Gutes Rutschen

Vermutlich haben nicht mal Szenekenner, nicht mal die 24/7-Profis im Fußballgeschäft alle Spielernamen samt Positionen, Stärken, Schwächen, Form und Vertragslaufzeiten auf dem Schirm. Von daher ist es alles andere als überraschend, wenn dieser Tage Namen auf dem allmählich in die Gänge kommenden Transfer(gerüchte)markt hochploppen, die man sich gut im Eintracht-Dress vorstellen könnte.

Vorab: Pierre Emil Hojberg meine ich damit nicht. Nur weil einer bei Bayern München kickt, ist das nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. Das hat eventuell sogar Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader mittlerweile eingesehen, der einst nach der Verpflichtung von Granaten wie Breno und Andreas Ottl darüber referierte, dass die Nummer 14,15,16 etc. stets besser sei als alles, was ein Klub niederer Größenordnung so personell zu bieten habe. Und seien wir ehlich: Sebastian Rode haben wir den Sprung ins FCB-Team nicht zugetraut, aber wie man sieht, können die Mitspieler einen Profi besser machen als er war oder ist. Verboten hat es dem Seppl Rode seinerzeit niemand, mal so Gas zu geben und so torgefährlicher zu spielen, wie er das seit ein paar Wochen tut. Da kann man mal sehen, dass es neben Stars auch für Arbeiter leichter ist, zu glänzen.

Aber wir waren ja nicht bei der Rück- sondern Vorschau. Einer dieser Namen, die bei unser einem Begehrlichkeiten wecken sollten, ist Zlatko Junuzovic. Wenn es mal sinnvoll war, in Mannschaften zu wildern, die noch schlechter sind als man selbst (We remember the letzten Einkaufs-Touren der SGE), dann kann man über den Österreicher nachdenken. Doof nur, dass den Standard-Spezialisten, der mehr spielt als Standfußball, auch auf der Liste der Oberen-Sechs (vor allem Mönchengladbach) steht. Perdu. Über einen Xherdan Shaqiri muss man in Frankfurt gar nicht erst spekulieren, nicht nur wegen Ablöse- und Gehaltsgeschichten. Auch positionell gibt es größere Baustellen als die offensiven Außenbahnen – Takashi Inui zum Trotz.

Im dritten Jahr in Folge wird in diesem Blog der Name Sven Schipplock vom Sympathie- und Traditionsverein 18,99 Euro Hoppenheim in den Ring geworfen. Im Sturm hat es die Eintacht, 34 Tore hin oder her, personell wahrlich nicht dicke. Eine Fußballgottverletzung, und schon wird es dünn – quantiativ wie qualitativ. An Status einbüßen würde ein Schipplock mit dem Deal in Frankfurt nicht, ob er an Einsatzzeit gewinnt, ist (vorerst) aber auch fraglich. So oder so: Spätestens ab Sommer 2015 muss sich der Verein kluge Gedanken über die Zeit und die Qualitäts-Verlust-Kompensation nach Alexander Meier machen.

Marcell Janßen, der im Sommer ablösefrei ist und der den HSV am besten noch im Januar von der Gehaltsliste streichen will, wäre als Außenverteidiger eine mehr als überlegenswerte Option. Nicht, dass gewisse Nationalmannschafts-Berufugen (je) nachvollziehbar gewesen wären, aber als ggf. stabilerer Konkurrent zu Bastian Oczipka, wäre der 29-Jährige eine Bereicherung. Zumal man nicht weiß, wann und in welcher Verfassung Constant Djakpa nach seinem Kreuzbandriss zurückkehrt.

So, und mit diesen ersten Namen werdet ihr, liebe Leser, ins Jahr 2015 geschickt. Schöne Feier am Abend, gemäßigten Kater am Folgemorgen und viel Kraft und Gesundheit fürs bevorstehende (Eintracht)Jahr. Aufwühlend genug wird es sicher.

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