Schluß mit der Schiri-Schelte

Im Zuge solcher Siegesserien – ja, so kann man die aktuellen Geschehnisse fürwahr nennen – wird gerne ignoriert, über was man bei schlechteren Verläufen umso heftiger diskutiert. Ich spreche von Schiedsrichtern und deren (Fehl)Leistungen. So, wie man es als jemand, der es mit der Eintracht hält, etwa in Person von Peter Gagelmann kennt. Wahlweise auch jedem anderen Referee, der Szene A oder B falsch einschätzt. Am Ende sind es die Referees, die einen besseren Ausgang der Spiele verhindern. So lautet die These.

Doch wenn man ehrlich ist, ist das Nonsens. Dem Schiedsrichter kommt stets nur dann eine Rolle zu, wenn ein Spiel nicht ausgeht und verläuft, wie man das als Fan will. Christian Dingert meinte es gegen Werder Bremen beispielsweise sehr, sehr gut mit der SGE. Den salomonischen Freistoß-statt-Elfmeter-Pfiff mal ausgeklammert, gestattete er zwei Tore – angesichts des Spielstands und Spielverlaufs durchaus von zeitmäßig bedeutender Natur – die man problemlos auch wegpfeifen kann. Das 1:0 durch Alexander Meier ist, wenn auch knapp mehr Abseits als nicht. Und die Szene, die das 2:1 von Haris Seferovic bedingt, wird in 99 Prozent der Fälle für den Torwart entschieden, dem Stürmer abgepfiffen. Gibt Dingert die Tore nicht, kann man sich nicht wirklich beklagen.

Jetzt soll mir ja keiner mit ausgleichender Gerechtigkeit kommen. Die Eintracht habe ja ihrerseits auch schon Fehlentscheidungen (Headset…) erdulden müssen. Ist korrekt. Aber wenn gegen das eigene Team entschieden wurde, will man die These des „alles gleich sich im Laufe von 34 Spieltagen aus“ bekanntlich auch nicht akzeptieren. Es ist schlicht so, dass der Profiteur stets ein darwinistischer Opportunist ist. Ich auch.

Die Lehre: Schiri-Schelte sein lassen, nur bei gehäuften Vorfällen – wie einst bei Herrn Gagelmann – ist Keuleschwingen legitim. Das „System Gagelmann“, oder den „Fluch Gagelmann“ konnte man ja kürzlich besiegen. Und gewehrt hat sich der Mensch mit seiner Pfeife in dieser Partie dagegen nicht.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Schluß mit der Schiri-Schelte

  1. Olli

    Über das 1:0 sehe ich genüßlich hinweg. Der Meier steht da 1,3 cm im Abseits. Welcher Linienrichter – geschweige Schiri – will das endgültig entscheiden. Vor allem bei dem Laufweg und das der Ball vom Pfosten zurück kommt. Beim Standbild mit eingezeichneter Linie kann man das erahnen. Im Zweifelsfall für den Angreifer – so einfach begründe ich diese „richtige“ Entscheidung. Dafür haben wir halt auch nicht den 11er bekommen.
    Das 2:1 darf dagegen niemals gegeben werden. So blind können Dingert und sein Kollege an der Seite gar nicht sein. Beruhigend ist, wir waren wirklich die besseren und haben das verdient nach Hause geholt – wenn auch vielleicht nen Tor zu hoch.

    Und was Dingert angeht: ich weiß nicht mehr um welche Spiele es geht, der hat uns aber auch schon das eine oder andere unverdiente Pünktchen „verpfiffen“ …

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