird mir von mal zu mal gleichgültiger. Ich verzeihe Fehler, aber wenn auch im x-Ten Jahr es so miserabel läuft, bin ich als denkender, vernunftsbegabter Mensch irgendwann am Ende der Geduld angelangt. Rang 10,11,12 – das gilt besagten Herren ja offenbar schon als überhört überzogene Erwartungshaltung. Über wen sagt das wohl was aus?!

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