Optimismusmodus

Den Druck aufrecht erhalten will Thomas Schaaf im Hinblick auf die HEIMpartie am Sonntag (wieder 17.30 Uhr) gegen Bremen. Alles andere wäre auch fatal, ein Spannungsabfall darf sich unser einer erlauben, aber nicht die sportbesessenen Hochbezahlten. Ein Flop bei Werder, und schon hat man die sechs Überraschungspunkte der vergangenen zwei Spiele eingedampft. Man darf ja bei aller Freude eines nicht vergessen: Durch die Siege gegen Mönchengladbach und Dortmund ist der Eintracht nichts anderes gelungen, als im Soll zu sein. Stand jetzt liegt man punktemäßig ziemlich genau da, wo man sich vermutlich selbst gesehen, selbst verortet hat. Keinesfalls ist es so, dass man nun schon (die eigenen) Erwartungen übertroffen hätte, bedingt durch die Misere gegen Teams wie Stuttgart, Paderborn und Hannover, wo man 0 statt mindestens vier Punkte holte. Genau aus diesem Grund kommt Bremen – wenn auch nicht mehr der Endspiel-Charakter von vor wenigen Wochen – eine wegweisende Bedeutung zu: Gelingt es Frankfurt, dort einen Sieg zu landen, hat man ein richtiges Pfund hingelegt, um den akuten Abstiegskampf in der Rückrunde zu vermeiden. Eventuell bugsiert man sich dadurch sogar in jene Spirale des Erfolgs (ausnahmsweise mal nicht des Misserfolgs!), die einen auf die Anschlussplätze zu den Futtertrögen der Liga schielen lässt. Und wer weiß, was dann geschieht …

Zukunftsmusik. Es wäre schließlich alles andere als eine Neuigkeit, geschweige denn Überraschung, wenn die SGE gegen Bremen verliert. Einfach, weil das gefühlt immer so ist, wenn der Eintracht-Fan denkt, jetzt könne was gehen, etwas erreicht werden. Aber schrieb ich nicht auch von der November-Tristesse? Der Herbst-Depression? Was weiß ich also schon!

So eng, wie die Bundesliga zwischen Europa-Liga und Abstiegsplatz zusammensteht, wo man binnen zwei Wochen ebenso um fünf Plätze fallen wie klettern kann, verbietet sich sowieso jede Prognose. Entscheidender für die Leistungsfähigkeit, für die Leistungseinschätzung ist ohnehin der Mix aus Punktabständen und (verbleibendem/absolviertem) Spielplan. Da sah es bis vor Kurzem finster aus in Frankfurt – jetzt liest sich diese Rechnung deutlich besser.

Sonntag also. Das Ding noch gewinnen, dann kann man unabhängig von den Rest-Ergebnissen bis Mitte Dezember gefestigt und frohen Mutes in und durch die Winterpause gehen. Knackpunkt: Für die Vertragsverhandlungen, egal ob im bestehenden Kader oder Neuzugänge in Winter oder Sommer, ist jeder Punkt wichtig, jeder Zähler, der den Abstand zu Rang 5,6 kleiner macht – oder kleiner wirken lässt, als er vielleicht tatsächlich ist.

Egal. Optimismusmodus an.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Optimismusmodus

  1. Olli

    Heimspiel gegen Bremen, Sonntag 17:30 – falls du noch umplanen willst / musst.

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